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Texte, Bilder, Tondokumente und Videoclips über Indianer
 













Rogeez (welt-der-indianer) - Mit "AmerIndian Research" (AIR) liegt seit 2006 eine neue deutschsprachige Publikation vor, die sich an alle richtet, die sich für die Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung Amerikas interessieren. Das Themenspektrum der Zeitschrift reicht von Alaska bis Feuerland. Die Autoren berichten über die Erstbesiedelung Amerikas, die Indianer Nordamerikas, die Herkunft der Azteken und anderer Völker, den Untergang der Mayakultur, Geoglyphen der Nazca oder die Steinmetzkunst der Inkazeit. Und natürlich über viele andere Themen.

Alle Autoren sind renommierte Wissenschaftler, Studenten sowie Hobbyforscher, die sich seit Jahren mit einschlägigen Themen befassen.

Das Redaktionskollegium wird von Dr. Mario Koch (Historiker) und Rudolf Oeser (Sachbuchautor) vertreten, die sich in der Vergangenheit bereits bei der Zeitschrift "Ametas. Berichte und Meinungen völkerkundlich Interessierter" engagiert haben. "AmerIndian Research" versteht sich als populärwissenschaftliche Zeitschrift, die sich mit ihren Beiträgen gleichermaßen an Fachleute wie an Hobbyfreunde wendet.

Die Zeitschrift erscheint seit 2007 in vier Ausgaben. Der Einzelpreis beträgt (einschließlich Mehrwertsteuer und Versand) 7,00 Euro, das Jahresabo für vier Hefte hingegen nur 25,00 Euro, zahlbar mit Erhalt des ersten Heftes. Es besteht jedoch immer die Möglichkeit, auch einzelne Hefte, zum Heftpreis von 7,00 Euro, zu ordern.

Bestellungen bei:
http://www.amerindianresearch.de
  Wed, 20 Aug 2008 21:59:00 +0200
Rogeez (welt-der-indianer) - Gerade ist die neue Ausgabe von "AmerIndian Research. Zeitschrift für indianische Kulturen von Alaska bis Feuerland" (ISSN 1862-3867) erschienen. Darin wird weltweit erstmals eine Untersuchung für eine neue Datierung der klassischen Mayakultur (englisch und deutsch) veröffentlicht. Diese neue Datierung ordnet die gesamte klassische Periode der Maya-Kultur 208 Jahre später ein, als die seit einigen Jahrzehnten gebräuchliche Goodman-Martínez-Thompson-Korrelation. Dadurch ergeben sich ganz neue Aspekte bei der Interpretation der klassischen Maya-Kultur und ihre Einordnung in die Globalgeschichte. Um Daten des Mayakalenders mit dem christlichen Kalendersystem in Beziehung zu setzen, ist die Anwendung einer Korrelation notwendig. Eine Korrelation fixiert den Anfangspunkt des Mayakalenders, das Ausgangsdatum 13.0.0.0.0 4 Ahaw 8 Kumk’u, im Julianischen Kalender. Der Autor Andreas Fuls beschreibt in seiner Untersuchung eine neue Methode der Korrelationssuchmethode. Diese sucht schrittweise Tag für Tag nach der Korrelation mit der besten Übereinstimmung, wobei moderne astronomische Berechnungen mit verschiedenen astronomischen Interpretationen des Dresdner Kodex und auf Monumenten der klassischen Periode der Maya verglichen werden. Ergebnis ist eine Abweichung von der bisher gebräuchlichen Einordnung der klassischen Maya-Kultur um 208 Jahre!
  Sat, 09 Aug 2008 11:21:00 +0200












Videos: "Geronimo and the Apache Resistance" von "SirMixItAllUp" bei Youtube

Beschreibung der Videoclips:

Introduction to Geronimo and his land. Nice video of Chiricahua area of Arizona, and the Gualadupe Mountains
  Wed, 06 Aug 2008 17:39:00 +0200




Videos: "Lewis and Clark" ("Lewis-and-Clark-Expedition") von "fustymusty" bei Youtube

