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Thu, 17 Jul 2008 08:45:00 +0200 Video: "euromaxx Fragebogen | Til Schweiger" von "deutschewelle" bei Youtube http://de.youtube.com/watch?v=vhFEKgDAaZk Beschreibung des Videoclips: Till Schweiger ist derzeit einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Sein Durchbruch gelang ihn im Deutschland mit der Komödie "Der bewegte Mann". Mittlerweile ist er auch international erfolgreich. Thu, 17 Jul 2008 08:41:00 +0200 Video: "euromaxx Fragebogen | Henry Maske" von "deutschewelle" bei Youtube http://de.youtube.com/watch?v=a9yUHMFPbTo Thu, 17 Jul 2008 08:32:00 +0200 Video: "euromaxx Fragebogen | Till Brönner" von "deutschewelle" bei Youtube http://de.youtube.com/watch?v=HKt6WcXhhLY Beschreibung des Videoclips: Till Brönner hat sich ganz nach oben gespielt - elf CDs hat der 36jährige veröffentlicht. Er ist nicht nur Musiker, sondern auch Komponist, Arrangeur und Produzent. Sat, 15 Mar 2008 13:21:00 +0100 Video: "Interview - Michael Schumacher" von "euronewsde" von Youtube http://de.youtube.com/watch?v=tCbAei26z98 Thu, 13 Mar 2008 16:59:00 +0100 Link: sevenload.com
Sun, 02 Mar 2008 16:38:00 +0100 Video: "1932 - Clara Zetkin (KPD) - Reichstagseröffnugsrede" von "Kornmume" von Youtube http://de.youtube.com/watch?v=5Mt-Sm8YNzo Leseprobe aus "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: ![]() Zu den bedeutendsten Sozialdemokratinnen und Kommunistinnen Deutschlands zählte die Politikerin Clara Zetkin (1857–1933), geborene Eißner. Anfangs gehörte sie der SPD an und förderte die proletarische Frauenbewegung. Später hob sie den „Spartakusbund“ und die „Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (USPD) mit aus der Taufe und hatte in der „Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD) wichtige Funktionen. Außerdem tat sie sich als engagierte Pazifistin hervor. Clara Eißner kam am 5. Juli 1857 als Tochter eines Dorfschullehrers und einer Hausfrau in Wiederau bei Rochlitz (Sachsen) zur Welt. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in einem vom Christentum und Humanismus geprägten Elternhaus. Bereits als kleines Mädchen war sie so wissbegierig, dass ihr der Vater zusätzlich Unterricht gab. Schon während ihrer Schulzeit wurde sie mit dem sozialen Elend konfrontiert und engagierte sie sich für den unterprivilegierten Teil der Gesellschaft. 1872 zogen die Eltern nach Leipzig um, wo Clara Eißner das von der Pädagogin und Frauenrechtlerin Auguste Schmidt (1833–1902) geführte Lehrerinnenseminar besuchte. Zu Beginn ihres Berufslebens arbeitete sie als Hauslehrerin. 1878 schloss sie sich der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD) an und kam früh mit den Führern der deutschen sozialistischen Bewegung, Wilhelm Liebknecht (1871–1919) und August Bebel (1840–1913), zusammen. 1882 verliebte sich Clara Eißner in den aus Odessa (Ukraine) stammenden jüdischen Schriftsetzer und Revolutionär Ossip Zetkin (1853–1889). Mit ihm lebte sie ab 1883 in Paris, wo sie noch im selben Jahr ihren Sohn Maxim gebar. Von da an nannte sich, obwohl sie unverheiratet blieb, Clara Zetkin. 1885 kam der Sohn Konstantin („Kostja“) zur Welt. Im Juli 1889 tat Clara Zetkin beim Gründungskongress der „Zweiten Internationale“ in Paris erstmals ihre Ansichten zur proletarischen Frauenbewegung öffentlich kund. Sie erklärte: „Wie der Arbeiter vom Kapitalisten unterjocht wird, so die Frau vom Manne; und sie wird unterjocht bleiben, solange sie nicht wirtschaftlich unabhängig dasteht.“ Auf ihre Initiative fasste man den Beschluss, die Frauen als gleichberechtigte Mitglieder in die sozialistischen Organisationen aufzunehmen. Nach dem frühen Tod ihres Lebensgefährten Ossip Zetkin 1889 und der Aufhebung des Sozialistengesetzes 1890 zog Clara Zetkin mit ihren zwei Söhnen nach Stuttgart. Damals arbeitete sie als Anzeigenwerberin, da ihr selbst August Bebel keine Stelle in der SPD verschaffen konnte. Ab 1890 organisierte sie die sozialdemokratische Frauenbewegung in Deutschland. Von 1891 bis 1913 fungierte sie als Herausgeberin der sozialistischen Frauenzeitschrift, die ab 1891 den Titel „Die Arbeiterin“ trug und ab 1892 „Die Gleichheit“ hieß. Von 1895 bis 1913 war Clara Zetkin Mitglied der Kontrollkommission der SPD. Auf dem „Internationalen Arbeiterkongress“ 1898 forderte Clara Zetkin in ihrer Rede „Für die Befreiung der Frau“ das Recht der Frau auf uneingeschränkte Erwerbstätigkeit als notwendige Voraussetzung für die Emanzipation. In Stuttgart heiratete Clara Zetkin 1899 den 18 Jahre jüngeren Meisterschüler an der Kunstschule, Georg Friedrich Zundel (1875–1958). Trotzdem trug sie weiterhin den Familiennamen „Zetkin“. 1907 nahm Clara Zetkin an der „Ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz“ teil und wurde deren Sekretärin. Auf der „Zweiten Internationalen Frauenkonferenz“ in Kopenhagen 1910 wurde der von ihr eingereichte Antrag, den 8. März in allen Ländern als „Tag der Frau“ zu feiern, angenommen. Der französische Schriftsteller Louis Aragon (1897–1982) hörte 1912 beim „Internationalen Sozialistenkongress“ in Basel (Schweiz) die Rede mit dem Titel „Wir erheben uns gegen den imperialistischen Krieg“ von Clara Zetkin. Weil ihn ihre Worte tief beeindruckten, schrieb er ihr zu Ehren das Buch „Die Glocken von Basel“, das 1946 auch in deutscher Sprache erschien. In der SPD musste Clara Zetkin häufig aufreibende Konflikte mit konkurrierenden bürgerlichen Parteigenossinnen durchstehen. Um die Jahrhundertwende setzte sie sich – mit Unterstützung der Mehrheit des Parteivorstandes – gegen die SPD-Politikerin Lily Braun (1865–1916) durch, die in der deutschen Frauenbewegung führend tätig war. Später erwuchsen ihr in der SPD neue Konkurrentinnen. Dazu gehörte ab 1913/1914 vor allem Luise Zietz (1865–1922), die als erste Frau 1909 in den Parteivorstand der SPD gewählt und von den meisten Genossen unterstützt wurde. Durch die teilweise heftig geführten Auseindersetzungen stand Clara Zetkin, die ein Herzleiden hatte, ständig unter Druck und war sie stets überarbeitet. Wegen zeitgleicher gesundheitlicher Probleme – sie drohte zu erblinden – zog sie sich allmählich von ihren Funktionen in der SPD zurück. Ihre Ämter wurden von Luise Zietz übernommen, die später ebenfalls aus der SPD verdrängt wurde, als sie sich gegen deren militaristische Ausrichtung wandte. Eine von Clara Zetkins besten Freundinnen war die Politikerin Rosa Luxemburg (1870–1919), mit der sie vor allem vor dem Ersten Weltkrieges politisch eng zusammenarbeitete. Ungeachtet ihrer Freundschaft kritisierte Rosa einmal Clara, diese sei intellektuell ein „leerer Schlauch“, den ihr jeweils letzter Gesprächspartner leicht füllte. Clara könne Ideen aufnehmen, aber nicht hervorbringen und habe nie eine eigene Meinung. