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Nachrichten, Bilder und Videoclips über Pflanzen, Tiere und Landschaften
 
  Thu, 11 Mar 2010 11:02:00 +0100


Video: "Stimme einer Nachtigall" von "urzeit" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=KdTG-dFxoOo

Wiesbaden (natur-und-umwelt) - Stimmen heimischer Vögel werden von Natur- und Tierfreunden gerne gehört. Dies belegt der Videoclip "Stimme einer Nachtigall" des Wiesbadener Users "urzeit": Er wurde innerhalb von zwei Jahren mehr als 31.000 Mal angesehen bzw. angehört. Der User "urzeit" betreibt zusammen mit seiner Ehefrau das Weblog http://vogelstimmen.blogspot.com
  Tue, 09 Mar 2010 19:54:00 +0100
Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Wer sich dafür interessiert, wo in Deutschland, Österreich und der Schweiz Knochen oder Zähne von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) entdeckt wurden, wird mit einem bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienenen Taschenbuch bestens informiert. Der Titel heißt „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ und stammt aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Bei „GRIN“ ist dieser Titel unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen als gedrucktes Taschenbuch oder elektronisches E-Book im PDF-Format erhältlich. Bei „GRIN“ sind auch die Taschenbücher und E-Books „Der Ur-Rhein“, „Säbelzahnkatzen“ und „Der Höhlenbär“ von Ernst Probst erschienen. „GRIN“-Titel kann in rund 1.000 Online-Buchshops – wie Amazon, Bol.de, Buch.de, oder Libri.de – als Taschenbuch kaufen.













Bärenschliff an einer Engstelle in der Charlottenhöhle bei Hürben. Foto: Thomas Rathgeber

Stuttgart (natur-und-umwelt) – Die Liste über Höhlen auf der Schwäbischen Alb, in denen man uralte Bärenschliffe und Bärenkratzspuren entdeckt hat, wurde länger. 2006 hatten die Wissenschaftler Winfried Rosendahl und Doris Döppes sechs Höhlen mit Bärenschliffen vorgestellt, von denen eine zusätzlich Bärenkratzspuren enthielt. Kürzlich ergänzte der Stuttgarter Paläontologe Thomas Rathgeber diese Liste in der Zeitschrift „Stalacitite“ um weitere Höhlen mit Bärenschliffen und Bärenkratzspuren.

Nach Angaben des am Stuttgarter Naturkundemuseum arbeitenden Präparators Thomas Rathgeber kommen vier Höhlen mit Bärenschliffen neu hinzu sowie zwei Höhlen mit Bärenkratzspuren. Die meisten dieser Lebenszeugnisse stammen seiner Ansicht nach von Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter (Pleistozän). Nur in einem Fall war ein Braunbär aus jüngerer Zeit (Holozän) der Verursacher.

Winfried Rosendahl und Doris Döppes hatten 2006 folgende altbekannte Höhlen auf der Schwäbischen Alb mit Lebensspuren von Bären genannt:

Höhlen mit Bärenschliffen:

Kleine Scheuer im Rosenstein bei Heubach
Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen
Bärenhöhle im Hohlenstein des Lonetals bei Asselfingen
Charlottenhöhle bei Hürben
Bärenhöhle bei Erpfingen
Hohler Fels im Achtal bei Schelklingen

Höhlen mit Bärenkratzspuren:

Bärenhöhle bei Erpfingen, in der es – wie erwähnt – auch Bärenschliffe gibt.


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Literatur zum Thema:

Rathgeber, Thomas (2009): Lebensspuren von Bären in Höhlen der Schwäbischen Alb (Deutschland). – Stalactite, Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung, Jg. 58 (2008), Nr. 2, S. 67-73, 5, Abb., 2 Tab.; La Chaux-de-Fonds [erschienen 2009]

Probst, Ernst (2009): Der Höhlenbär. GRIN, München
Bestellungen des Taschenbuches „Der Höhlenbär“ bei „GRIN“:
http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer
  Wed, 17 Feb 2010 19:56:00 +0100


Video: „Stimme eines Höhlenlöwen“ von „urzeit“ bei „YouTube“
http://www.youtube.com/watch?v=KWib6hbxiE4

Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Rund 10.000 Mal wurde der Videoclip „Stimme eines Höhlenlöwen“ auf der Videoplattform „YouTube“ bereits angeklickt. Der von dem Wiesbadener User „urzeit“ eingestellte Clip ist unter der Adresse http://www.youtube.com/watch?v=KWib6hbxiE4 im Internet zu finden. Höhlenlöwen existierten im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 10.700 Jahren in Deutschland. Mit diesen Raubkatzen, die größer und schwerer als heutige Afrikanische Löwen waren, befasst sich das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in Wort und Bild. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und bei rund 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Probst veröffentlichte auch die Taschenbücher „Säbelzahnkatzen“ und „Der Höhlenbär“.

Bestellung des Taschenbuches "Höhlenlöwen" bei "GRIN":
http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen













Die wolbee publishing GmbH und der bekannte Abenteurer Klaus Jost bringen Technik und faszinierende Bilder zusammen und verbreiten mit der Application "Weißer Hai - ein Mythos" für iPod und iPhone, mehr Freude, als Furcht und Schrecken.

Illingen (natur-und-umwelt) - Der weiße Hai - schon in den Siebzigern versetzte er, mit Stephen Spielbergs Meisterwerk "Der weiße Hai", die ganzen Welt in Angst und Schrecken. Doch wie Biologen und Wissenschaftler schon vor Jahrzehnten aufdeckten: der weiße Hai ist kein blutrünstiges Monster, sondern ein friedfertiges und intelligentes Lebewesen, was nur dann zubeißt, wenn es seine übliche Beute oder Gefahr wittert.

Laut dem Shark Attack File ISAF beruhen die meisten Haiattacken auf unglücklichen Missverständnissen, da er das im Wasser schwimmende Objekt, beispielsweise ein Surfbrett, mit seiner Beute verwechselt. Haiunfälle, die im Verhältnis selten vorkommen - man spricht hier von etwa 50 bis 100 Fällen im Jahr, wovon aber nur fünf bis sieben Todesfälle zu verzeichnen sind - aber die sich dennoch wie ein Lauffeuer verbreiten und zusätzlich dafür sorgen, dass der weiße Hai systematisch ausgerottet wird.

Abenteurer und Tierfotograf Klaus Jost war schon immer fasziniert von der Unterwasserwelt, mit all seinen seltenen Exemplaren und Wundern. Er hat bereits Unmengen an faszinierenden Bilden von Tieren der ganzen Welt geschossen. Sein Ziel ist es, die Faszination und Schönheit dieser vom Aussterben bedrohten Tiere aufmerksam zu machen und sie festzuhalten, bevor sie möglicherweise für immer verschwunden sind.

Die Hamburger Agentur wolbee publishing GmbH hat sich den Visionen und Vorstellungen von Klaus Jost angenommen und eine Application für das iPhone und den iPod touch entwickelt. Unter dem Namen "Weißer Hai - ein Mythos" oder zu englisch "Great White Shark - A Myth", ist das bilderreiche und vertonte E-Book für Kinder und Erwachsene ab ab sofort im App-Store von iTunes unter http://itunes.apple.com/de/app/id349097837?mt=8 für 1,59 EUR erhältlich.

"Ein wolbee book der ganz besonderen Art", schwärmt Phillipp Wolde, Geschäftsführer wolbee publishing GmbH. "Die Momentaufnahmen von Klaus Jost verraten in der Tat den Mythos um den weißen Hai und lassen die Furcht in absolute Faszination umschwenken. Und in Verbindung mit überzeugenden Soundelementen wird hier eine sehr beeindruckende und spannende Geschichte, mit lehrreichem Hintergrund erzählt."

wolbees und Jost Application wird derzeit auch in Englischer Sprachausgabe angeboten, sodass dieses einzigartige Produkt weltweit bei Großen und Kleinen Anklang finden dürfte.

Kontakt:
jostimages
Klaus Jost
Wilhelmstraße 70
75428 Illingen
+49 (6102) 432930
http://www.jostimages.de
info 8at) jostimages.de

Über Jost Images

Schon seit mehr als zehn Jahren fotografiert und dokumentiert Klaus Jost das Leben von Haien in ihrer natürlichen Umgebung. Auf seiner Homepage http://www.jostimages.de macht er seine Aufnahmen der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Zu sehen sind dort beeindruckende Bilder, welche die Faszination dieser vom Aussterben bedrohten Tiere widerspiegeln.

Im Umgang mit den Tieren ist Klaus Jost geübt, schließlich war er jahrzehntelang als Marine- und Unterwasserspezialist in allen Weltmeeren tätig. Sein Faible für die Unterwasserwelt entstand nicht zuletzt dadurch, dass er bei Hafenbau-Großprojekten 13.000 Stunden beruflich unter Wasser verbrachte. Von der Pflanzen- und Tierwelt vieler tropischer Länder war er schlichtweg begeistert.

Seine Text- und Bildreportagen erschienen weltweit in renommierten Zeitschriften, Magazinen und Zeitungen, wie beispielsweise in "National Geographic Deutschland", "Terre Sauvage" und "GEO".
















Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Der größte Löwe aller Zeiten war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox), der vor etwa 100.000 bis 10.700 Jahren im Eiszeitalter (Pleistozän) in Nord- und Südamerika lebte. Diese imposante Raubkatze war von der Kopf- bis zur Schwanzspitze bis zu 3,70 Meter lang. Allein der Schwanz maß bereits 1,20 Meter. Männliche Tiere erreichten ein Gewicht von maximal 300 Kilogramm.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de erschienen und in rund 1.000 Online-Buchshops – wie Amazon, Bol.de, Buch,de, GRIN, Libri – sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Bei „GRIN“ gibt es auch ein preisgünstiges E-Book im PDF-Format.

Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Amerikanische Höhlenlöwe bereits 1853 von dem renommierten amerikanischen Forscher Joseph Leidy (1823-1891). Ihm hatte ein Unterkieferfund aus Natchez (Mississippi) in den USA vorgelegen. Dass es sich um einen Löwen handelte, war die erste und richtige, doch nicht die letzte Vermutung.

1941 beschrieb der amerikanische Paläontologe George Gaylord Simpson (1902-1984) ein solches Skelett als das eines Riesenjaguars. Damit setzte er einen Irrtum in die Welt, der erst 1971 korrigiert wurde, als der russische Forscher Nikolai Vereshchagin und der Mainzer Zoologe Helmut Hemmer unabhängig voneinander zu dem Schluss kamen, dass diese „nordamerikanische Pantherkatze“ doch ein Löwe sei.

Der riesige Amerikanische Höhlenlöwe war rund zehn Zentimeter länger als die größten Löwen Europas, die im Eiszeitalter vor etwa 700.000 bis 300.000 Jahren existierten. Dabei handelte es sich um den so genannten Mosbacher Löwen, der nach ca. 600.000 Jahre alten Funden aus dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich in Deutschland bezeichnet ist.

Der Mosbacher Löwe (Panthera leo fossilis) wurde 1806 von dem Mainzer Paläontologen Wilhelm von Reichenau (1847-1925) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Er hatte Funde aus Mosbach bei Wiesbaden und Mauer bei Heidelberg untersucht und sie richtigerweise einer fossilen Unterart des Löwen zugeordnet. Räuberische Zeitgenossen des Mosbacher Löwen waren Säbelzahnkatzen (früher Säbelzahntiger genannt), Europäische Jaguare, Leoparden und Geparden.

Aus dem mit Schwanz maximal 3,60 Meter langen Mosbacher Löwen gingen im Eiszeitalter vor ungefähr 300.000 Jahren die Europäischen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) hervor. Diese Raubkatze wurde 1810 von dem damals in Erlangen arbeitenden Arzt und Naturforscher Georg August Goldfuß (1782-1848) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Ihm hatte ein Schädelfund aus der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern) vorgelegen.

Der Europäische Höhlenlöwe hatte eine Gesamtlänge bis zu 3,20 Metern, wovon rund 1 Meter auf den Schwanz entfiel. Damit war er zwar nicht mehr so groß wie sein riesiger Vorgänger, der Mosbacher Löwe, übertraf aber immer noch merklich die Maße heutiger Löwen in Afrika.

Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gehören zu den Bundesländern in Deutschland, in denen die meisten Reste von Europäischen Höhlenlöwen entdeckt wurden. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin.

Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der erwähnten Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth in Bayern. Dort barg man Reste von rund 30 Höhlenlöwen. Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren der Erde entdeckt wurden. Sie entstanden in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren.