Wiesbaden (welt-der-indianer) - Wenn der Begriff „Wilder Westen“ fällt, denkt man meistens an mehr oder minder tapfere Männer wie indianische Häuptlinge, Krieger, Medizinmänner oder weiße Pioniere, Farmer, Jäger, Soldaten, Sheriffs und Revolverhelden. Von tüchtigen Frauen ist in dieser Welt, in der Gewalt oft eine große und traurige Rolle spielte, weniger die Rede. Doch in Wirklichkeit haben im Wilden Westen auch zahlreiche Frauen mutig „ihren Mann gestanden“ und manchmal sogar – wie die Meisterschützin Annie Oakley – Mitglieder des angeblich „starken Geschlechts“ übertroffen. Darauf weist das Taschenbuch „Superfrauen aus dem Wilden Westen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst in Wort und Bild hin.

Die Biografien der „Superfrauen aus dem Wilden Westen“ stammen mit wenigen Ausnahmen – nämlich Lozen, Mohongo und Queen Betty – aus drei Titeln der insgesamt 14-bändigen Taschenbuchreihe „Superfrauen“ von Ernst Probst. Nämlich „Superfrauen 1 –Geschichte“, „Superfrauen 2 – Religion“ und „Superfrauen 7 – Film und Theater“.

Als „Superfrauen aus dem Wilden Westen“ werden vorgestellt: die Scharfschützin Calamity Jane, die selige Katharina Tekakwitha, die Kriegerin Lozen, der Showstar Adah Isaacs Menken, die Sachem-Ehefrau Mohongo, die Meisterschützin Annie Oakley, die Indianer-Prinzessin Pocahontas, die Anführerin Queen Betty, die indianische Volksheldin Sacajawea (einzige weibliche Teilnehmerin der legendären "Lewis-and-Clark-Expedition"), die „Banditenkönigin“ Belle Starr und die Zirkuspionierin Agnes Lake Thatcher.

Das 81-seitige Taschenbuch „Superfrauen aus dem Wilden Westen“ (ISBN 978-3-640-12522-7) ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de erschienen und beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/quickSearch;jsessionid=fdc-ffgijzsdgk8.www13?searchString=Superfrauen+aus+dem+Wilden+Westen erhältlich.



Video: "Annie Oakley; November 1, 1894" von "mrmassage" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=eAmnQvMHlRs




Video: "Comanche Warrior - documentary excerpt" von "SirMixItAllUp" bei Youtube
  Sat, 26 Jul 2008 09:29:00 +0200


Video: "Meine Worte sind wie die Sterne" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=dmAmQozYXuE

Beschreibung des Videoclips:

Blick in das Buch über Häuptling Seattle und seine berühmte Rede, herausgegeben von Sonja Probst und Ernst Probst - Bestellungen bei: http://www.libri.de - E-Book bei: http://www.grin.de

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Weblink:
http://welt-der-indianer.blogspot.com


Video: "Blick in das Buch 'Meine Worte sind wie die Sterne'" von "urzeit" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=d3Nr25aGXlU

Beschreibung des Videoclips:

Blick in das Taschenbuch "Meine Worte sind wie die Sterne" von Sonja Probst und Ernst Probst - Bestellungen beim Buchgroßhändler "Libri" http://www.libri.de
  Thu, 10 Jul 2008 14:35:00 +0200


Video: "Tatanka - Der Bison ist zurück" von "jonnychendssd" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=N-8f53mUm5E

Beschreibung des Videoclips:

Einst zogen sie zu Millionen über die Ebenen Nordamerikas, wanderten über tausende Meilen von Nord nach Süd und zurück, auf der Suche nach den besten Weidegründen. Jahrtausendelang waren die Bisons die unumstrittenen Herrscher der Prairie, zu gross um sich vor Raubtieren fürchten zu muessen, zu zahlreich, um von den wenigen Menschen in Gefahr gebracht zu werden. Die ersten Jäger der Steinzeit trieben kleine Herdengruppen ueber steile Klippen, spaeter jagten die Indianer sie auch zu Pferde, aber immer verehrten sie „ihren Freund", den Bison. Und sie verwerteten die Tiere völlig: das Fleisch wurde gegessen, Haut und Knochen zu Kleidung, Zelten und Werkzeugen verarbeitet. Der Film zeichnet die Geschichte des Bisons nach und gibt tiefe Einblicke in das Herdenverhalten der Büffel, von der Geburt der Kälber bis zur sommerlichen Brunftzeit, in der die kapitalen, bis zu eineinhalb Tonnen schweren Bullen um ihre Paarungsrechte kämpfen ...