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges bekämpfte Clara Zetkin die Politik des „Burgfriedens“ der Fraktionen des „Deutschen Reichstages“. 1915 organisierte sie die „Erste internationale Frauenkonferenz“ in Bern (Schweiz). In einem im wesentlichen von ihr verfassten Manifest riefen die Frauen die Arbeiterinnen aller Länder zu Sabotageakten für den Frieden auf. Dies brachte ihr eine Anklage des Hochverrats und eine Haftstrafe wegen versuchten Landesverrates ein, die sie wegen einer lebensbedrohenden Krankheit jedoch nur von Juli bis Oktober 1915 absaß. Die zum äußersten linken Flügel der SPD gehörende Clara Zetkin wurde durch ihre antimilitaristische Haltung immer mehr in ihrer Partei isoliert und ihrer Funktionen enthoben. Während der ersten Tage der russischen Oktoberrevolution 1917 agierte sie als enge Mitarbeiterin des Politikers Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924). 1917 zählte Clara Zetkin mit Rosa Luxemburg zu den Gründern der „Spartakusgruppe“ (später „Spartakusbund“) und der „Unabhängigen SPD“. 1918 gründeten „Spartakusbund“ und Bremer Linksradikale die „Kommunistische Partei Deutschlands“ (KPD). In der KPD, der sie 1919 nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beitrat, war Clara Zetkin von 1919 bis 1924 und von 1927 bis 1929 Mitglied der Zentrale und von 1917 bis 1929 des Zentralkomitees (ZK). Ab Mai 1919 gab sie die Zeitschrift „Die Kommunistin“ heraus. Von 1920 bis 1933 gehörte Clara Zetkin als Abgeordnete der KPD dem Deutschen Reichstag in Berlin und von 1921 bis 1933 auch dem Exekutivkomitee der Komintern an. Als Leiterin des „Westeuropäischen Internationalen Frauensekretariats“ publizierte sie von 1921 bis 1915 die „Kommunistische Fraueninternationale“. Obwohl Clara Zetkin während der ganzen Dauer der Weimarer Republik dem Deutschen Reichstag angehörte, lebte sie seit 1924 in Moskau, wo sie das Frauensekretariat der „Dritten Internationale“ leitete. 1925 war sie Vorsitzende der „Roten Hilfe Deutschlands“ (RHD). Diese Massenorganisation der KPD zur Unterstützung politischer Gefangener ist 1924 gegründet worden. 1928 haben sich Clara Zetkin und ihr Mann Georg Friedrich Zundel getrennt. Von 1929 bis 1932 lebte Clara Zetkin in einem Haus in Birkenwerder, das ihr Sohn Konstantin für sie 1929 erworben hatte. Ihrem älteren Sohn Maxim beschrieb sie das Gebäude als „ein Haus mit sonnigen Zimmern und einem größeren, abgeschlossenen Garten“, in dem sie spazieren humpeln und eingepackt liegen könne. Neben ihrer Tätigkeit im Deutschen Reichstag war Clara Zetkin vor allem in Moskau als Leiterin der „Internationalen Gesellschaft zur Unterstützung von Revolutionären“ aktiv. Damals lenkte bereits der Diktator Josef Stalin (1879–1953) die Geschicke der Sowjetunion und sie lernte den Widerspruch zwischen den Taten Worten und Taten des „roten Zaren“ und seiner Führungsmannschaft kennen. Beim „Internationalen Antikriegskongress“ am 27. und 28. August 1932 wurde Clara Zetkin zusammen mit dem Schriftsteller Heinrich Mann (1871–1950) und dem Physiker Albert Einstein (1879–1955) in das „Weltkomitee gegen den imperialistischen Krieg“ gewählt. Am 30. August 1932 eröffnete die 75-jährige Clara Zetkin als Alterspräsidentin den „Deutschen Reichstag“ in Berlin. In ihrer Eröffnungsrede forderte die fast blinde und sehr geschwächte Politikerin die Einheitsfront aller Werktätigen im Kampf gegen die Nationalsozialisten, die nach den 6. Reichstagswahlen die stärkste Fraktion bildeten. Damals wurde sie von dem nationalsozialistischen Politiker Joseph Goebbels (1897–1945) beschimpft und verleumdet. Ebenfalls 1932 warnte sie vor dem kommenden Krieg, der Deutschland mit Tod und Verderben übersäen werde. 1933 flüchtete Clara Zetkin vor den Nationalsozialisten in die „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“ (UdSSR). Eine ihrer letzten Handlungen war die Aufdeckung einer geheimen Ministerliste, die unter anderem Walter Ulbricht (1893–1973), Wilhelm Florin (1894–1944) und Fritz Heckert (1884–1936) im „Fall einer siegreichen Revolution“ in Deutschland persönliche Machtpositionen sichern sollte. Dies kommentierte sie mit den Worten: „Diese Trottel denken nur an sich und nicht an die Arbeiter“. Am 20. Juni 1933 starb Clara Zetkin im Alter von 76 Jahren auf Schloss Archangelskoje in der Nähe von Moskau. An ihrem Trauerzug beteiligten sich mehr als 600000 Arbeiterinnen, Arbeiter, Studentinnen und Studenten sowie Soldaten der Roten Armee. Man bestattete ihre Urne an der Kremlmauer in Moskau. Die „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ (SED) übertrug 1949 das ehemalige Wohnhaus von Clara Zetkin in Birkenwerder deren aus der Sowjetunion zurückgekehrtem Sohn Maxim. Auf dessen Initiative wurde zum 100. Geburtstag seiner Mutter 1957 in dem Haus eine Gedenkstätte eingerichtet. * Bestellungen von "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de htptp://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928 Sat, 01 Mar 2008 09:47:00 +0100 Link: sevenload.com
Sat, 01 Mar 2008 09:44:00 +0100 Link: sevenload.com
Sat, 01 Mar 2008 09:41:00 +0100 Link: sevenload.com
Sat, 01 Mar 2008 09:37:00 +0100 Link: sevenload.com
Mon, 25 Feb 2008 11:04:00 +0100 Video: "Elvis' First Guitar - story of the 1940s Kay" von "SirMixItAllUp" bei Youtube http://de.youtube.com/watch?v=Q67xpdrhRus Beschreibung des Videoclips: Elvis Presley and his mother paid $7.75 for this guitar on his 11th birthday in 1946, at the Tupelo Hardware Store. Though the hard documentation to prove that this is indeed that guitar is rather scant ... clip of interview with author Bill Williams Thu, 21 Feb 2008 08:06:00 +0100 Videos: "Caravaggio - documentary by Robert Hughes (1975)" von "SirMixItAllUp" bei Youtube - siebenteilige Videoserie über den italienischen Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610) Thu, 21 Feb 2008 07:58:00 +0100 Videos: "Toulouse-Lautrec, a documentary life" von "SirMixItAllUp" bei Youtube Thu, 21 Feb 2008 07:56:00 +0100 Video: "Daniel Boone - documentary excerpts on his life and work" von "SirMixItAllUp" bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=eeRq-8svglg Beschreibung des Videoclips: very nice sweeping views of the Alleghenies and it's forests. Would look a lot more authentic if there were some old growth around there to film in.... "Nature was here a series of wonders, and a fund of delight." The legend that overshadows much of Daniel Boone's life and deeds started taking shape in his own lifetime. Fri, 08 Feb 2008 08:44:00 +0100 Link: sevenload.com