Ernst Probst veröffentlichte kürzlich auch die Taschenbücher „Der Ur-Rhein“, „Säbelzahnkatzen“ und „Der Höhlenbär“.

Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei „GRIN“:
http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen

















Interview mit dem österreichischen Paläontologen Dr. Alexander Lukeneder (Foto oben) - Kurator Mesozoikum, Geologisch-Paläontologische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien (NHM) -, der ein Wissenschaftlerteam leitet, das in den kommenden drei Jahren eine der größten Krisen in der Erdgeschichte erforscht. Hauptmitarbeiterin bei diesem Projekt ist M.Sc. Susanne Mayrhofer vom NHM.

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Frage: Herr Dr. Lukeneder, wie in den Medien zu lesen ist, erwarten Sie und Ihr Team neue und interessante Erkenntnisse über das große Massensterben in den Meeren der Triaszeit vor etwa 220 Millionen Jahren? Weiß man bereits, wodurch dieser weltweite Zusammenbruch der marinen Ökosysteme ausgelöst wurde?

Antwort: Lange Zeit galten auch in der Wissenschaft Meeresspiegelschwankungen als Hauptgründe für das Absterben von Rifforganismen während der Karnischen Krise. Heute gehen wir von mehreren möglichen Ursachen aus. Wärmeres und humideres (also feuchteres) Klima gilt als gesichert. Das wiederum bedeutet, durch die Abregnung, erhöhten Nährstoffeintrag in die Randmeere (Küste, Flachwasser) und durch die enorme Menge an Süßwasser eine Änderung der Salinität in den betroffenen Bereichen. Was wie man auch heute weiß, ist ja gerade die Salinität (Salzgehalt) ein bedeutender Faktor für die Verbreitung von marinen Lebewesen und nicht alle Organismen können sich auf eine Änderung der Salinität einstellen. Die Umstellung in der Salinität und einen erhöhten terrigenen Einfluss (Sedimenteintrag vom Land) kann man zur Zeit der Karnischen Krise vor rund 225 Millionen Jahren gut in den Sedimentgesteinen (tonige Sedimente, Sandsteine etc.), welche um die gesamte Tethys abgelagert wurden, nachweisen.
Primär ursächlich, aber noch diskutiert, für diese Erwärmung könnte der Zerfall von Pangaea zusammen mit den Orogenen Indonesiens und der Schliessung der Paläotethys gewesen sein.
Diese Aktivitäten haben zu vermehrtem Vulkanismus geführt, was wiederum zu vermehrtem Ausstoß von CO2 führte, und so nach heutigem Wissen erheblich die Temperatur erhöhte.

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Frage: Das Massensterben in den Meeren ereignete sich im Karn, einer Stufe der Triaszeit, und wird deswegen Karnische Krise genannt. Welche Tiergruppen waren davon besonders betroffen?

Antwort: Besonders traf es die Flachwasserorganismen wie Korallen, Stachelhäuter (Seeigel etc.), Bryozoen, Algen und Schwämme, aber eben auch die Ammoniten, welche ja etwas tiefere Meereszonen bewohnten.

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Frage: War diese Karnische Krise auch auf dem Festland spürbar, wo damals schon frühe Dinosaurier lebten?

Antwort: Ja, auch die Tetrapoden wurden dezimiert und die Landpflanzen- Vergesellschaftungen änderten sich. Bei den Tetrapoden spricht man von einem Rückgang 4 aus 6 Familien, die es betraf.

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Frage: Sie und Ihr Wissenschaftlerteam mit Experten aus acht Ländern erforschen die Karnische Krise im Taurus-Gebirge in Anatolien (Türkei). Welche Spuren hat das Massensterben vor 225 Millionen Jahren dort hinterlassen?

Antwort: Nach dem drastischen Absterben der Plattformen und Riffe kam es zu einem Massensterben von Ammoniten der Gattung Orthoceltites. Die nahezu schwarzen Kalke, in welchen sich bis zu 200 Millionen Ammoniten befinden, wurden direkt über den Plattformsedimenten abgelagert. Nach diesem „Event“ wurde das Becken sehr tief und Flysch-artige Sedimente des tieferen Wassere wurden abgelagert. Wie lange es dauerte, um solche Massen von Ammoniten abzulagern und wie es zu solchen Massenansammlungen kommen konnte, wird untersucht. Die Dauer der Karnischen Krise wird ja circa mit 2-3 Millionen Jahren veranschlagt. Man stelle sich das auf heutige Zeiten umgerechnet vor.

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Frage: Im Laufe der Erdgeschichte gab es mehrfach globale Massensterben in den Meeren und auf dem Festland. Kann sich etwas Derartiges auch in der Gegenwart oder Zukunft wiederholen?

Antwort: So etwas kann sich natürlich immer wiederholen. Zum Beispiel durch einen Meteoriteneinschlag wie schon „oft“ in der Erdgeschichte. Der Sternenhimmel wird jedoch so gut untersucht und gescannt, dass das wahrscheinlich nicht in nächster Zeit passieren dürfte. Langfristige Veränderungen wie großräumiger Vulkanismus etc., die zu solchen Krisen führen könnten, sind zur Zeit nicht in Sicht. Wie sich jedoch die Methaneisfelder an den Schelfen der Meere in der Zukunft, bei zum Beispiel weiterer Erderwärmung verhalten, ist noch ungewiss.

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Frage: Momentan wird viel über eine befürchtete Klimaerwärmung und oft über Klimaschutz gesprochen. Vergisst man dabei, dass sich das Klima im Laufe der Erdgeschichte immer wieder geändert hat und auch künftig ändern wird?

Antwort: Die Klimaerwärmung ist da und wird noch fortschreiten, auch dann, wenn man jetzt Schnee sieht, wenn man aus dem Fenster schaut. Alle Berichte, ob von der Arktis, der Antarktis, ja von jedem Gletscherinstitut sprechen klar für eine Erwärmung. Und zwar schneller, als uns das lieb sein kann. Geändert hat sich das Klima im Laufe der Erdgeschichte immer wieder und auch künftig wird es sich ändern, das tröstet aber nur wenig, wenn wir sozusagen die Natur überholen.

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Frage: Vor rund 10.700 Jahren ging das letzte Eiszeitalter zu Ende. Darauf müsste doch eigentlich eine Warmzeit folgen und danach wieder irgendwann eine Kaltzeit? Oder ist dieser natürliche Klimawandel nicht mehr wirksam?

Antwort: Es läuft eigentlich, wie es in der Erdgeschichte immer lief. Einfach ausgedrückt, auf warm folgt kalt. Der Mensch kann nur in gewissem Maße die Richtung etwas beschleunigen, der Erde ist das aber im wahrsten Sinne des Wortes egal. Der Mensch wird sich halt was einfallen lassen müssen.

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Frage: Sie sind einer der wenigen Wissenschaftler, denen es gelungen ist, vom österreichischen FWF, dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, als Projektleiter für zwei große Projekte bestimmt zu werden. Worum geht es bei Ihrem anderen großen Forschungsprojekt?

Antwort: Bei meinem zweiten FWF-Projekt geht es um das Klima und die Umwelt zur Kreidezeit in den Dolomiten Südtirols. Ein Zeitraum von circa 140-110 Millionen Jahren wird dabei in all seinen Details untersucht. Seit nun 2 Jahren forschen dort mit modernsten Methoden an die 20 Wissenschafter/innen aus 10 Nationen an verschiedenen Problemstellungen. Isotopen-Analysen, Geochemie und Paläomagnetik sind nur einige Beispiele der Methodik. Natürlich werden auch viele Makro-, Mikro- und Nanno-Fossilgruppen untersucht. Besonders eng arbeiten wir dabei mit dem Naturmuseum Südtirol in Bozen zusammen.

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Frage: Kann die Paläontologie, die Lehre vom Leben in der Urzeit, wertvolle Antworten auf Fragen über die Klimaentwicklung der Zukunft geben?

Antwort: Vergleiche sind natürlich immer möglich. Man darf jedoch auch bei aller Euphorie nicht vergessen, dass manche Parameter in der Erdgeschichte einfach andere waren. So zum Beispiel der Sauerstoffgehalt der Luft (zeitweise um das 10-fache erhöht) oder der CO2 Gehalt der Luft (durch Vulkanismus). Das CO2 stellt natürlich auch in heutiger Zeit ein Mega-Problem für die Zivilisation dar, das ist korrekt. Dieses Problem ist allerdings hausgemacht.

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht hat und das Weblog http://internet-zeitung.blogspot.com betreibt

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Kontakt:
Dr. Mag. Alexander LUKENEDER
Kurator - Mesozoikum
Geologisch-Paläontologische Abteilung
Naturhistorisches Museum Wien
Burgring 7
A-1010 Wien
e-mail: alexander.lukeneder (at) nhm-wien.ac.at
Tel: 521777/251
Homepage: http://www.nhm-wien.ac.at/NHM/Geolog/lukeneder.htm












Dr. Alexander Lukeneder bei der Analyse

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Internationale Spitzenforschung am Naturhistorischen Museum in Wien

Dr. Alexander Lukeneder forscht seit Januar 2010 parallel an zwei internationalen FWF-Projekten.

Dr. Alexander Lukeneder ist es dabei als einem der wenigen Wissenschafter gelungen, vom österreichischen FWF, dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, als Projektleiter eines weiteren Projektes bestimmt zu werden.

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Das große Massensterben in der Trias vor 220 Millionen Jahren

Wien (natur-und-umwelt) - Ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Alexander Lukeneder vom Naturhistorischen Museum Wien wird in den kommenden 3 Jahren, im Rahmen eines FWF-Forschungsprojektes (FWF P22109-B17), das Hinterland der Türkei und eine der größten Krisen in der Erdgeschichte, die Karnische Krise, erforschen. Dabei werden mit M.Sc. Susanne Mayrhofer (NHMW) auch 16 internationale und nationale Wissenschafter zusammenarbeiten. Neue und interessante Einblicke in eine der größten Krisen der Erdgeschichte werden erwartet wobei die neuesten Forschungsmethoden zum Einsatz kommen (Isotopenanalyse, Spektralanalyse, Geochemie etc). Alexander Lukeneder ist zur Zeit als Projektleiter zweier FWF Projekte unterwegs. Zum einen erforscht er mit einem internationalen Team (16 Wissenschafter aus 8 Nationen) die Karnische Krise, eine der größten Krisen in der Erdgeschichte vor 220 Millionen Jahren, in der Türkei (Anatolien, Taurus). Vor rund 220 Millionen Jahren in der Trias Zeit kam es zu einem weltweiten Zusammenbruch der marinen Ökosysteme. Schwer betroffen und nahezu an den Rand des Aussterbens gebracht, waren dabei die damaligen „Herrscher der Meere“, die Ammoniten. Zu Millionen starben sie und wurden in Meeresbecken des Tethys-Ozeans abgelagert. Diese Massensterben sind heute in bis zu 1 Meter mächtigen Ammoniten-Kalkbänken überliefert und bergen über 200 000 000 Millionen !!! Ammoniten in sich. Aber auch Muscheln waren vom Absterben der Riffsysteme in der oberen Trias betroffen. Ihre Schalen bildeten am Meeresboden dichte Lagen. Heute sind sie durch Gebirgsbildung auf 1000 Meter Höhe im Taurus-Gebirge zu finden. Im tiefen Meeresbecken fehlte durch die Verwesung der großen Mengen an Muschel- und Ammonitenkadavern bald der Sauerstoff. Das Meer wurde anoxisch. Diese einschneidende Krise im marinen Bereich ist weltweit als die „Karnische Krise“ bekannt. Auf der ganzen Welt von Europa, über Indien bis nach Amerika kann diese Ökokatastrophe nachgewiesen werden. So auch im Herzen des Taurus-Gebirges, wo diese markante Phase nun aufgespürt werden konnte. Als Gründe für diese globale Wende scheinen eine deutliche Erwärmung und das Einsetzen eines feuchten Monsun-Klimas in Frage zu kommen.
Zum anderen leitet Dr. Alexander Lukeneder ein Forscherteam in den Dolomiten Südtirols. In den Dolomiten (UNESCO-Weltkulturerbe), versuchen die Wissenschafter (22 Wissenschafter aus 7 Nationen) das Klima und Leben der Kreidezeit vor rund 140 bis 90 Millionen Jahren zu entschlüsseln. In beiden Projekten finden weitreichende internationale Kooperationen wie dem Naturhistorischen Museum Wien, dem Naturmuseum Südtirol, der Universität Wien (Paläontologisches und Geologisches Institut), der Technischen Universität Wien, der Firma Mathconsult in Linz, dem Türkischen MTA und viele anderen internationalen und nationalen Institutionen statt.
Die gesammelten Fossilien beider Projekte werden in der Schausammlung des Naturhistorischen Museums Wien ausgestellt und die Ergebnisse in Vorträgen präsentiert, wie auch am Sonntag den 2. Mai am Naturhistorischen Museum (11.00 Vortrag, 14.30 Führung, Dr. Alexander Lukeneder).