Video: "Appaloosa - Das legendäre Indianerpferd" von "jonnychendssd" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=-b8Buu45_kQ

Beschreibung des Videoclips:

Stammvater vieler Pferderassen ist das Araberpferd. Aus diesem entstand unter anderem der Berber. Beide Rassen praegten im Zuge der maurischen Eroberungen den Andalusier. Dieser wiederum zaehlt zu den Urspruengen der Westernpferde, wie dem Appaloosa. „Appaloosa - das legendaere Indianerpferd" fuehrt Sie in den Wilden Westen, zu Zeremonien und Festen der Nez Percé Indianer, die als einziger Stamm eine eigene Pferderasse erschufen, den Appaloosa. Begleiten Sie uns auf dem Chief Joseph Trail Ride, der an die historische Flucht der letzten freien Nez Percé unter ihrem Haeuptling Joseph durch die Rocky Mountains erinnert und werden Sie Zeuge der einfuehlsamen Ausbildung junger Pferde durch rothaeutige und weisse "Pferdefluesterer".











Wiesbaden (welt-der-indianer) - „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“ Diese oft zitierten Worte werden dem weisen Indianerhäuptling Seattle (um 1786–1866) zugeschrieben, der um 1855 eine engagierte Rede gehalten haben soll, welche die Weißen zur Achtung der Natur ermahnte. In Wirklichkeit stammt der eingangs erwähnte Satz aus einer Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree.

Seattle wurde zu einem der großen Idole der Ökologie-Bewegung des 20. und 21. Jahrhunderts. Obwohl heute mehr denn je unklar ist, ob der Häuptling die berühmte Rede überhaupt und – wenn ja – so gehalten hat, werden seine Weisheiten tausendfach in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, im Film, Fernsehen und Internet verbreitet.

Wer aber war dieser Mann, der bereits zu seinen Lebzeiten „der Große“ oder „Sokrates des Nordwestens“ genannt wurde und dessen Worte – mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod – immer noch so viel Eindruck auf die Menschen in aller Welt machen? War er tatsächlich ein tapferer Krieger, ein bedeutender Häuptling, ein weiser Seher, ein charismatischer Prophet?

Seattle kam an einem nicht mehr eruierbaren Tag um 1786 zur Welt. Gegenüber weißen Siedlern erwähnte er später, er sei auf Blake Island im zentralen Puget Sound (auch Pugetsund genannt) zur Welt gekommen. Der etwa 150 Kilometer lange, stark verzweigte und inselreiche Puget Sound, etwa 200 Kilometer südlich der kanadischen Grenze, ist eine Bucht an der Pazifikküste des heutigen Bundesstaates Washington.

Die Geburt von Seattle fiel in eine für die Geschichte seines Volkes apokalyptische Zeit. Damals dezimierten verheerende Seuchen die indianische Bevölkerung. Außerdem trugen neuartige Waren und Schusswaffen zur Unruhe bei.

Seattles Vater Schweabe fungierte als Häuptling der Suquamish-Indianer, die auf Bainbridge Island jenseits des Puget Sound lebten, wo die Duwamish-Indianer an einem Fluss lagerten. Seine Mutter Scholitza war die Tochter eines Häuptlings der Duwamish-Indianer. Da die Abstammung bei diesen Indianern immer der weiblichen Linie folgte, galt Seattle als ein Angehöriger der Duwamish.

Der Name Seattle wurde von den Indianern auf verschiedene Weise ausgesprochen. Eine Variante war „See-at-la“, die andere „See-alth“.