Wed, 06 Feb 2008 15:58:00 +0100 Video "God's Mercy" von Youtube http://www.youtube.com/watch?v=UtqaqeWgkBU Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: Als Gründerin der Kongregation „Missionarinnen der Nächstenliebe“ mit Sitz in Kalkutta (Indien) und als „Engel der Armen“ erwarb sich die Ordensschwester Mutter Teresa (1910–1997) die Sympathien der ganzen Welt. Die „Mutter der Armen“, die eigentlich Agnes („Gonxha“) Bojaxhiu hieß, und ihre zahlreichen Helferinnen haben Tausenden von Hungernden, Kranken und Sterbenden geholfen. Ihr bewundernswertes Werk wurde bereits zu ihren Lebzeiten mit höchsten Auszeichnungen bedacht. Agnes Bojaxhiu kam am 26. August 1910 als drittes und letztes Kind des albanischen Bauunternehmers Kolë Bojaxhiu in Skopje zur Welt. Ihr Geburtsort gehörte damals noch zum Osmanischen Reich, heute ist er die Hauptstadt der Republik Mazedonien. Sie wuchs zusammen mit ihrer Schwester Aga und dem Bruder Lazar auf. Agnes wurde von ihrer Mutter Drana streng katholisch erzogen und zu Hause „Gonxha“ („Knospe“) gerufen. Ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war. Nach dem Abitur verließ Agnes am 25. September 1928 im Alter von 18 Jahren ihr Elternhaus und trat in den irischen „Loreto-Orden“ in Rathfarnham bei Dublin ein, wo sie unter anderem die englische Sprache lernte. Noch 1928 verließ sie Irland, traf am 6. Januar 1929 in Kalkutta (Indien) ein und machte sich von dort auf den Weg zum Noviziat der „Loreto-Schwestern“ im Gebirgsort Darjeeling zu Füßen des Kanchenjunga, in das sie am 23. Mai 1929 eintrat. Am 24. Mai 1931 legte Agnes Bojaxhiu in Kalkutta ihre ersten Gelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams als „Loreto-Schwester“ ab und nahm den Namen „Teresa vom Kinde Jesu“ an. Dies geschah aus Verehrung für die heilige Theresa von Lisieux (1873–1897). Bald danach wurde sie in das Kolleg für höhere in-dische Töchter nach Entally bei Kalkutta versetzt und unterrichtete zusätzlich an der „St. Mary’s School“ und in der „St. Teresa School“ in Kalkutta. 1937 legte Teresa ihre „Ewigen Gelübde“ ab. 1944 stieg sie zur Leiterin der Missionsschule „St. Mary“ in Kalkutta auf. Während ihrer Schultätigkeit wuchs ihr Gefühl, dass Gott sie zu einem Leben für die Armen gerufen habe, denn die Menschen, deretwegen sie eigentlich nach Indien gekommen war und denen sie helfen wollte, vegetierten außerhalb des eisernen Tores der Eliteschule. Als in Bengalen eine Hungersnot ausbrach, sah sie, wie draußen die Armen zu Tausenden starben, und fühlte sich dabei nutzlos. Am 10. September 1946 bekam Teresa in einem Zug, mit dem sie zur spirituellen Einkehr nach Darjeeling fahren wollte, die Eingebung von Gott, eine neue religiöse Gemeinschaft zu gründen, in die Slums von Kalkutta zu gehen und den Ärmsten der Armen zu dienen. Mitte August 1948 legte die 38-Jährige ihre Ordensgewänder ab, verließ das Kloster in Entally und trug fortan wie die Armen in Bengalen den weißen Sari mit der blauen Borte. Sie besuchte drei Monate lang im Krankenhaus der „Medical Missions Sisters“ in Patna-Bihar einen medizinischen Kurs. Ab 21. Dezember 1948 benutzte sie eine Hütte im Armenviertel von Kalkutta und brachte Kindern das Alphabet und Grundbegriffe der Hygiene bei. Bald kümmerte sie sich auch um die Kranken, Notleidenden und Sterbenden. Im Oktober 1949 konnte Teresa mit einer Gruppe ihrer ehemaligen Schülerinnen die neue Kongregation „Missionarinnen der Nächstenliebe“ bilden, die 1950 von Papst Pius XII. (1876–1958) anerkannt und dem Erzbischof von Kalkutta unterstellt wurde. Im Februar 1953 bezogen sie ein dreistöckiges Haus, das fortan als Mutterhaus ihres Ordens diente. Seit 1952 besaß Teresa auch die Erlaubnis der Stadtverwaltung von Kalkutta, den verlassenen Pilgerschlafsaal des Kali-Tempels im Stadtteil Kalighat als Sterbehaus zu nutzen. Die „Mutter der Armen“, andere Schwestern und freiwillige Helfer sammelten täglich ab 7 Uhr Halbverhungerte, Malaria- und Leprakranke, Sterbende und ausgesetzte Säuglinge ein und verteilten Brot an die Hungernden. Mutter Teresa’s „Imperium der Barmherzigkeit“ wuchs im Laufe der Zeit beachtlich. Außer dem erwähnten Sterbehaus in Kalighat gab es bald noch ein Waisenhaus, eine Lepra-Kolonie bei Kalkutta, eine Tuberkuloseklinik, ein Heim für ledige Mütter und zahlreiche Slum-Schulen. 1965 gründete Mutter Teresa das erste Haus außerhalb von Indien in Venezuela. Auf der ganzen Erde gehören heute mehr als 3600 Schwestern und – seit 1963 auch – 400 Brüder der von ihr gegründeten Gemeinschaft an. Die Kongregation besaß 1997 insgesamt 585 Heime in 120 Ländern. 1971 wurde Mutter Teresa von Papst Paul VI. (1897–1978) als erste Frau mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. 1979 erhielt sie als sechste Frau den Friedensnobelpreis, 1983 den Verdienstorden Großbritanniens und 1992 den Friedenspreis der „United Nations Educational Scientific and Cultural Organization“ (UNESCO). Den Friedensnobelpreis in Oslo nahm sie persönlich, aber stellvertretend an für die „Nackten, Hungrigen, Verkrüppelten, Blinden und Armen sowie für alle Menschen, die ausgestoßen sind.“ Bei dieser Gelegenheit bat sie darum, auf das übliche umgerechnet 12000 Mark teure Festbankett zu verzichten und den Betrag auf das Ordenskonto zu überweisen. Dank dieses Geldes und spontaner Spenden in Höhe von weiteren 50000 US-Dollar konnte die Nobelpreisträgerin ein Weihnachtsfest für 2000 arme Inder veranstalten und insgesamt 15000 Menschen eine warme Mahlzeit anbieten. Der „Engel der Armen“ leitete sein imposantes Werk der Nächstenliebe in einem kleinen Büro des Mutterhauses in Kalkutta. Besucher wunderten sich darüber, dass es dort keine Aktenschränke und keinen Computer gab und nur ein einziges Telefon zur Verfügung stand. Seit einer schweren Herzerkrankung 1989 trug Mutter Teresa einen Herzschrittmacher und hatte immer wieder Herzprobleme. Im März 1997 gab sie aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz ihres Ordens in jüngere Hände an Schwester Nirmala, eine Inderin nepalesischer Herkunft, ab. Mutter Teresa erlag am 5. September 1997 im Alter von 87 Jahren in Kalkutta ihrem Herzleiden. Indien