Bedampfte Ammoniten aus der Türkei

Titel des Projektes: 3D MODELLING OF THE CARNIAN CRISIS

Tracing the Genesis and History of a Triassic Ammonite Mass-Occurrence (Taurus, Turkey)
Ammonite mass mortality as proxy for the Carnian Crisis (Carnian Pluvial Event)

Modern technologies of a unique section, with 200 000 000 !!! ammonite specimens


Wissenschaftliche Zusammenfassung

Die Ober-Trias im Gesamten und die Karnische Stufe im Speziellen wurden von einer der umfangreichsten ökologischen Krisen des Mesozoikums heimgesucht, der Karnischen Krise (= Carnian Pluvial Event), wobei die karbonatischen Plattformen abstarben und mit ihnen verschwanden die meisten Riffbildner. Die zu untersuchende Orthoceltites Vergesellschaftung (Ammoniten, Cephalopoden) wurde während der Karnischen Krise an der Grenze der Kartoz- und Kasimlar-Formation (Anatolien, Türkei) abgelagert und kann als Mandat für die Umweltbedingungen dieser Zeit und der biologischen Krise im Karnium fungieren. Zu erwähnen ist, dass bis heute die genaue Ursache der Karnischen Krise unter heftiger Diskussion steht. Die Hauptthematiken des eingereichten Projektes sind die paläoökologische, paläobiogeographische, litho-, zyklo- und magnetostratigraphische Entwicklung des Ober-Trias (Karnium) Ammoniten-Massenvorkommens an der Lokalität Asagiyaylabel (Türkei), gebildet zur Zeit der Karnischen Krise. Dieses Gebiet ist eine Schlüssel-Lokalität im Taurus-Gebirge und hat eine verbindende und zwischengelagerte Position. Zur Zeit der Ober-Trias lag das Gebiet an der Westspitze des Kimmerischen Systems und wies Verbindungen zu beiden, dem Neo-Tethys und dem Paläo-Tethys Ozean, auf. Neue Einsichten in die Taxonomie und die Paläoökologie der untersuchten Ammoniten und den dazugehörigen Makro- und Mikrofossilien werden erwartet. Die massenhaften Ammoniten Orthoceltites, mindestens 200 000 000 Millionen !!! Exemplare, werden als Vertreter einer neuen Art angesehen. Weitere Themen der Untersuchungen sind die ursprüngliche Position und die Umweltbedingungen des Ablagerungsraumes bei Asagiyaylabel im Taurus-Gebirge. Die Bildung der Ammoniten-Lagen ist entweder autochthon oder allochthon (transportiert) begründet. Resultate der 3D-Modellierungen sind grundlegend für die geodynamischen, paläoozeanographischen und paläobiologischen Schlussfolgerungen. Das führt weiter zur Fragestellung der ursprünglichen Wassertiefen während der Bildung des Ammoniten Massenvorkommens. Ein Ziel dieses „multitasking“ Projektes ist es, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftsparten wie der „Structural Processes Group“ und der „Geometric Modelling Group“, zu unterstreichen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaften ist in modernen Zeiten essenziell. Statistische Analysen der Orientierung (z.B. Imbrikation) der Ammoniten-Schalen kann auf Strömungen oder Transport-Richtungen hinweisen. 3D-Modellierung von Kalzit-Zementen (fossile Wasserwaagen) und diagenetisch gebildeten Kalzit-Adern, welche die Ammoniten durchbrechen, komplettieren die geometrischen Rekonstruktionen and werfen Licht auf biostratinomische (vor Einbettung) und folgende diagenetische (nach Einbettung) Prozesse. Die Kombination von Analysen verschiedener Fossilgruppen, in Verbindung mit Isotopen, der Magneto- und Zyklostratigraphie sowie geochemischen Daten, wird helfen Details der Ober-Trias und der Krisen des Mesozoikums zu lösen. Meeresspiegelschwankungen und Klimaänderungen können deutlicher erscheinen und der „Motor“ hinter einem solchen Niedergang besser verstanden werden. Untersuchungen an Lokalitäten wie Asagiyaylabel können als Lösungsansatz für die Karnische Krise dienen.

















Sicht auf Asagiyaylabel (Türkei)

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Kontakt:
Dr. Mag. Alexander LUKENEDER
Kurator - Mesozoikum
Geologisch-Paläontologische Abteilung
Naturhistorisches Museum Wien
Burgring 7
A-1010 Wien
e-mail: alexander.lukeneder 8at) nhm-wien.ac.at
Tel: 521777/251
Homepage: http://www.nhm-wien.ac.at/NHM/Geolog/lukeneder.htm
Fotos: Alexander Lukeneder
  Wed, 27 Jan 2010 08:57:00 +0100


Video: "Reconstrucción del tigre "dientes de sable" Paramachairodus" von "SmartPlanet" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=m9YnTR6He9I

Madrid (natur-und-umwelt) – Einer der ganz Großen in seiner Zunft ist der spanische Künstler Mauricio Antón aus Madrid. Seine detailgetreuen Bilder prähistorischer Raubkatzen in dem Prachtbuch „The big cats and their fossil relatives“ haben Natur-, Tier- und Katzenfreunde in aller Welt entzückt. In diesem von dem englischen Wissenschaftler Alan Turner aus Liverpool und Mauricio Antón veröffentlichen Werk sind Motive zu bewundern, die man ansonsten sehr selten oder sogar nirgendwo sieht. Zum Beispiel eine Zeichnung, auf der man die große Säbelzahnkatze Machairodus und die kleine Dolchzahnkatze Paramachairodus zusammen erblickt oder Raubkatzen bei der Jagd auf bestimmte Beutetiere. Der erwähnte Titel ist aber nur eine von vielen Publikationen, die Antón optisch bereichert hat.

Wer sich für Mauricio Antón und seine Kunstwerke interessiert, für den ist http://www.mauricioanton.com eine sehr gute Adresse im Internet. Dort ist in spanischer und in englischer Sprache viel Interessantes über diesen renommierten Künstler nachzulesen. Außerdem kann man viele gelungene Beispiele seiner Schöpfungen sehen. Besonderer Clou ist ein sehenswerter Videoclip. Der vielseitige spanische Künstler hat auch zahlreiche Digital-Modelle längst ausgestorbener Lebewesen – wie Säbelzahnkatzen, Mammute und Urmenschen - geschaffen

Bestellungen des englischsprachigen Buches „The big cats and their fossil relatives“ bei:
http://www.amazon.de/Big-Cats-Their-Fossil-Relatives/dp/0231102291/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1238507091&sr=8-1

Etliche von Mauricio Antón angefertigte Zeichnungen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen findet man auch in dem deutschsprachigen Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Dieser Titel ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und in rund 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Bestellungen bei „GRIN“ (Taschenbuch oder E-Book) unter der Adresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen im Internet.
Berlin (natur-und-umwelt) - Im Winter benötigen viele Vogelarten unsere Hilfe. Doch nicht nur an die Winterfütterung sollte man in der kalten Jahreszeit denken, auch die Nistkästen sollte man jetzt schon aufhängen. Zwar beginnt die Brutzeit erst im Frühjahr, doch viele Vogelarten nutzen die angebotenen Nistkästen bereits im Herbst und Winter als Schlafplatz und sichern sich so eine Wohnung für das kommende Brutgeschäft. Wer den gefiederten Gesellen in seinem Garten Nisthilfen bietet, tut nicht nur etwas für den Vogelschutz, sondern kann sie auch das ganze Jahr über bei der Balz, beim Nestbau und bei der Aufzucht ihrer Jungen beobachten. Doch welche Vogelart braucht welchen Nistkasten? Und wo sollten die Nistkästen für Sperling, Blaumeise, Hausrotschwanz oder Star angebracht werden und wie werden sie betreut und gepflegt?

Gerhard Föhr gibt in seinem Buch "Nistkästen und Vogelschutz" kompetente Antworten auf diese Fragen und bietet für handwerklich Begabte eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bau eines Nistkastens sowie eine Adressenliste für den Bezug von Nisthilfen und Futtergeräten. Außerdem gibt er Tipps für die Winterfütterung und einen spannend zu lesenden Abriss über die Geschichte des Vogelschutzes und die Entwicklung der Nistkästen mit vielen historischen Fotos.

Ausführliche Informationen zum Buch sowie eine Leseprobe findet man unter der Internetadresse:
http://www.neuebrehm.de/texts/webs_n.php?titlnr=3-89432-909-2&wseite=1,
wo man den Titel auch gleich bestellen kann. Genauso gut kann man aber auch anrufen
(Telefon: 0049 (0) 39204 85016) oder eine E-Mail schreiben (vertrieb@westarp.de).

Biologinnen oder Biologen in Forschung oder Naturschutz, die eine Plattform suchen, auf der sie ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen können, dürfen dies aktiv auf Brehmspace unter der Adresse http://brehmspace.de.
















Taschenbuch „Adlerschrei und Zitronenfalter“ (Herausgeberin: Doris Probst)

Wiesbaden (natur-und-umwelt) - Gedichte berühmter Schriftsteller/innen über zahme, wilde, existente, ausgestorbene und fiktive Tiere präsentiert Doris Probst aus Wiesbaden in dem von ihr herausgegebenen Taschenbuch „Adlerschrei und Zitronenfalter“. Der Titel erhebt nicht den Anspruch, alle Gedichte, die jemals über Tiere geschrieben wurden, zu enthalten. Er soll lediglich unterhalten und das Augenmerk von Literatur-, Natur- und Tierfreunden auf eine wenig bekannte Gattung der Lyrik lenken, nämlich Gedichte über Tiere. "Adlerschrei und Zitronenfalter" ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ als gedruckte Taschenbuch oder elektronisches E-Book im PDF-Format erhältlich. Von Doris Probst stammt auch die Taschenbuchreihe „Weisheiten und Torheiten“ mit Aphorismen über das Alter, die Arbeit, Ehe, Frauen, Fußball, Kinder, Liebe, Männer, Medien und Mütter. Einzeltitel sind ebenfalls bei „GRIN“ sowie in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich.

Bestellungen des Taschenbuches "Adlerschrei und Zitronenfalter" bei:
http://www.grin.com/e-book/112731/adlerschrei-und-zitronenfalter-gedichte-ueber-tiere

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Die Herausgeberin Doris Probst

Doris Probst, geborene Baumbauer, wurde 1947 in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) geboren. Sie interessiert sich für Literatur und Musik und malt gerne. Seit 1983 lebt sie in Mainz-Kostheim im Stadtkreis Wiesbaden (Hessen). Von ihr stammen die Bücher "Adlerschrei und Zitronenfalter. Gedichte über Tiere" sowie "Weisheiten und Torheiten über das Alter", "Weisheiten und Torheiten über die Arbeit", "Weisheiten und Torheiten über die Ehe", "Weisheiten und Torheiten über Frauen", "Weisheiten und Torheiten über Kinder", "Weisheiten und Torheiten über die Liebe", "Weisheiten und Torheiten über Mütter" sowie "Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball" und "Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien" (letztere zwei Titel zusammen mit Ernst Probst).