Im Alter von etwa sechs Jahren sah Seattle die ersten im Puget Sound ankommenden Engländer: Am 20. Mai 1792 landete dort Kapitän George Vancouver (1758–1798) mit seinem Schiff „H. M. S. Discovery“. Er ging auf Bainbridge Island vor Anker und schrieb in sein Logbuch, das Dorf sei das „schäbigste seiner Art“. Sogar die besten Hütten seien „arm und erbärmlich“. Seattle zeigte sich von dem Schiff und den Kanonen der Engländer sehr beeindruckt.

Bereits in jungen Jahren genoss Seattle unter den Indianern ein hohes Ansehen. Während einer Fragestunde über seine Zukunft wurde dem Jugendlichen großer Wohlstand prophezeit. Tatsächlich schätzte man ihn später als Stammesführer. Er brachte sechs lokale Stämme unter seine Kontrolle.

Die erste Ehefrau von Seattle starb gleich nach der Geburt der Tochter Angeline. Seine zweite Gattin schenkte ihm Söhne und Töchter. Die Ehefrauen stammten aus Tola’ltu am Westufer von Elliot Bay. Seattle verfügte über acht Sklaven, was als Zeichen für Reichtum und Status galt.

Bei einem Angriff der mächtigen Cowichans-Indianer von Vancouver Island tat sich Seattle als Krieger hervor. Während der Phase, in der sein berühmter Onkel Kitsap ein Bündnis von Kriegern gegen die Cowichans anführte, stellte Seattle einer Gruppe der Angreifer, die mit Kanus den Green River herunterfuhren, erfolgreich einen Hinterhalt.

Außerdem griff Seattle die S’Klallam, ein einflussreiches indianisches Volk an der Nordküste der Olympic Peninsula, an. Zudem soll er an Angriffen am oberen Snoqualmie River teilgenommen haben.

1833 gründete die „Hudson’s Bay Company“ am Puget Sound das „Fort Nisqually“. Francis Herron, der Chefhändler der Company, hielt Seattle für einen bedeutenden und gefährlichen Indianer. Deswegen bat er ihn um Unterzeichnung eines Vertrages, der Mord unter Eid verneinte. Das Personal der Company verlieh dem ungefähr 1,80 Meter großen Seattle den Spitznamen „Le Gros“ („der Große“).

Durch die Ermordung eines Medizinmannes der Skyomish-Indianer verursachte Seattle 1837 so viel Ärger, dass William Kittson von der „Hudson’s Bay Company“ hoffte, die Suquamish würden diesen töten. Doch jene wussten seine Führung zu schätzen.

Aus Rache für den Mord an einem Gefolgsmann überfiel Seattle 1841 das Dorf Yila’lgos am Zusammenfluss von Green River und White River. Sechs Jahre später unterstützte er die Suquamish bei einem Überfall auf den Hauptsitz der Chemakum-Indianer, wobei diese rivalisierende Gruppe ausgelöscht wurde.

Der Tod eines seiner Söhne erschütterte Seattle so sehr, dass er den katholischen Glauben annahm und sich auf den Namen „Noah“ taufen ließ. Die Taufe erfolgte vermutlich in der „St. Joseph of Newmarket Mission“. Auch Seattles Kinder wurden getauft und christlich erzogen.

Der Übertritt zum katholischen Glauben markierte das Ende der kämpferischen Zeit von Seattle. Nun entwickelte er sich zum Anführer, der nach Zusammenarbeit mit den ankommenden weißen Siedlern strebte. Mit den Weißen führte er nie Krieg.

Die Stimme von Seattle war angeblich so gewaltig, dass man ihn eine halbe Meile weit hörte. Es hieß, von seinen Lippen seien gewichtige Sätze gekommen wie der unaufhörliche Donner von Wasserfällen, die von unerschöpflichen Quellen gespeist würden.