ehrte den „Engel der Armen“ am 13. September 1997 mit einem Staatsbegräbnis. Daran nahmen drei Königinnen, 12000 Ehrengäste und 1,5 Millionen Menschen teil. * Bestellungen von "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919 Tue, 29 Jan 2008 21:31:00 +0100 Video: "Falco - Auf der Flucht" bei Youtube * Video: "Falco - Coming Home" bei Youtube * Video: "Falco - Emotional" bei Youtobe * Video: "Falco - Helden von Heute" bei Youtube * Video: "Falco - Nachtflug" bei Youtube * Video: "Falco - Out Of The Dark" bei Youtube * Video: "Falco - Rock Me Amadeus" bei Youtube * Video: "Falco - Wiener Blut" bei Youtube * Wien (ernst-probst-starvideos) - Falco, eigentlich Johann ("Hans") Hölzel, geboren am 19. Februar 1957 in Wien, gestorben am 6. Februar 1998 bei Puerto Plata in der Dominikanischen Republik, war ein Weltstar. Er gilt als der bekannteste und erfolgreichste österreichische Pop-Rock-Sänger und Musiker. Sein Titel "Rock me Amadeus" erreichte als erstes und bisher einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-amerikanischen Charts. "Hans" Hölzel war das einzige überlebende Kind von Drillingen. Zum vierten Geburtstag schenkte man ihm ein Klavier, ein Jahr später einen Plattenspieler, auf dem er vor allem Elvis Presley, Cliff Richard und die Beatles hörte. Im Alter von fünf Jahren wurde ihm bei einem Vorspieltermin an der Wiener Musikakademie das absolute Gehör bescheinigt. Ab 1963 besuchte Hölzel eine katholische Privatschule, ab 1967 das Rainer-Gymnasium in Wien. 1973 verließ er die Schule, begann eine Lehre bei der österreichischen Pensionsversicherungsanstalt für Angestellte, brach diese Lehre aber 1974 ab und nahm Gelegenheitsjobs an. Während seiner Pflichtzeit beim österreichischen Bundesheer von 1974 bis 1975 spielte Hölzel erstmals Bassgitarre. Nach einem Semester am Wiener Musikkonservatorium trat er zunächst in der Band "Umspannwerk" und danach unter anderem in der Wiener Band "Drahdiwaberl" auf. 1977 wohnte Hölzel zeitweise in West-Berlin. Damals beschloss er, sich fortan Falco zu nennen, weil der DDR-Skispringer Falko Weißpflog, der im Fernsehen wegen seiner weiten Sprünge als Falke bezeichnet wurde, ihn sehr beeindruckt hatte. Falco änderte damals auch seinen bürgerlichen Namen Hölzel leicht ab und wählte die internationalere Schreibweise „Hoelzel“. Den ursprünglich zum Vornamen "Falco" geplanten Zunamen "Gottehrer" benutzte er nicht lange. Seinen Spitznamen "Hansi", wie ihn seine Mutter bis zu seinem Tod benutzte, mochte er nicht. Falco kehrte nach Wien zurück, wurde von der Band "Spinning Wheel" engagiert und spielte im "Ersten Wiener Musiktheater", später "Hallucination Company", einem avantgardistischen Rocktheater. Bereits hier feierte er Erfolge, die aber nur auf die Wiener "Szene" beschränkt waren. Bei der politischen Band "Drahdiwaberl" trat Falco als Bassist und gelegentlich als Sänger auf. Sein selbst geschriebenes Stück "Ganz Wien", zunächst nur als Solo-Pausenfüller vorgesehen, trug er 1980 als Sänger vor. Das Lied befasste sich mit dem Drogenkonsum in der Wiener Szene thematisiert und entwickelte sich zum Hit in der österreichischen Hauptstadt. 1980 erhielt Falco einen Vertrag über drei Solo-LPs. Zusammen mit dem Wiener Produzenten Robert Ponger produzierte er die Single "Der Kommissar", mit der er 1981 einen Welthit landete. Diese Single erreichte in vielen europäischen Ländern den ersten Platz in der Hitparade. In Kanada erhielt Falco für die Single sogar Gold. Falco war der zweite Künstler (nach "Kraftwerk" mit "Autobahn"), der mit einem deutschen Text in die US-amerikanischen Charts gelangte. Insgesamt wurde "Der Kommissar" weltweit sieben Millionen Mal verkauft. 1982 erschien das dazugehörige Album "Einzelhaft" mit weiteren Hits wie "Maschine brennt". Das zweite Album "Junge Roemer" erschien 1984. Es wurde kein großer Erfolg. "Junge Roemer" war das erste Album, das komplett verfilmt wurde. 1985 wechselte Falco zum niederländischen Produzenten-Duo Rob und Ferdi Bolland. Zusammen mit den beiden Brüdern produzierte er das Album "Falco 3" mit Hits wie "Rock me Amadeus", "Vienna Calling" und "Jeanny". Im März 1986 belegte Falcos Single "Rock me Amadeus" drei Wochen lang Platz 1 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Es war die erste deutschsprachige Nummer 1 in Amerika. Nach seiner Tournee im Sommer 1986 schloss Falco die Arbeit am vierten Album "Emotional" ab, das im Herbst jenes Jahres erschien. Auf diesem Album waren die Singles "The Sound of Musik", "Emotional" und "Coming Home" (Jeanny Part 2 – Ein Jahr danach) zu hören. Danach ging Falco auf Welttournee. Im Herbst 1988 erschien Falcos fünftes Album "Wiener Blut". Damit hatte er keinen großen Erfolg. Wegen schwacher Nachfrage wurde eine geplante Europatournee abgesagt. Im Frühjahr 1989 trennte sich Falco von seiner Ehefrau Isabella Vitkovic. Das Album "Emotional" war der 1986 geborenen, vermeintlich gemeinsamen Tochter des Paares, Katharina-Bianca Vitkovic, gewidmet. Doch 1993 kam durch einen Vaterschaftstest heraus, dass Falco nicht Katharinas Vater war. 1990 gelang Falco mit dem Album "Data de Groove" kein Comeback, besser verkaufte sich das im Herbst 1992 erschienene Album "Nachtflug". Ermutigt durch den Erfolg dieses Albums unternahm Falco 1993 eine Europa-Tournee. 1993 gab Falco ein - wegen heftiger Regelfälle und eines Gewitters - legendäres Konzert auf der Wiener Donauinsel. Mehr als 100.000 Besucher harrten aus, obwohl während des Songs "Nachtflug" ein Blitz einschlug. Als die Bühne unter Wasser stand, fiel die Ausrüstung aus. Das Konzert musste abgebrochen werden, blieb aber wegen seiner einzigartigen Stimmung unvergessen. 1995 veröffentlichte Falco die Single mit dem 1930-er-Jahre-Song "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" unter dem Pseudonym "T>>MA". 