Bekannter Höhlenbären-Fundort: die Zoolithen-Höhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Alb (Fränkische Schweiz)

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Leseprobe aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst:

Annähernd 99 Prozent der Höhlenbärenknochen sind in Höhlen oder seltener in Felsspalten, bei denen es sich möglicherweise um Relikte früherer Höhlen handelt, gefunden worden. Nur ausnahmsweise kamen solche Knochen auch anderswo, beispielsweise in Schottern, zum Vorschein. Trotzdem hat der Höhlenbär sein Leben nicht ausschließlich in Höhlen verbracht.
Der Höhlenbär war ebenso wie der Höhlenlöwe und die Höhlenhyäne kein nur im Dunkel unterirdischer Verstecke lebendes Tier, wie der Name vermuten lassen könnte, schrieb der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Buch „Deutschland in der Urzeit“ (1986). Höhlen dienten dem Höhlenbären vor allem als Winterschlafplatz, Wurfplatz und Sterbelager. In der warmen Jahreszeit suchte der Höhlenbär bei Tageslicht im Freien nach Kräutern, Beeren und anderen Früchten und verschmähte auch kleine Säugetiere nicht, deren er habhaft werden konnte.
Die flachen und vielhöckrigen Backenzähne des Höhlenbären deuten darauf hin, dass er fast ausschließlich vegetarisch gelebt hat. Diese Annahme wird durch Erkenntnisse gestützt, die Wissenschaftler bei der Untersuchung von Bärenkot in der Salzofenhöhle im Toten Gebirge in Österreich gewannen. Demnach fraßen diese Bären Gräser und Wiesenpflanzen. Pollen bestimmter Pflanzenarten belegten sogar, dass die Höhlenbären auch den Honig wilder Bienen zu schätzen wussten.
Was die Paläontologen zunächst verblüffte, waren die riesigen Knochenansammlungen von Höhlenbären, die man in zahlreichen Höhlen fand. So wurden in der Drachenhöhle bei Mixnitz an der Mur in der Steiermark etwa 200 Tonnen Höhlenbärenknochen, die Überreste von mindestens 30.000 Individuen, geborgen und von Wissenschaftlern der Universität Wien untersucht. Den durch die Knochen und Fledermausexkremente stark phosphorisierten Höhlenlehm baute man zu Düngezwecken ab.
Auch in Deutschland gab es zahlreiche Fundplätze von Höhlenbären. Solche Reste wurden in Höhlen der Schwäbischen Alb, der Fränkischen Alb (Fränkische Schweiz), des Sauerlandes, des Bergischen Landes, des Lahn-Dill-Gebietes, der Eifel und des Harzes bekannt. Der Lehm der Bärenhöhle von Erpfingen auf der Schwäbischen Alb etwa wurde regelrecht mit Höhlenbärenknochen gespickt.
Bereits 1774 wurden in der Burggaillenreuther Zoolithenhöhle neben Vielfraß- und Menschenknochen auch Höhlenbärenskelette geborgen, die an Museen in aller Welt abgegeben wurden. In einem erst 1971 entdeckten Teil der Zoolithenhöhle fand man weitere unzählige Höhlenbärenknochen. Die in der Petershöhle bei Velden nahe Hersbruck (Mittelfranken) überlieferten Höhlenbärenüberreste dürften von schätzungsweise 1.500 bis 2.000 Tieren stammen.
Weil es im Winter nur wenig pflanzliche Nahrung gab, mussten die Höhlenbären gleichmäßig temperierte Höhlen als Quartier nutzen. Trächtige Weibchen brachten während der Winterruhe ihre Jungen zur Welt. Dank der im Herbst gespeicherten Fettvorräte konnten sie ihren Nachwuchs in den ersten Wochen säugen.
Auffallend ist die ungemein große Variabilität der Knochenfunde dieser Tiere. Sie deutet darauf hin, dass die Individuen im Gegensatz zu denen der meisten anderen Arten sehr lokal gefunden waren und die Bestände untereinander wenig Kontakt hatten.
Erklärbar werden die zahlreichen Funde von Höhlenbärenknochen dadurch, dass die Höhlen von den Bären viele Jahrtausende lang immer wieder im Winter bewohnt wurden. Wenn zum Beispiel innerhalb von 10.000 Jahren im Durchschnitt alle zehn Jahre ein Höhlenbär in einer bestimmten Höhle starb, hätte man nach Ablauf dieser Zeitspanne rund 1.000 Skelette mit insgesamt mehr als 300.000 Einzelknochen finden müssen.

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Bestellungen des Taschenbuches „Der Höhlenbär“ bei:
http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer
Das Taschenbuch ist in rund 1.000 Online-Buchshops – wie Amazon, Bol.,de, Buch.de, GRIN und Libri – sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.
  Sun, 10 Jan 2010 09:13:00 +0100













Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Kryptozoologie ist - neben Paläontologie, Archäologie, Anthropologie, Natur, Wissenschaft sowie Biografien berühmter Frauen und Männer - eines der Themen mit denen sich der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst befasst. Er glaubt zwar selbst nicht an die Existenz von Affenmenschen oder Seeungeheuern, die versteckt irgendwo auf der Erde leben, will aber auch nicht ausschließen, dass noch spektakuläre unbekannte Tierarten entdeckt werden. Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de sind folgende Titel von Ernst Probst über Kryptozoologie erschienen:

Affenmenschen
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7595928/ernst_probst_affenmenschen_3640125908.html

Das Einhorn
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7368248/ernst_probst_das_einhorn_3638636860.html

Der Drache
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363303/ernst_probst_der_drache_3638933717.html

Monstern auf der Spur
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363297/ernst_probst_monstern_auf_der_spur_3638934705.html

Riesen
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7363305/ernst_probst_riesen_3638934144.html

Seeungeheuer
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7618799/ernst_probst_seeungeheuer_3640129830.html

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Als Kryptozoologie bezeichnet man – laut Online-Lexikon „Wikipedia“ ein Gebiet der Zoologie, das vor dem Menschen verborgene Tiere aufspürt und erforscht. Sie wurde um 1950 von dem belgischen Zoologen und Publizisten Bernhard Heuvelmans begründet. Kryptozoologie gilt als ein Zweig der Kryptobiologie. Man unterteilt sie unter anderem in die Dracontologie, die sich mit Wasserkryptiden (wie Nessie, Champ, Chessie, Nahuelito, Ogopogo), befasst, die Hominologie, die sich mit Affenmenschen (Alma, Bigfoot, Yeren, Yeti, Yowie) befasst und die Mythologische Kryptozoologie, welche die Entstehungsgeschichte von Fabelwesen (Drachen, Einhörner) erforscht.

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Weitere Taschenbücher von Ernst Probst:

Rekorde der Urmenschen
http://www.libri.de/shop/action/quickSearch?searchString=Rekorde+der+Urmenschen

Rekorde der Urzeit
http://www.libri.de/shop/action/quickSearch?searchString=Rekorde+der+Urzeit

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Ernst Probst veröffentlichte mehr als 30 Bücher. Bekannte Werke: Deutschland in der Urzeit, Deutschland in der Steinzeit, Deutschland in der Bronzezeit, Dinosaurier in Deutschland (zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx, Der Ur-Rhein, Höhlenlöwen, Säbelzahnkatzen, Der Höhlenbär.

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Weblogs zum Thema:

Affenmenschen-Blog
http://affenmenschen-blog.blogspot.com

Drachen-Welt
http://drachen-welt.blogspot.com

Kryptozoologie-Kino
http://kryptozoologie-kino.blogspot.com

Monsterfilme
http://monster-welt.blogspot.com

Nessie-Zeitung
http://nessie-zeitung.blogspot.com












Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Autor eines Taschenbuches über Säbelzahnkatzen

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Frage: Herr Probst, wie kamen Sie auf die Idee, ein Taschenbuch über Säbelzahntiger zu schreiben?

Antwort: Bei den Recherchen für mein Taschenbuch über Höhlenlöwen bin ich immer wieder auf Hinweise über das gleichzeitige Vorkommen von Löwen aus dem Eiszeitalter und Säbelzahntigern gestoßen. Zudem lebe ich in einer Gegend, in der vor rund 600.000 Jahren löwengroße Säbelzahntiger jagten, wie Funde aus den Mosbacher Sanden in Wiesbaden nahe meines Wohnortes beweisen.

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Frage: Wobei handelt es sich bei den Säbelzahntigern aus der Gegend von Wiesbaden?

Antwort: Die Fossilien aus den Mosbach-Sanden in Wiesbaden stammen von der Säbelzahntiger-Art Homotherium crenatidens. Dieser Säbelzahntiger hatte eine Schulterhöhe bis zu 1,10 Meter und eine Gesamtlänge inklusive kurzem Schwanz von maximal 1,90 Metern. Männliche Tiere dieser Art sollen bis zu 400 Kilogramm schwer gewesen sein. Bei den Mosbacher Sanden handelt es sich um Flussablagerungen, die nach dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt sind.

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Frage: Welche Fundorte von Säbelzahntigern aus dem Eiszeitalter gibt es noch in Deutschland?

Antwort: Säbelzahntiger der Gattung Homotherium kennt man auch aus Untermaßfeld bei Meiningen und Voigtstedt im Harzvorland (Thüringen), Neuleiningen bei Grünstadt (Rheinland-Pfalz), Mauer bei Heidelberg und Steinheim an der Murr (Baden-Württemberg), Randersacker bei Würzburg (Bayern). Diese Funde werden zwei unterschiedlich großen Arten von Homotherium zugerechnet. Die ältere und größere Art lebte bis vor rund 300.000 Jahren und heißt Homotherium crenatidens, die kleinere und jüngere Art existierte danach und heißt Homotherium latidens. Letztere ist aus Steinheim an der Murr bekannt.

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Frage: Welche Raubkatzen gab es im Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren in Deutschland?

Antwort: Nach den Funden aus den Mosbach-Sanden in Wiesbaden zu schließen, lebten damals außer dem Säbelzahntiger Homotherium crenatidens auch riesige Mosbacher Löwen (Panthera leo spelaea), Europäische Jaguare (Panthera onca gombaszoegensis) und Geparden (Acinonyx pardinensis). Der Mosbacher Löwe war mit einer Gesamtlänge von bis zu 3,60 Metern der größte Löwe in Deutschland und Europa. Er wurde nur noch von dem Amerikanischen Höhlenlöwen (Panthera leo atrox) zwischen etwa 100.000 und 11.700 Jahren um rund 10 Zentimeter Länge übertroffen. Durch einen Fund aus Mauer bei Heidelberg weiß man, dass vor ungefähr 600.000 Jahren in Deutschland auch Leoparden (Panthera pardus sickenbergi) existierten. Damals herrschten in Deutschland klimatische Verhältnisse wie heute in Afrika. Im Rhein schwammen Flusspferde und an seinem Ufer lebten Elefanten, Nashörner, große Raubkatzen und Affen.

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Frage: Welche Raubkatzen musste der Säbelzahntiger Homotherium crenatidens fürchten?

Antwort: Bei einem Kampf mit einem erwachsenen Mosbacher Löwen hatte ein selbst der größte Säbelzahntiger sicherlich keine Chance. Aus den riesenhaften Mosbacher Löwen gingen vor etwa 300.000 Jahren die etwas kleineren Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) hervor, die aber immer noch etwas größer als heutige Löwen in Afrika waren.

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Frage: In der Literatur liest man heute einerseits von Säbelzahntigern, andererseits von Säbelzahnkatzen. Was ist der Grund?

Antwort: Früher sprach man nur von Säbelzahntigern. Doch dann mochten manche Wissenschaftler diese Bezeichnung nicht mehr und verwendeten den Begriff Säbelzahnkatzen. Seit einiger Zeit unterscheiden Experten zwischen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen. Auf Laien wirkt dies sehr verwirrend, zumal ein Teil der Forscher immer noch von Säbelzahntigern spricht. Nach meinen Erfahrungen können Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen nicht viel anfangen.

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Frage: Aus welcher Zeit kennt man die frühesten Säbelzahntiger in Deutschland?

Antwort: Die ältesten Reste von Säbelzahntigern in Deutschland werden der Art Machairodus aphanistus aus dem Miozän vor rund 10 Millionen Jahren zugerechnet. Diese jagte einst am Ur-Rhein in Rheinhessen, wie Funde aus Eppelsheim und am Wissberg bei Gau-Weinheim in Rheinland-Pfalz belegen, aber auch in der Gegend von Melchingen in Baden-Würrtemberg. Der Säbelzahntiger Machairodus vom Ur-Rhein wurde 1833 erstmals von dem Darmstädter Gelehrten Johann Jakob Kaup wissenschaftlich beschrieben. Ein Zeitgenosse von Machairodus aphanistus war die nur halb so große Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius, die an mehreren Fundorten in Deutschland zum Vorschein kam. Über Paramachairodus ogygius wusste man lange Zeit nicht viel, bevor in Spanien komplette Skelette entdeckt wurden. Vor zehn Millionen Jahren lebten am Ur-Rhein in Deutschland noch mindestens drei Arten von Menschenaffen sowie Rhein-Elefanten und bizarr aussehende krallenfüßige Huftiere.
In Dorn-Dürkheim (Rheinhessen) hat man Reste von Säbelzahntigern (Machairodus aphanistus) und Dolchzahnkatzen (Paramachairodus ogygius, Paramacharodus orientalis) aus dem Miozän vor etwa 8,5 Millionen Jahren ausgegraben. Damals gab es in Deutschland bereits keine Menschenaffen mehr.
Bei den Säbelzahntigern und Dolchzahnkatzen aus dem Eiszeitalter in Deutschland sind die rund 1 Million Jahre alten Fossilien aus Untermaßfeld bei Meiningen in Thüringen die geologisch ältesten Funde. Sie stammen aus einer Warmzeit, in der in Deutschland auch Flusspferde, Geparden und Pumas existierten.