1846 erreichten weiße Siedler den Puget-Sound. Die herzliche Begrüßung und die Hilfe, die Seattle ihnen zuteil werden ließ, brachten ihm den Ruf eines Freundes der Weißen ein. In einer Rede, mit der Seattle die Besucher Isaac N. Ebey und B. F. Shaw im Sommer 1850 begrüßte, bat er sie, sich unter seinem Volk anzusiedeln. Diese Rede wurde von Shaw aufgezeichnet, bald danach im „Oregon Spectator“ veröffentlicht und ermutigte zur Besiedlung im Tal des Duwamish-Flusses.

Seattle suchte gezielt Siedler aus, mit denen er Geschäfte machen konnte. Um solche Kontakte zu pflegen, wählte er einen Wohnsitz bei Olympia. Im Sommer 1851 organisierte er zusammen mit dem Kaufmann Charles Fay aus San Francisco einen Fischfang im Elliott Bay.

Als Charles Fay im Herbst 1851 abreiste, konnte Seattle Dr. David („Doc“) Maynard (1808–1873) dafür gewinnen, den Platz von Fay einzunehmen. Im Frühling 1852 organisierten Maynard und Seattle einen weiteren Fischfang bei Dzidzula’lich, einem Indianerdorf am Ostufer der Bucht.

Im Sommer 1852 gründete David („Doc“) Maynard einen Handelsposten am Ufer des Duwamish-Flusses. Seattle und Maynard wurden so gute Freunde, dass der Doktor die neue Siedlung nach dem Häuptling benannte.

Da die Weißen die Namen „See-at-la“ oder „See-alth“ nicht gut aussprechen konnten, sagten sie „Seattle“. Darüber war der Häuptling aber nicht sehr erfreut. Er meinte, er werde sich nach seinem Tod jedes Mal, wenn Seattle gesagt würde, im Grab umdrehen.

Seattles Bemühungen, an der Entwicklung der nach ihm benannten Siedlung nachhaltig teilzunehmen und die Zukunft seines Volkes mit dem der Siedler zu vermischen, scheiterten aus zwei Gründen: wegen des Hungers nach Land und dem Wunsch vieler einflussreicher Weißen, ihre Leute getrennt von den Indianern zu halten. Dies minderte jedoch Seattles Freundschaft und Loyalität nicht.

Ab 1854 kaufte Isaac Stevens (1818–1862), der Gouverneur des Territoriums Washington, das Land der Indianer auf oder beschlagnahmte es. Im Januar 1854 besuchte der Gouverneur Elliot Bay und kündigte Vertragsverhandlungen an, was Seattle begrüßte.

Während der Vertragsverhandlungen vom 27. Dezember 1854 bis zum 9. Januar 1855 diente Seattle als Sprecher der Indianer. Der alte Häuptling beklagte, die Tage der Indianer gingen vorüber und die Zukunft gehöre dem weißen Mann. Von Seattles Rede machte sich Dr. Henry Smith (1830–1915), ein Chirurg und Schriftsteller mit dem Pseudonym „Paul Garland“ und einem Hang für blumige viktorianische Dichtung, angeblich Notizen.

Obwohl Seattle bezweifelte, dass sein Volk Geld für sein Land erhalten werde, setzte er als Erster sein Zeichen unter das mit Gouverneur Stevens vereinbarte Vertragsdokument. Damit wurde der juristische Anspruch auf etwa 2,5 Millionen Acres Land (ein Acre = 4047 Quadratmeter) abgetreten und ein Reservat für die Suquamish garantiert, aber keines für die Duwamish.

Aus Unzufriedenheit mit den Verträgen und Ärger über die Arroganz der Weißen erkannten viele Duwamish die Führerschaft von Seattle nicht mehr an. Dies führte schließlich zum so genannten „Yakima Indianer Krieg“ von 1855 bis 1857.

Spätere Vorwürfe von Seiten der Indianer bezüglich Seattles Doppelzüngigkeit während dieses Konflikts deuteten an, dass der Häuptling einerseits versuchte, mit allen indianischen Gruppen östlich und westlich der Berge Kontakt zu halten, andererseits aber ein treuer Verbündeter der Weißen blieb, die durch seine Kontakte geheime Informationen erhielten.