1996 wählte Falco die Dominikanische Republik als Wohnsitz. Damals veröffentlichte er auch die Dance-Single "Naked", die seine letzte zu Lebzeiten veröffentlichte Single war. Am 18. Dezember 1997 gab Falco bei einer Weihnachtsfeier der "Lauda Air" in den Wiener Sofiensälen sein letztes Live-Konzert. Niki Lauda war ein langjähriger Freund Falcos; er taufte am 31. Juli 1998 eine "Boeing 737" seiner Fluglinie zum Gedenken an den Sänger auf den Namen Falco. Im Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall unweit der Stadt Montellano in der Dominikanischen Republik. Sein Sarg wurde von Wiener Motorrad-Rockern, den "Outsidern", auf dem Wiener Zentralfriedhof zu Grabe getragen. Die "Outsider" waren 1985 in Falcos Video "Rock Me Amadeus" zu sehen gewesen. Nach Falcos Tod wurde das Album "Out Of The Dark" ein großer kommerzieller Erfolg. Tue, 29 Jan 2008 17:29:00 +0100 Video: "New York City, 1959/08/27 (1959)" bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=84fYnCEVfJI Beschreibung des Videoclips: News In Brief - Gertrude Ederle, 33 years ago returned from England having swum the English Channel, New York City's first ticker-tape parade in 1926, setting precedent for Lindbergh next year (partial newsreel). * Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: Die erste Frau, die den Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien durchschwamm, war 1926 die deutsch-amerikanische Sportlerin Gertrud („Trudy“) Ederle (1906–2003). Dabei stellte die mutige Sportlerin sogar einen neuen Rekord auf: Niemand vor ihr hatte das in noch kürzerer Zeit geschafft. Das amerikanische Schwimmidol galt zu seiner Zeit als führende Vertreterin des „eight-beat crawl“ („Acht-Schlag-Kraulen“). Gertrud Ederle wurde am 23. Oktober 1906 in New York geboren. Ihr Vater Heinrich (Henry) Ederle stammte aus dem schwäbischen Bissingen/Teck. Er war dort im Gasthof „Lamm“ als eines von 20 Kindern zur Welt gekommen, hatte das Metzgerhandwerk gelernt und war 1892 im Alter von 16 Jahren nach Amerika ausgewandert. Er eröffnete im New Yorker Stadtteil Queens einen Feinkostladen und hatte mit seiner Frau Gertrud, einer Ostpreußin aus Königsberg, sieben Kinder. Im März 1914 besuchte Trudy mit ihrer Mutter Bissingen, wo die Siebenjährige im Bissinger See lernte, wie man schwimmt und nicht ertrinkt. Mit zwölf schaffte sie im August 1919 in Indianapolis die 800 Meter Freistil in 13:19,0 Minuten – das war Weltrekord! Zwischen 1921 und 1925 brach die Schwimmamateurin 18 amerikanische Rekorde sowie elf Weltrekorde auf den Strecken zwischen 50 Yards und einer halben Meile. In Brighton Beach im US-Bundesstaat New York stellte sie an einem einzigen Nachmittag sieben Rekorde auf. 1925 wurde sie Profi. Bei den „Olympischen Sommerspielen 1924“ wollte die haushohe Favoritin drei Goldmedaillen gewinnen, doch sie verkrampfte unter den Erwartungen und holte „nur“ eine Goldmedaille in der 400 Meter Kraulstaffel sowie je eine Bronzemedaille im 100- und 400- Meter-Kraul. Trotzig setzte sich Trudy ein neues, noch ehrgeizigeres Ziel: Sie wollte beweisen, dass auch eine Frau den Ärmelkanal – auch „Englischer Kanal“ genannt – bezwingen konnte, was bis dahin nur fünf Männer geschafft hatten. Wie besessen trainierte sie für ihr großes Ziel im Hudson River. 1925 versuchte Trudy zum ersten Mal, den Ärmelkanal schwimmend zu überqueren. Damals glaubte niemand, dass einer Frau dieses gefährliche Vorhaben gelingen könnte. Fast schien es so, als ob die Skeptiker letztendlich recht behalten würden, denn der erste Versuch der Amerikanerin misslang: Sie musste fast bewusstlos aus dem Wasser gezogen werden. Bereits ein Jahr später – am 6. August 1926 – schaffte die 19-jährige Schwimmerin die 35 Meilen (umgerechnet 56 Kilometer) lange Strecke von Cape Gris-Nez in Frankreich bis nach Dover in Großbritannien in nur 14 Stunden und 39 Minuten. Zuvor lag der Rekord des besten männlichen Schwimmers bei 16 Stunden und 23 Minuten. Vor dem Start um 5.30 Uhr hatte Trudys Vater seine Tochter zum Schutz vor Kälte an den Armen und Beinen mit Schmalz und Olivenöl eingefettet. Unterwegs feuerte er sie vom Begleitboot aus an: „Swim girl, swim!“ Der Trainer Tom Burgess gab per Megaphon Kommandos und versorgte Trudy mit Hühnerbrühe aus der Thermosflasche, einem Hähnchenschlegel, Schokolade, Obst (Ananas) und Zucker. Das Wetter verschlechterte sich, und es wurde auch früh dunkel. Deswegen konnte der Vater zeitweise Trudys rote Badekappe im Wasser nicht mehr sehen. Nach dem Vorbeischwimmen am Leuchtschiff von South Goodwin war Gertrud Ederle sicher, dass sie ihr Ziel erreichen würde. Am Strand von Dover warteten etwa 10000 Schaulustige auf sie, die durch einen Exklusivbericht in der „Daily News“ von dem Vorhaben erfahren hatten. Doch die Strömung trieb Gertrud bis nach Kingsdam ab, wo sie um 20.09 Uhr aus dem Fluten stieg. Die erste erfolgreiche Durchquerung des Ärmelkanals datiert vom 25. August 1875. An jenem Tag durchschwamm der 27-jährige Brite Ernst-Matthew Webb (1848–1883) in 21:45 Stunden den Kanal. Er trat später als Dauerschwimmer bei Sechstageschwimmen auf und kam ums Leben, als er die Niagarafälle durchschwimmen wollte. Die kürzeste und direkte Strecke zwischen den Küsten von Frankreich und Großbritannien beträgt 33,8 Kilometer. Jedoch müssen die Schwimmer, weil sie oft durch die gefürchtete Nordwest-Strömung abgetrieben werden, bis zu 60 Kilometer zurücklegen. Leuchtschriften am Times Square informierten die Menschen in New York über die sensationelle Leistung von Gertrud Ederle. Die „Daily News“ und die „Chicago Tribune“, die das waghalsige Unternehmen finanziert hatten, sowie andere Zeitungen feierten Trudy als Heldin. Kurz nach ihrem Triumph erlebte Gertrud in Stuttgart einen großen Bahnhof. Bei ihrem zweiten Besuch in Bissingen wurde im Gasthof „Lamm“ ein Festessen serviert. Damals, im August 1926, entstand in Bissingen ein Pressefoto, das die 77-jährige „Lammwirtin“ Margaret Ederle mit Kopftuch und Festtagskleid und ihre 19-jährige Enkelin Trudy, die ihren Kopf an die Stirn ihrer Oma legt, zeigt. Im Bissinger See demonstrierte Trudy ihr schwimmerisches Können. Nach ihrer Rückkehr in die USA wurde die Rekordschwimmerin 1926 in New York von Hunderttausenden triumphal mit einer Konfetti-Parade gefeiert und konnte sich im Starruhm sonnen. Sogar US-Präsident Calvin Coolidge (1872–1933) lud sie ein, und der Musikproduzent Irvin Berlin (1888–1989) komponierte ihr zu Ehren den Schlager „Trudy“. Für ihre sportliche Großtat musste Gertrud Ederle allerdings einen hohen Preis bezahlen: In den Salzwasserwogen des Ärmelkanals erlitt ihr Gehör schweren Schaden und verschlechterte sich in kurzer Zeit merklich. Außerdem griff das Salzwasser ihre Stimmbänder an, weswegen ihre Stimme fortan leicht ermüdete. 1929 eröffnete ein Arzt Gertrud Ederle, dass sie taub sein würde. Daraufhin fuhr sie zum Theater, in dem sie für 6000 Dollar pro Woche als professionelle Schwimmerin eine Varieteenummer vorführte und schlug mit einer Feueraxt auf das riesige gläserne Becken ein, in dem sie ihre Künste vorgeführt hatte. Das Wasser schoss auf die Bühne und in den Zuschauerraum. Die Folge dieser Verzweiflungstat war eine Schadenersatzklage. Eine folgenschwere Wirbelsäulenverletzung, die sie lähmte, beendete 1933 vorläufig die sportliche Karriere von Gertrud Ederle. Wegen der Wirbelsäulenverletzung musste sie fünf Jahre lang ein Gipskorsett tragen. Mit derselben Energie, die sie in den Wogen des Ärmelkanals bewiesen hatte, lernte sie wieder gehen. 