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Der Wissenschaftsautor Ernst Probst veröffentlichte 2009 die Taschenbücher „Höhlenlöwen“, „Säbelzahnkatzen“ und „Der Höhlenbär“. Aus seiner Feder stammen auch die Taschenbücher „Der Ur-Rhein“, „Rekorde der Urzeit“ und „Rekorde der Urmenschen“. Diese Titel sind bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen.

Bestellungen des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" als Taschenbuch oder E-Book bei:
http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen
  Thu, 31 Dec 2009 10:26:00 +0100













Berlin (natur-und-welt) – „Das Tier ist der beste Freund des Menschen. Ohne Bello, Mauzi & Co wäre unser Leben ärmer. Damit unsere Beziehung zu den tierischen Begleitern noch schöner, noch wertvoller wird, gibt es TIER.TV.“ Mit diesen Worten stellt sich „TIER.TV“ unter der Adresse http://www.tier.tv im Internet vor.

„TIER.TV“ richtet sich – nach eigenen Angaben - an alle, die ein liebes oder manchmal freches Haustier haben. Und an alle, die mit dem Gedanken spielen, sich eines zuzulegen. „TIER.TV“ hilft bei allen Fragen zum Haustier, präsentiert die neuesten Erkenntnisse der Tiermedizin - und schaut den putzigen Gesellen beim Spielen zu.

Filmbeiträge von „TIER.TV“ kann man im Internet sehen. Dies ist ein Service für jene Zuschauer/innen, die „TIER.TV“ bisher über das Fernsehgerät empfangen konnten.
Den Live-Stream des laufenden TV-Programms von „TIER.TV“ findet man hier: http://www.tier.tv/video/livestream/ - Im Videobereich http://www.tier.tv/video kann man alle Sendungen des Programms von „TIER.TV“ einzeln auswählen und ansehen.

„TIER.TV“ läuft als Programmfenster täglich auf „TV.Berlin“, dem Hauptstadtsender. Die genauen Sendezeiten findet man unter der Internetadresse: http://www.tvb.de/programm.html
  Tue, 29 Dec 2009 16:15:00 +0100













Wiesbaden (natur-und-umwelt) - In den Süßwasserseen von Rheinland-Pfalz schwammen im älteren Abschnitt der Permzeit vor etwa 290 Millionen Jahren neben bis zu 3 Meter langen Süßwasserhaien und maximal 2 Meter großen Lurchen auch kleine Amphibien (Saurier), die nur die Länge eines menschlichen Fingers erreichten. Die nur wenige Zentimeter messenden Amphibien werden wegen ihrer Kiemenbündel zu den Branchiosauriern (Kiemensaurier) gerechnet. Prachtstücke solcher Saurier aus der Rotliegendzeit, die nach der typischen Gesteinsfarbe jenes Zeitabschnittes benannt ist, sind im Paläontologischen Museum Nierstein zu bewundern.

Fossile Reste von Branchiosauriern wurden bis 1986 in Rheinland-Pfalz gerne von Sammlern gesucht, geborgen und präpariert. Doch dann hat man in jenem Jahr die Fundstätten der kleinen Saurier sowie anderer Fossilien in Rheinland-Pfalz geschützt. Seitdem sind von den uralten Sauriern aus der Permzeit keine Neufunde mehr zu erwarten.

Trotzdem tauchen im Fossilienhandel, bei Fossilienbörsen, in Online-Shops und in Internet-Auktionshäusern immer wieder erstaunlich gut erhaltene Branchiosaurier auf. Dabei handelt es sich um Altfunde vor 1986, die bis vor kurzem in Privatsammlungen oder in Lagern von Fossilienhändlern aufbewahrt wurden und jetzt wieder in den Markt gelangten, erklärt der Wissenschaftsautor Ernst Probst, der bis Ende 2006 als Fossilienhändler aktiv war.

Die Besitzer von Branchiosauriern geben ihre Exemplare aus sehr unterschiedlichen Gründen ab. Manchmal haben die Kinder eines Sammlers, der in jungen Jahren Fossilien suchte und barg, kein Interesse an diesen Zeugen der Erdgeschichte. Dann verkaufen entweder die ins Rentenalter gekommenen Sammler oder ihre Erben die Branchiosaurier. Manche Sammler geben im Alter auch selbst ihr Hobby auf oder wollen Dubletten loswerden oder in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie den gegenwärtigen die Haushaltskasse aufbessern.

An manchen Branchiosauriern sind interessante Details wie Zähne, Hautschatten des Körpers und des langen Schwanzes, Kiemenbündel und Extremitäten mit vier oder fünf Fingern zu erkennen. Auf etlichen Platten liegen sogar zwei oder mehr Branchiosaurier, was sich in merklich höheren Preisen niederschlägt. Besonders häufig wechseln Branchiosaurier der Art Apateon pedestris den Besitzer, die 1844 von dem verdienstvollen Wirbeltierpaläontologen Hermann von Meyer aus Frankfurt am Main beschrieben wurde.

Nach Auffassung von Ernst Probst sind Branchiosaurier gegenwärtig die preiswertesten Urzeit-Saurier aus Deutschland. Branchiosaurier kamen bisher in Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen sowie in Frankreich zum Vorschein.

„Es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis fast gar keine Branchiosaurier aus Odernheim am Glan, Jeckenbach, Callbach oder anderen deutschen Fundorten in den Handel kommen“, befürchtet Ernst Probst, der diese „kleinen Kerlchen“ besonders in sein Herz geschlossen hat. Da auch in anderen Ländern die Suche nach Fossilien und deren Ausfuhr immer öfter verboten werden, wird eines Tages vielleicht sogar weltweit kein einzige Saurierart mehr in eine Privatsammlung gelangen.

Ernst Probst hat sich als Wissenschaftsautor mit zahlreichen Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften sowie mit etlichen populärwissenschaftlichen Büchern einen Namen gemacht. Er veröffentlichte unter anderem die Bücher "Deutschland in der Urzeit" (in dem natürlich auch die Branchiosaurier erwähnt sind), "Rekorde der Urzeit", "Dinosaurier in Deutschland" (zusammen mit Raymund Windolf), „Archaeopteryx“, „Der Ur-Rhein“, „Höhlenlöwen“ Säbelzahnkatzen“, „Der Höhlenbär“, „Rekorde der Urmenschen“, "Monstern auf der Spur" (Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden", "Nessie" (Das Monsterbuch), „Affenmenschen“ und „Seeungeheuer“.

Branchiosaurier sind keine Kriechtiere (Reptilien) wie die prähistorischen Riesenechsen. Unter dem Begriff Branchiosaurier fasst man eine größere Gruppe verschiedener Gattungen und Arten in ihrer Gestalt ähnlicher Tiere (Branchiosaurier im weiteren Sinne) zusammen. Mit dem Begriff Branchiosaurier bezeichnet man aber auch die gut definierte Gattung Branchiosaurus (Branchiosaurier im eigentlichen Sinn). Zu deutsch heißt Branchiosaurier "Kiemenechse": griechisch "branchio" = Kiemen, "saurus" = Echse.

Branchiosaurier gehören zu den Amphibien (sowohl im Wasser als auch an Land lebende Tiere) von nur wenigen, höchstens 20 Zentimeter Länge, die in Gestalt und Größe heutigen Molchen ähneln. Man kennt sie aus dem Erdaltertum zwischen der Karbonzeit und der Permzeit. Die meisten, heute am besten untersuchten Formen liegen aus dem Unterperm oder Rotliegenden vor, was dem Zeitraum von etwa 290 bis 245 Millionen Jahren vor heute entspricht.

Von Branchiosauriern im weiteren Sinn sind nur Larvenstadien überliefert. Alle gefundenen Exemplare besitzen ein nur wenig verknöchertes Skelett und äußere Kiemen mit Kiemenzähnchen. Sie haben einen breiten, kurzen Schädel. Hinter einer kurzen, flach gerundeten Schnauze liegen extrem große Augen. Zu beiden Seiten des Kopfes befinden sich Kiemenbündel. Die Vorderbeine besitzen in der Regel 4 und die Hinterbeine 5 Zehen. Der Schwanz ist an den Seiten abgeplattet und hat einen Flossensaum. Die kräftige Bezahnung des Kiefers zum Beispiel von Branchiosaurus im eigentlichen Sinne mit zusätzlichen Fangzahnpaaren weist darauf hin, dass sich dieser sich von kleineren, im Wasser lebenden Tieren ernährt hat.

Die Branchiosaurier gingen nicht - wie heutige Salamander - nach einer Metamorphose zu einer terrestrischen Lebensweise über. Alle Branchiosaurier verharrten ihr Leben lang im Larvenstadium, entwickelten als Larven Merkmale von erwachsenen Tieren (beispielsweise Gliedmaßen) und pflanzten sich auf dieser Entwicklungsstufe fort. Dieses als Neotonie bezeichnete Verhalten ermöglichte ihnen ein uneingeschränktes Verweilen im Wasser. In der Gegenwart existiert nur noch ein einziger Molch, der in Mexiko heimische Axolotl, der sich auf der Entwicklungsstufe der Larven fortpflanzt.

Als eine der bedeutendsten Fundstellen von Branchiosauriern gilt Odernheim am Glan in Rheinland-Pfalz. Diese Fundstelle wurde in den 1920-er Jahren von dem bayerischen Landesgeologen Otto M. Reis entdeckt. Branchiosaurier im weiteren Sinne kennt man auch aus Thüringen (Friedrichroda), Sachsen (Döhlener Senke bei Dresden) und Frankreich (Senke von Autun).

Preiswerte kleine Branchiosaurier und prächtige Jungtiere des bis zu zwei Meter langen großen räuberischen Sauriers Slerocephalus sind beim „Fossilienhandel Otto“ in Wiesbaden unter der Internetadresse http://fossilien-onlineshop.net erhältlich.


Video: "Chief Seattle's Response" von "dkadagian" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=0IomIER6pZY

Wiesbaden (natur-und-umwelt) - Der berühmte Satz "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann" wird fälschlicherweise dem Indianerhäuptling Seattle (1786-1866) zugeschrieben. In Wirklichkeit stammen diese oft zitierten Worte aus einer Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree. Dies enthüllen Sonja Probst und Ernst Probst in ihrem Taschenbuch "Meine Worte sind wie die Sterne" (Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten“)..

Häuptling Seattle wurde wegen einer Rede, in der er um 1855 die Weißen zur Achtung der Natur ermahnte, zu einem der großen Idole der Ökologie-Bewegung des 20. und 21. Jahrhunderts. Doch laut Sonja Probst und Ernst Probst ist unklar, ob Seattle diese Rede überhaupt und - wenn ja - so gehalten hat. Denn der Ohrenzeuge Dr. Henry Smith (1830-1915), der deutsche Vorfahren hatte, veröffentlichte den Wortlaut erst 1887 - also mehr als 30 Jahre - nach der Ansprache.

Der Name des legendären Häuptlings wurde von den Indianern guttural "Sea?at-la" oder "See?alth" ausgesprochen. Die Weißen dagegen bezeichneten ihn und ihre Siedlung wegen Schwierigkeiten mit der Betonung als Seattle, wozu der Häuptling meinte, er werde sich nach seinem Tod, jedes Mal wenn sein Name so gesagt würde, im Grab umdrehen.

Seattle war ursprünglich - den beiden Autoren zufolge kein friedliebender Indianer. Als junger Mann tat er sich bei Angriffen auf andere Stämme als mutiger Krieger hervor. Die Weißen fürchteten ihn so sehr, dass man ihn um einen Vertrag bat, der Mord unter Eid verneinte. Seine gewaltige Stimme hörte man angeblich eine halbe Meile weit. Zeitweise verfügte er über acht Sklaven, was als Zeichen für Reichtum und Status galt.

Im reifen Alter erschütterte der Tod eines seiner Söhne Seattle so sehr, dass er den katholischen Glauben annahm und sich auf den Namen "Noah" taufen ließ. Dieses Ereignis markiert das Ende seiner kämpferischen Zeit.