Nach der Niederlage der Indianer in diesem Konflikt bemühte sich Seattle, seinem Volk zu helfen. Er bat – allerdings erfolglos – um Nachsicht für den indianischen Anführer Leschi (1808–1858), den Häuptling der Nisqually, der am 19. Februar 1858 gehenkt wurde. Außerdem ersuchte er den Gouverneur um die baldige Ratifizierung eines Vertrages.

Im „Fort Kidsap Reservat“ wollte Seattle den Einfluss von Whisky-Verkäufern einschränken und die Ritualmorde an Sklaven verhindern. Wie im Vertrag gefordert, gab Seattle seine eigenen Sklaven frei. Außerhalb des Reservats beteiligte er sich an Treffen, um Zwistigkeiten der Indianer zu lösen.

Seattle unterhielt gute Beziehungen zu William De Shaw, einem Indianer-Vertreter und Eigentümer eines Handelspostens am Agate Pass, sowie zu George Meigs, in dessen alkoholfreier Firmenstadt indianische Arbeiter einen Ort fanden, wo sie vor räuberischen Whisky-Verkäufern sicher waren.

Der mittlerweile alte und verarmte Seattle fragte 1858 in einer Rede, warum der Vertrag von 1855 nicht vom Kongress der Vereinigten Staaten unterzeichnet worden sei. Er beklagte: „Ich war den ganzen Winter sehr arm und hungrig und bin nun sehr krank. Bald werde ich sterben. Wenn dies geschieht, wird mein Volk sehr arm sein. Sie werden nichts besitzen, keinen Häuptling haben und niemanden, der für sie sprechen wird.“

1864 erhielt Seattle das heilige Sakrament der Firmung, womit er seinen christlichen Glauben bestätigte. Führer der indianisch-katholischen Gemeinde war damals nicht Seattle, sondern ein Suquamish-Anführer namens Jacob.

Eine Verordnung der Stadt Seattle von 1865 untersagte Indianern, einen ständigen Wohnsitz innerhalb der Stadtgrenzen zu haben. Dies zwang den Häuptling, den Ort zu räumen, an dem er – wie erwähnt – die Siedler Shaw und Ebey 1850 begrüßt und zur Ansiedlung eingeladen hatte.

In der Folgezeit lebte Seattle im „Port Madison Reservat“ und vermutlich nördlich der Stadtgrenzen, wo Angeline, die Tochter seiner ersten Frau, wohnte. Oft kam er in die Stadt, besuchte Freunde, kümmerte sich um Leute, die in Seattle arbeiteten, und hielt sich in zeitweiligen Zeltplätzen im Hafenviertel auf.

Von Häuptling Seattle existiert ein historisches Foto, das 1865 im hohen Alter – im Jahre vor seinem Tod – entstand und von E. M. Sammis angefertigt wurde. Dieses Bild befindet sich in der „University of Washington Special Collection“.

Am 7. Juni 1866 starb Seattle im Alter von ungefähr 80 Jahren gegen 13 Uhr in einem Altersheim. Er wurde in Suquamish im US-Bundesstaat Washington begraben. Von seinem Grab aus bietet sich ein herrlicher Blick auf den Puget Sound, und in der Ferne kann man gerade noch die Stadt Seattle erkennen.

Nach Ansicht von Historikern überstanden die rund 14000 Indianer des Territoriums Washington – die Suquamish, Duwamish, Nisqually, Puyallup, Makahs, S’Klallams, Quinaielts, Quilehutes, Yakamas, Chehalis, Colville, Spokanes, Couer d’Alène, Hohs und Quits – dank des Einflusses von Häuptling Seattle die Reservationspolitik der USA verhältnismäßig ungeschoren.

Bis zu den 1970-er Jahren war die Geschichte von Häuptling Seattle nur mit dem Namen der Stadt, die seinen Namen trägt, eng verbunden. Doch mit der Umweltbewegung rückte die Rede von Seattle vor Gouverneur Isaac Stevens wieder ins Bewusstsein vieler Amerikaner.