1939 konnte sie wieder in „Billy Rose’s Aquacade“ in „New York World’s Fair“ auftreten. In „Readers Digest“ stand 1958 über Gertrud Ederle zu lesen: „Wenn man auf ihre körperlichen Beschwerden zu sprechen kommt, lacht sie nur spöttisch und sagt: „Macht euch nur keine Sorgen um die alte Trudy.“ In der Sportwelt geriet Gertrud Ederles abenteuerliche Durchquerung des Ärmelkanals nie in Vergessenheit. Später arbeitete sie als Schwimmlehrerin für taubstumme Kinder, denen stets ihre besondere Liebe galt. 1965 wurde sie in die „Internationale Swimming Hall of Fame“ in Fort Lauderdale (Florida) und 1980 in die „National Women’s Hall of Fame“ in Seneca Falls (New York) aufgenommen. Anlässlich des damals bevorstehenden 50. Jubiläums der ersten Durchquerung des Ärmelkanals durch eine Frau berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) im Sommer 1976, Gertrud Ederle habe sich aus gesundheitlichen Gründen ganz zurückgezogen, ihre Augen machten ihr viel Kummer. Gertrud Ederle lebte jahrelang in aller Stille in Flushing, ehe sie 2000 in ein Pflegeheim in Wyckoff bei New York City einzog. Ihre Cousine Else Ederle aus Bissingen berichtete nach einem Besuch bei ihrer berühmten Tante in den USA, diese wolle mit ihrer großen Vergangenheit nichts mehr zu tun haben. Gertrud Ederle starb am 30. November 2003 im Alter von 98 Jahren in ihrem Pflegeheim in Wyckoff. Dort hatte sie ihre letzten Jahre verbracht. * Bestellungen von "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928 Sat, 26 Jan 2008 16:17:00 +0100 Video: "Cleopatra and Mark Antony on her luxury yacht" bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=YrA-jm7Ah9U Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: Ägyptens bedeutendste Königin und letzte Herrscherin der Ptolemäer-Dynastie war Kleopatra VII. die Große (69–30 v. Chr.). Nach Münzporträts zu schließen trug sie eine Hakennase und ist keine besonders schöne Frau gewesen. Chronisten zufolge machte sie dieses Manko jedoch durch ungewöhnlichen Charme und Geist wett. Ihre beiden römischen Geliebten, Caesar und Marcus Antonius, sie selbst und ihr Sohn Caesarion endeten tragisch. Das Leben von Kleopatra VII. begann Ende des Jahres 69 v. Chr. Ihr Vater Ptolemaios XII. hatte drei Töchter und zwei Söhne. Nach dem Tod ihres Vaters bestieg die 18-jährige 51 v. Chr. zusammen mit ihrem Bruder und Gemahl Ptolemaios XIII. den ägyptischen Thron. 48 v. Chr. wurde Kleopatra VII. von den Anhängern Ptolemaios’ XIII. vertrieben. Ebenfalls 48 v. Chr. hielt sich Caesar (100–44 v. Chr.) bei der Verfolgung des flüchtigen Feldherrn Pompejus (106–48 v. Chr.), den man auf Geheiß Ptolemaios’ XIII. erschlug, in Alexandria auf. Zu ihm ließ sich Kleopatra – unbemerkt von den Wachen ihres feindlichen Bruders – in einer Teppichrolle bringen. Die 21-Jährige wurde die Geliebte des 52-jährigen Caesar und schenkte ihm 47 v. Chr. den Sohn Caesarion. Kleopatra konnte mit Caesars Unterstützung den Thron zurückgewinnen. Caesar hatte zunächst in dem Streit vermitteln wollen, dann aber Partei für Kleopatra ergriffen. Bei den folgenden Kämpfen ist Ptolemaios XIII. besiegt worden. Von 47 bis 44 v. Chr. regierte Kleopatra zusammen mit ihrem Bruder Ptolemaios XIV. über Ägypten. Auf Einladung Caesars hielt sich Kleopatra von 46 bis 44 v. Chr. in Rom auf. Dort wohnte sie nicht weit entfernt davon, wo sich Caesar mit seiner Gemahlin Calpurnia aufhielt. Nach Caesars Ermordung am 15. März 44 v. Chr. kehrte Kleopatra nach Ägypten zurück. Noch 44 v. Chr. erhob sie ihren Sohn Caesarion (Ptolemaios XV.) zum Mitregenten, nachdem Ptolemaios XIV. gestorben war.. Im römischen Bürgerkrieg 43/42 v. Chr. verhielt sich Kleopatra neutral. Deswegen wurde sie 42 v. Chr. von dem Feldherrn und Staatsmann Marcus Antonius (82–30 v. Chr.) nach Tarsus vorgeladen. Bei dem Treffen mit dem eher simplen, aber mutigen Antonius präsentierte sich Kleopatra fast nackt. Sie trug nur ihren Juwelenschmuck und eine Art Tanga aus Perlen. Antonius verliebte sich in Kleopatra und führte fortan mit ihr ein Luxus- und Lotterleben. Bei Festspielen in Alexandria beispielsweise soll ein enger Vertrauter des Antonius nackt als Meeresgott und von Kopf bis Fuß in grüne Farbe getaucht aufgetreten sein. Kleopatra soll zum Dessert eine der beiden kostbarsten Perlen jener Zeit in Essig geworfen und das Getränk geschlürft haben. 43 v. Chr. bildeten die römischen Staatsmänner Octavian (63 v. Chr.–14 n. Chr.), später Augustus genannt, Marcus Antonius und Lepidus (um 90–13/12 v. Chr.) das Triumvirat (Dreimännerbund) gegen den römischen Senat und die Mörder Cäsars. Die Cäsarmörder Brutus und Cassius wurden 42 v. Chr. in der Doppelschlacht bei Philippi von Antonius besiegt und begingen Selbstmord. 40 v. Chr. bereinigten die drei Triumvirn im Vertrag von Brundisium ihre Differenzen und beschlossen eine Art Reichsteilung: Octavian erhielt den Westen des römischen Reiches, Marcus Antonius den Osten und Lepidus Afrika, Italien blieb neutrale Zone. Seit 37 v. Chr. lebten Kleopatra und Marcus Antonius in Alexandria. Nach dem Sieg von Antonius über Armenien 34 v. Chr. sah sich Kleopatra – nun „Königin der Könige“ genannt – ihrem Traumziel eines ägyptisch-ostmediterranen Riesenreiches näher. 32 v. Chr. gab Octavian das – womöglich gefälschte – Testament des Marcus Antonius bekannt, wonach dieser sein Land Kleopatra und den gemeinsamen Kindern vermachte. Daraufhin beschloss der römische Senat den Krieg gegen Antonius und Kleopatra. In dem Streit zwischen Octavian und Marcus Antonius spielte die Römerin Octavia (um 70–11 v. Chr.) eine tragische Rolle: Einerseits war sie die Schwester Octavians, andererseits seit 40 v. Chr. die Frau von Marcus Antonius. Aus diesem Grund versuchte sie, zwischen beiden diplomatisch zu vermitteln, was ihr schlecht gelohnt wurde: 32 v. Chr. schickte ihr Marcus Antonius den Scheidebrief. 