Das Taschenbuch „Meine Worte sind wie die Sterne“ (Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten) ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ htpt://www.grin.de erschienen sowie in rund 1.000 Online-Buchshops und in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Bestellungen des Taschenbuches "Meine Worte sind wie die Sterne" bei:
http://www.grin.com/e-book/91753/meine-worte-sind-wie-die-sterne-die-rede-des-haeuptlings-seattle-und
  Sat, 26 Dec 2009 11:39:00 +0100












Mammut-Experte Dick Mol (rechts mit blauer Krawatte) und links neben ihm Evangelos Ch. Vlachos, Geologe und Kurator des "Mammoth-Museum"

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Interview mit dem international renommierten Mammut-Experten Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande)

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Frage: Herr Mol, Sie haben zusammen mit Frau Professor Dr. Evangelia Tsoukala an der feierlichen Eröffnung des neuen „Mammoth-Museum“ („Mammut-Museum“) in Thessaloniki (Griechenland) teilgenommen. Was zeigt dieses Museum?

Antwort: Am Samstag, dem 19. Dezember 2009, wurde das „Mammoth-Museum“ in Thessaloniki eröffnet. In diesem Museum wird anhand von Funden eiszeitlicher Säugetiere vom Nordseeboden, vor allem des Wollhaar-Mammuts (Mammuthus primigenius), gezeigt, dass die Nordsee zwischen den Britischen Inseln und dem europäischen Kontinent in der letzten Eiszeit eine trockene und kalte Steppe gewesen ist. Man konnte zwischen etwa 100.000 und 11.500 Jahren vor heute in der Weichsel-Eiszeit von Holland nach England wandern, ohne nasse Füsse zu bekommen! Es war damals ein Paradies für Tiere wie das Wollhaar-Mammut, Fellnashorn, den Steppen-Wisent, aber auch Raubtiere wie Löwe, Bär, Hyäne und sogar die Säbelzahnkatze Homotherium. Das Museum gehört zum Dino-Park von Thessaloniki (Mazedonien) in Griechenland und ist sehr geschmackvoll eingerichtet von Studenten der Paläontologie und Geologie der Aristoteles-Universität in Thessaloniki. Viele große Bilder von Fischkuttern, Aktivitäten an Bord der Kutter sowie vom Fisch- und Fossilienfang erläutern die interessante Geschichte der heutigen Nordsee.

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Professor Evangelia Tsoukala von der Aristoteles-Universität in Thessaloniki

Frage: Wer hatte die Idee für das „Mammoth-Museum“?

Antwort: Im Juni 2009 kam meine Freundin, Professor Evangelia Tsoukala von der Aristoteles-Universität in Thessaloniki, zu Besuch in die Niederlande. Seit einigen Jahren arbeiten wir intensiv zusammen. Wir graben eine Fauna aus dem Pliozän mit Mastodonten wie Mammut borsoni (Europäischer Mastodont) und Anancus arvernensis (Mastodont der Auvergne) aus und haben in Milia, in der Nähe von Grevena (Westliches Mazedonien, Griechenland) ein kleines Museum eingerichtet. Es wird jetzt ein sehr großes Zentrum für Paläontologie in Milia geplant. Dazu führten wir viele Gespräche. Natürlich habe ich Frau Tsoukala die Funde der Nordsee gezeigt. Sie war sehr beeindruckt, nicht nur von der Qualität, sondern auch von der großen Menge der Funde, die jede Woche von den Fischern an Land gebracht wird. Sofort hat Frau Tsoukala vorgeschlagen, ein Museum über die Fossilien aus der Nordsee in Thessaloniki (das auch am Meer liegt) einzurichten, natürlich mit Originalfunden. Das „Mammoth-Museum“ wurde gebaut von Vassilis Michailidis, dem Eigentümer des „Hotel Nouvelle“ und des Dino-Park in Thessaloniki.













Vassilis Michailidis (links), Hotelier und Eigentümer des "Mammoth-Museum", mit Dick Mol

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Frage: Wer ist verantwortlich für das „Mammoth-Museum“?

Antwort: Verantwortlich für das „Mammoth-Museum“ ist Evangelos Ch. Vlachos, ein griechischer Geologe und Student von Evangelia Tsoukala. Er ist Kurator des „Mammoth-Museum“, hat die meiste Arbeit beim Aufbau geleistet und eine Broschüre über das Museum verfasst.

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Frage: Sind im „Mammoth-Museum“ besonders eindrucksvolle Originalfunde zu bewundern?

Antwort: Ja, es gibt einige sehr schöne und spektakuläre Stücke wie einen Mammutschädel mitsamt Oberkiefer, Backenzähnen und Stoßzähnen. Leider nicht komplett, aber sehr gross und eindrucksvoll. Auch einige Extremitäten, wie Oberschenkelknochen, Schienbeinknochen und so weiter sind zu bewundern. Auch möchte ich gerne hinweisen auf das Display über den Zahnwechsel der Mammute. Fasst alle Gebisselemente von Ober- und Unterkiefer sind ausgestellt. Auch der Horizontalwechsel der Zähne wird erklärt und dass man anhand von einem Backenzahn das individuelle Alter des Mammuts bestimmen kann. Das ist meines Ermessens einmalig in der Welt.

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Logo des „Mammoth-Museum“

Frage: Wo findet man das „Mammoth-Museum“?

Antwort:
Multispace Nouvelle, 70 KM, Thessaloniki – Oreokastro.
P.O. 57013, Thessaloniki, Telefon: 2310-686544-5,
Fax: 2310 686546, Mobil: 6976432675
http://www.mouseiomamouth.gr

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Frage: Kann man sich über das „Mammuthus-Museum“ im Internet informieren?

Anwort: Unter den Internetadressen http://www.mouseiomamouth.gr und bald auch http://www.mammothmuseum.gr - zur Zeit nur in griechischer Sprache, aber bald auch in englischer Sprache.

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Überreichung des Zertifikates für den "Guinness World Record" (längste Stoßzähne der Welt) an den Präfekten von Grevena

Frage: Wann und wie hat Ihre Zusammenarbeit mit Frau Professor Dr. Evangelia Tsoukala begonnen?

Antwort: Ich kannte Frau Evangelia Tsoukala von ihren wissenschaftlichen Arbeiten über pliozäne und pleistozäne Säugetiere seit vielen Jahren. 2006 habe ich sie das erste Mal besucht. Dann hat sie mir die reichhaltigen Sammlungen gezeigt, vor allem die Mastodonten-Überreste aus der Umgebung von Grevena. 2007 haben wir zusammen die Ausgrabung geleitet in der Sandgrube von Milia, wo wir ein Teilskelett von Mammut borsoni ausgegraben haben. Das war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Es war im Sommer, es war sehr heiß, 46 Grad Celsius. Ich war damals eher gewohnt, in der Kälte des arktischen Sibirien zu arbeiten. Aber der Mastodont von Milia war etwas ganz Besonderes: Wahnsinnig groß (3,50 Meter Schulterhöhe) und Stoßzähne mit einer Länge von 5 Metern und 2 Zentimetern! Es sind die längsten Stoßzähne der Welt, die man kennt! Im Sommer 2007 wurde dies als „Guinness World Record“ (GWR) anerkannt und ein Zertifikat von GWR an Professor Tsoukala und den Präfekt von Grevena überreicht. Professor Tsoukala und ich sind befreundet, wir haben seit 2006 schon sehr viele Projekte gemeinsam durchgeführt: zum Beispiel am Fundort Milia 5 das Teilskelett von Mammut borsoni ausgegraben, in Kaloneri den Waldelefanten von Kaloneri geborgen, ein pliozänes Nashorn freigelegt, ein Projekt in Siatista angefangen und jetzt das „Mammoth-Museum“ in Thessaloniki. Verschiedene wissenschaftliche Publikationen sind zur Zeit in Druck.

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Frage: War 2009 für Sie als Mammut-Experte ein erfolgreiches Jahr?

Anwort: Ja, 2009 war sehr erfolgreich. Ich habe mehrere erfolgreiche Expeditionen auf der Nordsee durchgeführt. Ich war in Weimar bei Herrn Dr. Ralf-Dietrich Kahlke (Forschungsstation für Quartär-Paläontologie), sechs Mal war ich in Griechenland, ein Mal in Rumänien und dort habe ich die Fundstelle des Racos-Mastodonten (Anancus arvernensis) besucht und war dabei, als die letzten Reste geborgen wurden. Ich habe den Racos-Mastodonten vermessen und mit einer Studie darüber angefangen. In Bulgarien habe ich viele wichtige paläontologische Sammlungen besucht und in Serbien (Kostolac) das Steppenmammut (Mammuthus trogontherii), das 2009 entdeckt wurde, studiert und bestimmen können: ein männliches Tier, ein Bulle, im hohem Alter (anhand der letzten Backenzähne, die schon weit abgekaut sind). Und in Frankreich habe ich mit Herrn Dr. Frédéric Lacombat (Paläontologe am Musée Crozatier, Le Puy-en-Velay) unsere Arbeiten am Steppenmammut von Nolhac (Auvergne) durchgeführt. Auch haben wir weitergearbeitet am Programm für die internationale Konferenz „Mammoths and their Relatives“ die nächstes Jahr in Le Puy-en-Velay in der Auvergne stattfinden wird. Es haben sich jetzt schon 130 Wissenschaftler, Experten auf dem Gebiet der rezenten und fossilen Rüsseltiere, aus der ganzen Welt angemeldet. Auch war ich in Italien, um in der Umgebung von Turin Mastodonten zu studieren und einige klassische Fundstellen im Piemont zu besuchen. Im Dezember dieses Jahres war ich in Eppelsheim, um dort das wunderschöne Dinotherium-Museum zu besuchen und am nächsten Tag das Paläontologische Museum in Nierstein. Da war ich zuvor noch nicht gewesen, obwohl ich oft in der Umgebung von Mainz bin, und ich muss sagen, dass es ein sehr gutes und eindrucksvolles Museum ist von Vater Arnulf Stapf und Sohn Harald Stapf. Die Skelette von Seekühen aus dem Mainzer Becken haben mich sehr beeindruckt. Was für Prachtexemplare dort ausgestellt sind. Ich habe das wirklich genossen! Im Mai 2009 kam das Buch „De Groote Wielen, wie woonden er in de Groote Wielen in de ijstijd?“ in niederländischer Sprache heraus. Das Buch habe ich zusammen mit meinem Freund, Anton Verhagen aus ‘s-Hertogenbosch, verfasst. Das Buch, reich bebildert, ist meines Ermessens sehr gut gelungen. Es wurden viele Tausende von Exemplaren verkauft.

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Gemälde des Künstlers Remie Bakker von Mammut borsoni

Frage: Werden Sie von Kindern oder Erwachsenen manchmal gefragt, wie man Mammut-Experte werden kann?

Antwort: Ja, ich halte viele Vorträge über eiszeitliche Säugetiere und auch über das Wollhaar-Mammut und meine Expeditionen. Diese Vorträge sind für Jung und Alt bestimmt. Und immer wieder muss ich dann erzählen, dass ich von Beruf Zollbeamter am Flughafen von Amsterdam bin und mein Geld nicht als Paläontologe verdiene. Obwohl ich ehrenamtlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter von zwei Museen bin: eines davon ist das Naturhistorische Museum in Rotterdam und das andere ist das Musée Crozatier in Le Puy-en-Velay in Frankreich. In Le Puy gibt es sehr interessante und alte Sammlungen mit frühpleistozänen Säugetierresten aus der Auvergne. Die Franzosen Jean-Baptiste Croizet und Antoine Claude Gabriel Jobert haben dort geforscht und 1828 Anancus arvernensis (damals Mastodon arvernensis) erstmals beschrieben. Solche Informationen werden von den Zuhörern sehr geschätzt, glaube ich.

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Gemälde eines Mammuts von Remie Bakker für das Titelbild des Buches „De Groote Wielen, wie woonden er in de Groote Wielen in de ijstijd?“

Frage: Wissen Sie angesichts ihres Schreibfleißes überhaupt noch, wie viele Bücher Sie bereits geschrieben und veröffentlicht haben?