Die Redegewalt und philosophische Aussagekraft von Seattle erinnerte einige Amerikaner an große Griechen des Altertums. Bereits zu Lebzeiten bezeichneten man ihn als den „Sokrates des Nordwestens“. Mit der Rede von Seattle befassten sich unzählige Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, Beiträge im Rundfunk, Fernsehen und Internet sowie Bücher und Filme.

Moderne Versionen der Rede von Seattle beziehen sich auf Dinge, die der Häuptling nie gesehen und von denen er auch nichts gewusst haben kann. Zum Beispiel die Eisenbahn oder die Abschlachtung der Büffel, die erst nach seinem Tod stattfand. Teilweise widersprechen sich Passagen der verschiedenen Redeversionen sogar.

Seattles älteste Tochter Angeline lebte im hohen Alter in einer Hütte nördlich der Stadtgrenze von Seattle. Sie wurde von den Weißen als „Prinzessin Angeline“ bezeichnet. Ein Fotograf namens Edward S. Curtis (1868–1952) machte von ihr Aufnahmen und zahlte ihr für jedes Foto einen Dollar. Er entwickelte sich zu einem der berühmtesten Fotografen amerikanischer Indianer.

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Die Autoren Sonja Probst und Ernst Probst schildern in ihrem Taschenbuch „Meine Worte sind wie die Sterne“ (ISBN 3638957438) die Entstehungsgeschichte der Rede des Häuptlings Seattle. Das bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienene Taschenbuch ist beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7514475/sonja_probst_ernst_probst_hrsg_meine_worte_sind_wie_die_sterne_die_rede_des_haeuptlings_seattle_und_andere_indianische_weisheiten_3638957438.html zum Preis von 14,99 Euro erhältlich.
  Mon, 07 Jul 2008 15:23:00 +0200


Video: "mexico indians" von "martibump" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=yg-hxj0iwls

Beschreibung des Videoclips:

mexico indians, piramids
  Mon, 07 Jul 2008 15:20:00 +0200


Video: "Aztec Timeline" von "butchik" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=I-qqHyu0rGg

Beschreibung des Videoclips:

A Spanish II Class project
  Mon, 07 Jul 2008 15:16:00 +0200


Video: "Aztec Requiem" von "michaelleslie" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=xydGOVxdSwk

Beschreibung des Videoclips:

Spanish wipe out Aztec


Video: "izdiham Geronimo: The Last Free Apache" von "trabalkar" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=Eum4xW4c4X8

Beschreibung des Videoclips:

"Geronimo is said to have had magical powers. He could see into the future, walk without creating footprints and even hold off the dawn to protect his own. This Apache Indian warrior and his band of 37 followers defied federal authority for more than 25 years.
  Mon, 07 Jul 2008 15:09:00 +0200


Video: "A tribute to the Apache and Sioux" von "Vitocorleone123" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=IajiC512JXE

Beschreibung des Videoclips:

A Tribute To the apache and sioux with bob marley and redmption song
  Sat, 14 Jun 2008 17:03:00 +0200


Video: "Indians" von "jennerweini" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=HdiEv76fuAM

Beschreibung des Videoclips:

Indianer von denen jeder schon einmal gehört hat!
  Wed, 21 May 2008 12:34:00 +0200


Video: "Indianer in Bildern" von "loloBa1" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=8nnL_FP1MP4


Video: "Indianer- Powwow Mens Team Grass Dancing - Native American" von "loloBa1" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=CMqoE1rMCvQ
  Wed, 21 May 2008 12:27:00 +0200


Video: "Indianer" von "loloBa1" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=t2xXf65Op7Q


Video: "Indianer-Massaker an den Indianern - Jahr 1890" von "loloBa1" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=wYqv_6Hrs2k
  Tue, 20 May 2008 09:06:00 +0200


Video: "War song" von "pinokiofromtokio" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=ZNuNsKwG1RI
  Tue, 20 May 2008 09:02:00 +0200


Video: "Chirapaq - Native American People" von "Sayritupaq" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=yyAG-8G5kJI
  Tue, 20 May 2008 08:58:00 +0200


Video: "Native American YHWH" von "QuietBuck" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=CTBxXdBEeD4
  Fri, 16 May 2008 19:54:00 +0200













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