31 v. Chr. endete die Seeschlacht bei Aktium vor der nordwestgriechischen Küste durch die Niederlage von Marcus Antionus und Kleopatra gegen Octavian. Am 1. August 30 v. Chr. eroberte Octavian die ägyptische Hauptstadt Alexandria. Noch am selben Tag stürzte sich Marcus Antonius in sein Schwert und starb. Der Sieger Octavian erlaubte Kleopatra, ein pompöses Begräbnis für Antonius auszurichten und wollte sie anschließend im Triumphzug in Rom vorführen. Doch dazu kam es nicht. Als eine römische Abordnung Kleopatra abholen wollte, lag diese tot am Grab des Antonius. Zwei kleine Einstiche am Arm ließen vermuten, dass Kleopatra Selbstmord durch den Biss einer Giftschlange begangen hatte. Kleopatras Sohn Caesarion ist nach der Einnahme Alexandrias von Oktavian hingerichtet worden. Durch den Tod von Kleopatra und deren Erben erlosch die Dynastie der Ptolemäer. Ägypten wurde nun römische Provinz. * Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919 Fri, 25 Jan 2008 19:54:00 +0100 Lustige Videos – Gratis Fun Video – Deine funny Videos bei Clipfish Lustige Videos – Gratis Fun Video – Deine funny Videos bei Clipfish Lustige Videos – Gratis Fun Video – Deine funny Videos bei Clipfish Lustige Videos – Gratis Fun Video – Deine funny Videos bei Clipfish Weitere Videoclips von "buntestarshots" unter http://www.clipfish.de/user/buntestarshots Thu, 24 Jan 2008 16:00:00 +0100 Video: "The Windy City from Calamity Jane (1953)" bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=5MnUrhptPSo Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: ![]() Eine der berühmtesten Scharfschützinnen des Wilden Westens war Martha Jane Canarry (1852–1903), genannt Calamity Jane – zu deutsch: „Katastrophen-Jane“. Laut Legende erhielt sie ihren Spitznamen, weil über jeden Mann der sie beleidigte, eine Katastrophe hereingebrochen sei. Auf den ersten Blick hielt man diese Frau, die als Schützin, Reiterin und Kundschafterin einen gewissen Ruf genoss, für einen Mann. Denn sie war gekleidet wie die Cowboys, oft auf Pferden unterwegs sowie mit Lasso und Winchester-Karabiner bewaffnet. Martha Jane Canarry wurde am 1. Mai 1852 als ältestes von sechs Kindern einer gläubigen Pioniersfamilie in Princeton (Missouri) geboren. Um 1863 zog sie mit ihrer Familie westwärts und wuchs in Goldgräberstädten des Wilden Westens auf. 1865 kam sie nach Virginia City (Montana), 1869 nach Cheyenne (Wyoming) und Abilene (Kansas). Schon im Kindesalter musste Martha Jane kräftig mit anpacken und lernte den Umgang mit Pferden und Gewehren. 1866 starb ihre Mutter in Black Foot (Montana) und 1867 ihr Vater. Fortan hatte sie für sich selbst aufzukommen. In der Folgezeit zog sie allein mit Pferd und Waffe durch die Prärien von Wyoming, Dakota und Montana. Die junge Frau verdiente ihren Unterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und wurde wegen ihres Alkoholkonsums, ihrer männlichen Garderobe und ihres Tabakkauens zur Kuriosität. Zeitweise verlegte sie Eisenbahnschienen für die „Northern Pacific Railrod“, führte Siedlertrecks durch den Wilden Westen, diente als Kundschafterin für die Armee und transportierte die Post zwischen Custer in Montana und Deadwood in South Dakota. Laut Legende war Martha Jane Canarry in den Stadtmarshal von Abilene, James Butler Hickok (1837–1876), genannt „Wild Bill Hickok“, unsterblich verliebt. Jener führte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen Killerinstinkt: Wenn er fühlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss. Der Ruhm von „Wild Bill Hickok“ beruhte auf einer großen Lüge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn Mörder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der Überschrift „Wild Bill“ stand 1867 in der Februarausgabe von „Harper’s Magazine“. Knapp 15 Jahre nach der Tat enthüllte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabhängigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit über diesen Vorfall, den man später völlig übertrieben als „Kampf von Rock Creek“ und „McCanles Fight“ darstellte. Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete Männer aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die „Overland Stage Company“ verpachtet und wollte die längst überfällige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den lästigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im „Nebraska History Magazine“. 1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern überfallen, wobei ihn eine Lanze in der Hüfte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City gehörte. Als er unter fragwürdigen Umständen zwei Männer erschoss, wählte man ihn ab. Im April 1871 wurde „Wild Bill Hickok“ Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz für die aus dem Süden herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachthöfen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon „Alamo“ zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene für Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man später phantasievoll „The Texas Street Battle“ nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams. In den 1870-er Jahren arbeitete Martha Jane Canarry in Männerkleidung (Foto) zeitweise in Wyoming als Scout (Kundschafter) für die United States Cavalry (Kavallerie) unter General George Crook (1828–1890). Der Offizier führte viele Feldzüge gegen die Indianer und lernte dabei, seine tapferen Gegner zu achten. Im Mai 1876 heiratete der 40-jährige und am grünen Star leidende „Wild Bill Hickok“ in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826–1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene während eines Gastspiels für Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zurückgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati. Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich Calamity Jane kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen. „Wild Bill Hickok“ starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall & Mann’s No. 10 Saloon in der Goldgräber-Town Deadwood: Ein 25-Jähriger namens Jack McCall (1851–1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel – Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube – hieß fortan „dead mans’ hand“. McCall wurde am 1. März 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet. Ein Jahr nach dem Tod von „Wild Bill Hickok“ grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, während der Calamity Jane – aus heute nicht mehr eruierbaren Gründen – zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von „Wild Bill Hickok“, vor dem sich Calamity Jane fotografieren ließ. Als Heroine und Schönheit kam sie in einem Groschenheft über den fiktiven Detektiv Deadwood Dick zu Ehren. Im August 1885 heiratete Calamity Jane in El Paso (Texas) den Kutschenfahrer