Antwort: Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass man alles teilen muss. Ich habe einige Kenntnisse über eiszeitliche Säugetiere im weitenste Sinne. Diese Kenntnisse teile ich gerne, nicht nur mit professionellen Paläontologen, sondern auch mit Laien. Nicht nur in Büchern, sondern auch in kleineren Aufsätzen und Museen. Ich habe im Laufe der letzten 40 Jahre Hunderte von Publikationen veröffentlicht, darunter verschiedene Bücher, oft mit Gleichgesinnten zusammen. Wie viele Bücher genau, müsste ich nachsehen. Aber ich glaube, die wichtigsten Werke kann man im Internet finden.

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Modell des Mastodons der Auvergne namens Anancus arvernensis von Remie Bakker und Dick Mol

Frage: Haben Sie sich für das neue Jahr 2010 als Mammut-Experte etwas Besonderes vorgenommen?

Antwort: Das Jahr 2010 wird ein echtes Mammut-Jahr. Die erwähnte Mammutkonferenz wird stattfinden. Gleichzeitig ist in Le Puy-en-Velay eine grosse Ausstellung „Mammoths & Cie“ geplant. Für diese Ausstellung bauen der Künstler Remie Bakker aus Rotterdam und ich zur Zeit ein lebensechtes Model von Anancus arvernensis, des Mastodons der Auvergne. Es ist fast fertig, leider kann ich noch nicht zeigen, wie es aussieht, aber ich kann sagen dass es wirklich sehr spektakulär ist! Ein Model im Maßstab 1:10 zeige ich hier gerne. Und ich bin davon überzeugt, dass das „Mammoth-Museum“ in Thessaloniki sehr gut besucht wird. Es ist ein originelles Museum mit einer besonderen Geschichte, nämlich über dramatische Klimaänderungen, die auch heute noch sehr aktuell sind! Im „Mammoth-Museum“ können die Besucher viel lernen über die Eiszeiten, über das Klima und die damalige Tierwelt, eine ausgestorbene Tierwelt. Jeder Besucher wird im „Mammoth-Museum“ von Studenten der Aristoteles-Universität geführt. Ja, das sind Studenten von Professor Dr. Evangelia Tsoukala.

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der das Weblog „Mammut-Zeitung“ http://mammut-zeitung.blogspot.com betreibt und 2009 die Bücher „Der Ur-Rhein“; „Höhlenlöwen“, „Säbelzahnkatzen“ und „Der Höhlenbär“ veröffentlichte.













Interview mit Kees van Hooijdonk, Experte für Säbelzahnkatzen aus Rucphen in den Niederlanden und Mitautor zweier Prachtbände über Säbelzahntiger in niederländischer und englischer Sprache

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2006 wurde in El Breal de Orocual im Staat Monagas im Nordosten von Venezuela eine Teergrube (Tar Pit) mit reichem fossilen Inhalt gefunden. Als wichtigste Entdeckung gilt der Nachweis der Säbelzahnkatze Homotherium vom 24. April 2007. Diese Raubkatzenart war vorher aus Südamerika nicht bekannt.

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Säbelzahnkatzen-Fundstelle El Breal de Orocual in Venezuela

Frage: Herr van Hooijdonk, Sie waren an der wissenschaftlichen Untersuchung eines aufsehenerregenden südamerikanischen Säbelzahnkatzen-Fundes aus den Teer-Gruben von El Breal de Orocual in Venezuela beteiligt – was ist das Besondere an diesem Fund?

Antwort: Mein Beitrag an der Erforschung der Säbelzahnkatze Homotherium aus dem Nordosten von Venezuela ist sehr klein und beschränkt sich auf den Informationsaustausch über Homotherium crenatidens in Europa (vor allem Homotherium aus Senèze, Haute Loire, Frankreich, welcher in Lyon aufbewahrt wird). Ascanio Rincon, der Forschungsleiter der Untersuchungen an den Funden aus Venezuela, hat mich im Frühjahr 2008 wegen meiner Veröffentlichungen auf meiner Webseite über die Säbelzahnkatze Homotherium und die Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze kontaktiert. Er war besonders an diesen Raubkatzen interessiert, weil er einen Fund geborgen hatte, der mit Homotherium aus Senèze praktisch identisch ist. Später ist Ascanio selbst wegen der Forschung an Homotherium nach Lyon (Frankreich) gereist, wo das vollständige Skelett von Homotherium aus Senèze an der Universität Claude Bernard aufbewahrt wird. Im Museum Histoire Naturelle in Paris studierte er einen prächtigen Schädel von Homotherium aus Perrier (Frankreich). Das Außergewöhnliche an dem Fund aus Venezuela ist, dass es sich um den ersten Fund der Säbelzahnkatze Homotherium auf dem südamerikanischen Kontinent handelt. Diese Gattung war also viel weiter verbreitet, als man bisher wusste.

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Frage: Aus welcher Zeit stammt der Säbelzahnkatzen-Fund aus Venezuela und kennt man sein geologisches Alter in Jahren?

Antwort: Vergleichende Forschungen mit anderen Fundstellen haben gezeigt, dass die Fossilien aus Venezuela ein Alter von etwa 1,8 Millionen Jahren haben, was dem Frühen Pleistozän (Frühes Eiszeitalter) entspricht. Aber es sind noch weitere Untersuchungen nötig, um das absolute Alter festzustellen.

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Fossilien der Säbelzahnkatze Homotherium aus Venezuela

Frage: Um welche Teile des Schädels oder Skelettes handelt es sich bei dem Säbelzahnkatzen-Fund aus Venezuela?

Antwort: Zum Fundgut aus Venezuela gehören ein Schädel, sieben Kiefer, zwei Sprungbeine, ein Fersenbein, ein Oberarmknochen, ein Mittelfußknochen und einige Fingerglieder, die von mindestens sechs, vielleicht sogar sieben Säbelzahnkatzen stammen.

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Frage: Der Säbelzahnkatzen-Fund aus Venezuela wird zur Gattung Homotherium gerechnet, die aus Nordamerika, Asien, Europa, Afrika und nun aus auch Südamerika bekannt ist. Ließ sich bei diesem Fund die Größe des Tieres errechnen?

Antwort: Ich habe keine genauen Maße der Säbelzahnkatze Homotherium aus Venezuela. Aber weil sie große Ähnlichkeit mit der nordamerikanischen Art hat, glaube ich, dass Homotherium aus Venezuela die Größe eines heutigen Löwen besaß.

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Frage: Unterscheidet sich der Säbelzahnkatzen-Fund aus Venezuela von den Säbelzahntigern aus Europa, zum Beispiel aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland?

Antwort: Zwar gibt es einige Ähnlichkeiten mit einer nordamerikanischen Art aus dem Blancan-Zeitalter in Nebraska, aber die Schnauze der Säbelzahnkatze aus Venezuela ist etwas kürzer als üblich. Weitere Forschungen sollen klären, ob Homotherium aus Venezuela zu einer neuen Unterart gehört.

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Frage: Sind in den Teer-Gruben von El Breal de Orocual in Venezuela auch Reste von Zeitgenossen der Säbelzahnkatze Homotherium entdeckt worden?

Antwort: Die Untersuchungen an Tausenden von Fossilien im Venezolano Instituto de Investigaciones científicas (IVIC) zeigen, dass die Funde aus den Teergruben von El Bréal de Orocual zu einer reiche Tierwelt gehörten, die sogar eine Reihe von bisher in Venezuela und Südamerika unbekannten Tierarten umfasste. Die erste Mitteilung über diese Tierwelt in „The Journal of Vertebrate Paleontology“ von Ascanio Rincon und anderen Autoren im Jahre 2007 enthält eine Liste von mehr als 30 Tierarten wie Gürteltier, Säbelzahnkatze Homotherium, Dolchzahnkatze Smilodon, Wildschwein, Wildpferd, Kamel, Riesenfaultier, Nashorn-ähnliches Säugetier, Tapir, verschiedene Wasservögel, Alligatoren und Elefanten.

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Frage: Wie kam es dazu, dass Sie sich an der wissenschaftlichen Untersuchung des Säbelzahnkatzen-Fundes aus Venezuela beteiligten?

Antwort: Wie bereits gesagt, mein Beitrag war minimal und beschränkte sich auf den Austausch von Informationen. Nach der Identifizierung von Homotherium im Mai 2008 auf einer Konferenz über Säbelzahnkatzen entstand die Idee zur gemeinsamen Veröffentlichung namens „Remarkable disoveries in a Venezuelan Tar Pit“, die im Dezember 2009 publiziert wurde.

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Frage: Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, gehören zu den faszinierendsten Raubtieren der Urzeit. Weiß man über das Leben dieser Raubkatzen schon alles?

Antwort: Der Mensch versteht noch keineswegs das ganze Leben. Dies gilt auch für die Katzen und Säbelzahnkatzen. Einige der noch zu lösenden Probleme sind Fragen nach Herkunft und Abstammung. Neue Technologien wie DNA-Tests fördern viele neue Ansichten über Herkunft und Abstammung. Eine andere Frage ist, wie Säbelzahnkatzen sich ernährt haben, dass heißt, wie sie ihre Beute angreifen konnten, ohne dass ihre langen Eckzähne brachen.

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Frage: Sicherlich möchten viele Leser und Leserinnen dieses Interviews noch mehr über Sie in Ihrer Eigenschaft als Säbelzahnkatzen-Experte erfahren. Gibt es eine Internetadresse, wo dies möglich ist?

Antwort: Meine Internetadresse lautet: http://www.ijstijd.net - Von dieser Webseite kann man Hyperlinks zu Fossilien und Säbelzahnkatzen folgen.

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst,
Autor der Taschenbücher „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ und „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“.

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Literatur zum Thema Säbelzahnkatzen:

Buch "De Sabeltandtijger uit de Noordzee" (Niederländisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=nl

Buch "The Saber-toothed Cat of the North Sea" (Englisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=en

Buch "Säbelzahnkatzen" (Deutsch)
http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

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Weblink:
Säbelzahntiger-Blog
http://saebelzahntiger.blogspot.com
  Thu, 17 Dec 2009 19:34:00 +0100
Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Wer sich für Säbelzahntiger aus grauer Urzeit interessiert, wird in dem Taschenbuch "Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon" des Wiesbadener Wissenschaftsautors bestens informiert. Das 336 Seiten umfassende und reich bebilderte Taschenbuch stellt alle in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorkommenden Säbelzahnkatzen (früher Säbelzahntiger genannt) und Dolchzahnkatzen in Wort und Bild vor. Dieses Taschenbuch ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen und in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich. Bestellungen bei „Amazon“ unter:

http://www.amazon.de/S%C3%A4belzahnkatzen-Von-Machairodus-bis-Smilodon/dp/3640327942/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1261041950&sr=8-1

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Inhalt des Taschenbuches „Säbelzahnkatzen“:

Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem Blauen Planeten . Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur. Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch Säbelzahnkatzen des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren und Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

Das Taschenbuch Säbelzahnkatzen ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke Deutschland in der Urzeit, Deutschland in der Steinzeit, Deutschland in der Bronzezeit, Rekorde der Urzeit, Rekorde der Urmenschen, Dinosaurier in Deutschland (zusammen mit Raymund Windolf), Monstern auf der Spur, Der Ur-Rhein, Höhlenlöwen, Säbelzahnkatzen, Der Höhlenbär.
  Sat, 12 Dec 2009 14:16:00 +0100


Video: "Sleepvaart op de Midden Rijn" von "wrijfhout" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=ym1xrdepc4Y

Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Warum ist es am Rhein so schön? Warum ist es an der Mosel so schön? Warum ist es an der Lahn so schön? Warum ist es an der Nahe so schön? Warum ist es am Main so schön? Warum ist es am Neckar so schön? Warum ist es an der Donau so schön? Warum ist es an der Elbe so schön!? Warum ist es an der Weser so schön?

Antwort auf all diese Fragen geben mehrere Weblogs, die allesamt jeweils Videos über einen deutschen Strom oder Fluss zeigen. Die Videos stammen überwiegend von Videoplattformen, aber teilweise auch aus eigener Produktion. Bisher (aktueller Stand von Mitte Juli 2008) präsentieren folgende Blogs sehenswerte Videos von deutschen Städten sowie Landschaften und Städten an ihren Ufern:

Videos von der Weser
http://videos-von-der-weser.blogspot.com

Videos von der Elbe
http://videos-von-der-elbe.blogspot.com

Videos vom Rhein
http://videos-vom-rhein.blogspot.com

Videos von der Mosel
http://videos-von-der-mosel.blogspot.com

Videos von der Lahn
http://videos-von-der-lahn.blogspot.com

Videos von der Nahe
http://videos-von-der-nahe.blogspot.com

Videos vom Main
http://videos-vom-main.blogspot.com

Videos vom Neckar
http://videos-vom-neckar.blogspot.com

Videos von der Donau
http://videos-von-der-donau.blogspot.com

Videos von der Isar
http://videos-von-der-isar.blogspot.com
  Fri, 11 Dec 2009 08:48:00 +0100


Wiesbaden (natur-und-umwelt) – Vor etwa zehn Millionen Jahren war es in Deutschland spürbar wärmer und feuchter als gegenwärtig, aber nicht tropisch. Hinweise dafür lieferten Blätter in Ablagerungen des Ur-Rheins, die von Amber- und Zimtbäumen stammen, die in Mitteleuropa jetzt nicht mehr wachsen. Wärmeliebende Palmen gediehen jedoch nicht mehr, die letzten dieser Gewächse in Deutschland kennt man aus der Zeit vor etwa 17 Millionen Jahren. Dies berichtet der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem neuen Taschenbuch „Der Ur-Rhein“.

Auch Krokodile, die vor rund 15 Millionen Jahren noch durch Funde nachgewiesen sind, kamen vor zehn Millionen Jahren nicht mehr vor. Diesen wärmeliebenden Reptilien war es in Deutschland zu kalt geworden. Dagegen existierten am Ur-Rhein noch mindestens drei Arten von Menschenaffen, die aber bald danach verschwanden. Vor rund zehn Millionen Jahren herrschten in Deutschland mittlere Jahrestemperaturen von etwa 11 bis 15 Grad Celsius, heute sind es 10 bis 11 Grad. Außerdem gab es durchschnittliche Jahresniederschläge um 1000 bis 1200 Millimeter (heute 500 Millimeter).

Der Ur-Rhein in Rheinhessen floss ab dem Raum Worms – weiter westlich als der Rhein in der Gegenwart – auf die Binger Pforte zu. Der damalige Fluss berührte nicht – wie heute – die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Dieser Ur-Rhein war nachweislich nicht so lange wie der jetzige Rhein mit 1324 Kilometern, sondern nur ein kurzer Mittelgebirgsfluss mit schätzungsweise 400 Kilometern Länge. Somit war jener Ur-Rhein nur ungefähr ein Drittel so lang wie der gegenwärtige Rhein. Denn er besaß noch keine alpinen Zuflüsse wie jetzt. Seine Quellen lagen wohl südlich des Kaiserstuhls, seine Mündung im Niederrheingebiet, wo sich damals noch die Meeresküste erstreckte. In der Gegend von Eppelsheim bei Alzey in Rheinhessen hatte der Ur-Rhein nur eine Breite von etwa 45 bis 60 Metern.

Am Ur-Rhein existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Funde bei Eppelsheim weiß. Dort lebten Rhein-Elefanten und Ur-Elefanten, löwengroße Säbelzahnkatzen (früher Säbelzahntiger genannt), Bärenhunde, Tapire, hornlose und zweihörnige Nashörner, krallenfüßige Huftiere, dreihufige Ur-Pferde und sogar Menschenaffen. Über die Funde aus den Ablagerungen des Ur-Rheins informiert seit 2001 das Dinotherium-Museum in Eppelsheim.

Nach Ansicht von Ernst Probst wird bei den gegenwärtigen Diskussionen über den Klimawandel verschwiegen, dass sich das Klima sowie die Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt im Laufe der Erdgeschichte ständig verändert hat. In den vergangenen zweieinhalb Millionen Jahren beispielsweise folgte auf eine Warmzeit immer wieder eine Kaltzeit und darauf eine Warmzeit. Zeitweise herrschten deswegen in Deutschland klimatische Verhältnisse wie in Afrika oder in Sibirien oder es lasteten sogar kilometerdicke Eispanzer auf dem Festland.

Der Wiesbadener Wissenschaftsautor hat 2009 auch drei Taschenbücher über Höhlenlöwen, Säbelzahnkatzen und Höhlenbären veröffentlicht, die ebenfalls eindrucksvoll vor Augen führen, wie exotisch die Pflanzen- und Tierwelt einst in Deutschland gewesen ist. So schwammen vor rund 100.000 Jahren noch Flusspferde im Rhein und tummelten sich Affen auf dem Festland. Wer weiß, ob sich das nicht irgendwann wiederholt?

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Bestellungen des Taschenbuches "Der Ur-Rhein" bei:
http://www.grin.com/e-book/120422/der-ur-rhein
Leseprobe aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst:

Nach gegenwärtigem Wissensstand entwickelte sich der Höhlenbär (Ursus spelaeus) im Eiszeitalter vielleicht bereits vor etwa 400.000 oder erst vor etwa 125.000 Jahren aus dem Mosbacher Bären (Ursus deningeri), der auch Deninger-Bär genannt wird. Dieser Bär wurde 1904 von dem Mainzer Paläontologen Wilhelm von Reichenau (1847–1925) nach schätzungsweise 600.000 Jahre alten Funden aus den Mosbach-Sanden bei Wiesbaden erstmals wissenschaftlich beschrieben. Mit dem Artnamen deningeri erinnerte er an den in Mainz geborenen Geologen Karl Julius Deninger (1878–1917).

Wilhelm von Reichenau stammte aus Dillenburg, war Offizier, gab diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung auf. 1879 wurde er Präparator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz, 1888 Konservator an deren naturkundlichem Museum, 1907 Ehrendoktor der Philosophie der Universität Gießen. Ab 1910 fungierte er als Direktor des neuen Naturhistorischen Museums Mainz und war ab jenem Jahr auch Professor.

Die Mosbach-Sande sind nach dem Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt, wo man schon 1845 in etwa zehn Meter Tiefe erste eiszeitalterliche Großsäugerreste entdeckte. Dabei handelt es sich um Flussablagerungen des eiszeitalterlichen Mains, der damals weiter nördlich als heute in den Rhein mündete, des Rheins und von Taunusbächen.
1882 schlossen sich die Dörfer Mosbach und Biebrich zur Stadt Mosbach-Biebrich zusammen. In der Folgezeit wuchs die Bedeutung von Biebrich durch Schloss, Rheinverkehr, Industrie und Kaserne so stark, dass man 1892 den Begriff Mosbach aus dem Stadtnamen strich. Am 1. Oktober 1926 wurde Biebrich in Wiesbaden eingemeindet.

Beim Abbau der Mosbach-Sande kommen immer wieder Überreste von Wirbeltieren zum Vorschein, die wohl zum größten Teil aus dem nach einem englischen Fundort bezeichneten Cromer-Komplex (etwa 800.000 bis 480.000 Jahre) stammen. Das Klima im Cromer war nicht einheitlich. Einerseits gab es milde, andererseits aber auch kühle Abschnitte.

Aus den Mosbach-Sanden hat Wilhelm von Reichenau 1906 auch den Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) erstmals beschrieben. Diese Raubkatze aus der Zeit des Mosbacher Bären erreichte eine Kopfrumpflänge bis zu 2,40 Metern. Zusammen mit dem maximal 1,20 Meter langen Schwanz hatte dieser Löwe eine Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, womit er die Durchschnittsgröße heutiger Löwen aus Afrika um rund einen halben Meter übertraf. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen“ (2009) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Das Naturhistorische Museum Mainz besitzt mit mehr als 25.000 Funden aus den Mosbach-Sanden die größte Sammlung von Tieren aus dem Eiszeitalter des Rhein-Main-Gebietes. Die rund 2000 Funde umfassende Sammlung von Fossilien aus den Mosbach-Sanden im Museum Wiesbaden ist merklich kleiner, kann sich aber dafür des älteren Bestandes rühmen.

Im Fundgut der Archäologischen Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden aus den Mosbach-Sanden sind Mosbacher Bären – nach Beobachtungen des Paläontologen Thomas Keller – die
am häufigsten vertretenen Raubtiere. Keller unternimmt seit 1991 Forschungen in den Mosbach-Sanden. Unter den im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrten Fossilien aus den Mosbach-Sanden überwiegen bei den Raubtieren dagegen die Wölfe.

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Literatur:

Ernst Probst: Der Höhlenbär, GRIN, München 2009
http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

Ernst Probst: Höhlenlöwen, GRIN, München 2009
http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen

Ernst Probst: Säbelzahnkatzen, GRIN, München 2009
http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen
  Fri, 06 Nov 2009 13:04:00 +0100
Wiesbaden (natur-und-umwelt) - Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter vor etwa 125.000 bis 15.000 Jahren erfolgte 1794 durch den aus Hessberg bei Hildburghausen in Thüringen stammenden Studenten Johann Christian Rosenmüller (1771–1820). Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der 2009 auch die Werke „Höhlenlöwen“ und „Säbelzahnkatzen“ veröffentlicht hat.

Rosenmüller war im Frühjahr 1792 von der Universität Leipzig in Sachsen an die Universität Erlangen in Bayern gewechselt, um dort ein Medizinstudium zu beginnen. Von Erlangen aus unternahm er Wanderungen und Höhlenbesuche im rund 35 Kilometer entfernten Gebiet um „Muggendorf im Bayreuthischen Oberland“ in Franken, bevor er 1794 wieder an die Universität Leipzig zurückkehrte.

Auch nach seinem Wechsel von Franken nach Sachsen vergaß Rosenmüller die fossilen Tierreste aus den Höhlen in der Gegend von Muggendorf nicht. Er untersuchte sorgfältig einen vollständig erhaltenen Schädel aus der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf. Als Zoolithen (griechisch: zoon = Tier, lithos = Stein) wurden früher Fossilfunde bezeichnet.

Rosenmüller erkannte, dass es sich bei dem Schädel aus der Zoolithenhöhle um den Rest eines Tieres handelte, das zwar zur Gattung der Bären gehörte, aber weder ein Eisbär noch ein Braunbär war. Wegen des häufigen Vorkommens solcher
Bärenreste in Höhlen bezeichnete er die neue Art als Ursus spelaeus (lateinisch: Ursus = Bär, griechisch: spelaia = Höhle), zu deutsch Höhlenbär.

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Inhalt des Taschenbuches „Der Höhlenbär“:

Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

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Bestellungen des Taschenbuches "Der Höhlenbär" bei:

Amazon
http://www.amazon.de/H%C3%B6hlenb%C3%A4r-Ernst-Probst/dp/3640444612/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=books&qid=1257423523&sr=8-4

bol.de
http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3458779

Buch.de
http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3200511

buecher.de
http://www.buecher.de/shop/Fachbuecher/Der-Hoehlenbaer/Probst-Ernst/products_products/detail/prod_id/27406157/lfa/quicksearch-product-1/

GRIN (Taschenbuch oder E-Book)
http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

Hugendubel
http://www.hugendubel.de/cat/der_hoehlenbaer/ernst_probst/isbn13_9783640444618.aspx

lesen.de
http://lesen.de/books/detail/-/art/Ernst-Probst-Der-H%F6hlenb%E4r/buchnum/140009365

Libri
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/9282104/ernst_probst_der_hoehlenbaer_3640444612.html

Thalia.de
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Außerdem ist das Taschenbuch "Der Höhlenbär" in jeder guten Buchhandlung erhältlich!
  Mon, 02 Nov 2009 16:04:00 +0100
München (natur-und-umwelt) – Bayern war im Eiszeitalter von etwa 125.000 bis 15.000 Jahren das Land der Höhlenbären (Ursus spelaeus). Aus dem Freistaat kennt man mindestens 28 wichtige Fundorte dieses bis zu 3,50 Meter langen, 1,75 Meter hohen und maximal 1.200 Kilogramm schweren Raubtieres. Besonders viele Höhlen, in denen sich einst Höhlenbären aufgehalten haben, liegen in der Fränkischen Schweiz. Das geht aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des in 1946 in Neunburg vorm Wald in Bayern geborenen und heute in Wiesbaden (Hessen) lebenden Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Weit abgeschlagen hinter Bayern folgen Baden-Württemberg mit 14 bedeutenden Höhlenbären-Fundorten, Nordrhein-Westfalen (6), Thüringen (4), Hessen (2), Sachsen-Anhalt (2), Niedersachsen (1) und Brandenburg (1). Einer der wichtigsten Höhlenbären-Fundorte in Deutschland ist die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz. Dort hat man Reste von schätzungsweise 800 bis 1.000 Höhlenbären entdeckt. Aus dieser Höhle stammt auch jener Schädelfund, nach dem 1794 der Höhlenbär von dem zeitweise in Erlangen studierenden Mediziner Johann Christian Rosenmüller erstmals wissenschaftlich beschrieben und benannt wurde.

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