Clinton Burk. Am 28. Oktober 1887 brachte sie die Tochter Janey zur Welt. Ihr Ehegatte verließ sie bald wieder, aber sie behielt seinen Namen. Dann gab Mrs. Burk ein kurzes Gastspiel bei Buffalo Bills Wild-West-Show, wo man sie wegen ständiger Trunkenheit feuerte, und zog danach mit der „Palace Museum Show“ durch das Land. Mit Hilfe eines weiblichen Ghostwriters brachte sie ihre vor Erfindungen strotzenden Memoiren „Life and Adventures of Calamity Jane“ (1895) zu Papier. Als Mrs. Burk wegen Trunkenheit und schlechten Benehmens auch bei der „Palace Museum Show“ ihren Job verlor, vagabundierte sie durch den Westen und verkaufte selbst ihre Memoiren. Manchmal sah man sie in einem Bordell, wo sie ihre Liebesdienste anbot, oder trinkend und fluchend in Saloons. Gar nicht selten wurde sie mit Schimpf und Schande aus einer Stadt gejagt. Am 2. August 1903 starb Calamity Jane im Alter von 51 Jahren in einem Hotelzimmer in Terry bei Deadwood. Wie „Wild Bill Hickok“ wurde auch sie in Deadwood begraben. Ihre Tochter Janey erhielt erst Jahre nach dem Tod der Mutter deren während der Wanderschaft geschriebene Briefe. In zahlreichen Wild-West-Filmen ist Jane als Nebenfigur zu sehen, in dem Streifen „Calamity Jane“ (1953) mit Doris Day steht sie im Mittelpunkt der Handlung. * Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928 Wed, 23 Jan 2008 11:20:00 +0100 Video: "Italian Sexy bomb Gina Lollobrigida on "Trapeze" of Love" bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=A6y2GV_V8Ts Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: Italiens populärste Filmschauspielerin der 1950-er Jahre war Gina Lollobrigida, geborene Luigina Mercuri. In ihrer Glanzzeit galt die „Lollo“ als „die schönste Frau der Welt“. Man bezeichnete sie auch als „die Mona Lisa des 20. Jahrhunderts“. Ihr Stern verblasste in den 1960-er Jahren, als ihre Landsmännin und sieben Jahre jüngere Intimfeindin Sophia Loren ihr auf der Leinwand und in den Medien immer mehr die Schau stahl. Luigina Mercuri wurde am 4. Juli 1927 als eines von vier Kindern des Möbelfabrikanten Giovanni Mercuri und seiner Frau Guiseppina in Subacio in den Abruzzen geboren. Sie selbst bezeichnete später 1932 als ihr Geburtsjahr, vermutlich weil sie sich jünger machen wollte. Ihre Schwestern heißen Guliana, Maria und Fernanda. Bereits als Dreijährige kürte man sie zum „schönsten Kleinkind Italiens“. 1935 feierte Luigina als kleiner Matrose mit einer Gruppe von Amateurschauspielern ihr Debüt auf der Bühne. Außer einem schulfreien Tag hatte dieser Auftritt keine weiteren Folgen. Die Eltern ließen Luigina privat in Gesang, Tanz, Zeichnen und Sprachen unterrichten. Die Familie Mercuri verließ 1944 Subacio, nachdem ihr Haus und ihre kleine Fabrik bei Kriegsende zerstört worden waren, und fand zunächst in Todi und 1945 in Rom eine neue Heimat. In der italienischen Hauptstadt war der Vater arbeitslos, und die Familie lebte unter bescheidenen Verhältnissen. Damals zeichnete Luigina für ein paar Lire Karikaturen und Porträts von amerikanischen Soldaten, während ihre Schwestern Guliana und Maria als Platzanweiserinnen in einem Kino arbeiteten. 1946 besserte sich die Lage der Familie Mercuri, die nun in ein Apartment in der Via Montebello einzog. Dank eines Stipendiums konnte Luigina an der römischen Kunsthochschule „Liceo artistico“ Bildhauerei und Malerei studieren und sich als Sängerin ausbilden lassen. Eines Tages fragte der Regisseur Stefano Canzio die attraktive Luigina auf der Straße, ob sie in einem Film mitspielen wolle, und diese willigte ein. 1946 spielte Luigina in den Streifen „Aquila Nera“ („Schwarzer Adler“), „Lucia Lammermoor“ und 1947 in „L’elisir d’amore“ kleine Statistenrollen. Der italienische Produzent Mario Costa engagierte sie 1947 für den Film „Follie per l’opera“ („Der Opernrausch“). Vom 3. Mai bis 5. Oktober 1947 sah man Luigina unter dem Pseudonym „Diana Loris“ in 22 Episoden des Fotoromans „In fondo al cuore“ im Magazin „Mio Sogno“. Im Sommer jenes Jahres erreichte sie bei der Wahl der „Miss Roma“ den zweiten und bei der Wahl der „Miss Italia“ den dritten Platz. 1948 trat die „Lollo“ in Costas Film „I pagliacci“ („Bajazzo“) auf. 1949 heiratete Gina Lollobrigida den emigrierten jugoslawischen Arzt Dr. Milko Skofic, der bald darauf seine Praxis schloss und seine Frau jahrelang als Manager betreute. Der erste entscheidende künstlerische Erfolg stellte sich mit dem Streifen „Campane e martello“ („Sturmglocken“, 1949) ein. Danach lehnte sie ein Angebot der „J. A. Rank-Film“ in Großbritannien ab. 1950 folgten die Filme „Cuori senza frontiere“ („Herzen kennen keine Grenzen“ und „Miss Italia“. Der amerikanische Filmregisseur und Milliardär Howard Hughes (1905–1976) war von Gina Lollobrigidas Streifen „Miss Italia“ beeindruckt und lud sie nach Hollywood ein. Auf Anraten ihres Mannes ging die Schauspielerin nach Amerika, fühlte sich aber in der Atmosphäre von Hollywood nicht wohl. Hughes bot der „Lollo“ einen Langzeitvertrag an und drängte sie zur Scheidung von ihrem Mann Milco Scofic, worauf sie verärgert nach Italien zurückkehrte. Der Aufstieg der „Lollo“ zur „Gina nazionale“ und zum Weltruhm begann mit dem Film „Fanfan la tulipe” („Fanfan der Husar“, 1951) an der Seite des französischen Schauspielers Gérard Philipe (1922–1959) und mit dem Streifen „Les belles-denuit“ („Die Schönen der Nacht“, 1952). Danach weigerte sie sich, „Die Dame ohne Kamelie“ zu spielen. Mitte der 1950-er Jahre empfing man sie bereits am britischen Königshof in London und im „Weißen Haus“ in Washington. Ab dieser Zeit stand sie auch für amerikanische und britische Filme vor der Kamera. Die „Lollo“ avancierte zur beliebtesten und bestbezahlten Schauspielerin. Zwischen 1947 und 1990 war sie in mehr als 60 Filmen zu sehen. In Hollywood zahlte man ihr angeblich allein für Zigaretten täglich 500 US-Dollar. Mitte der 1960-er Jahre konnten ihre Filme – wie „Woman of Straw“ („Die Strohpuppe“) und „Monsignor Cupido“ („Die Puppen“) – immer noch das Publikum begeistern, aber bald geriet sie zunehmend in den Schatten von Sophia Loren. 1968 trennte sich Gina Lollobrigida von ihrem Mann Milko Skofic, dem sie 1957 den Sohn Milko geboren hatte. 1969 heiratete sie George Kaufmann. Anfang der 1970-er Jahre begann Gina Lollobrigida als Fotografin zu arbeiten. Von ihr ließen sich im Laufe der Zeit Fidel Castro, Tito (1892–1980), Henry Kissinger, Paul Newman, Robert Redford, Indira Gandhi (1917–1984), Christiaan Barnard, Ronald Reagan, Salvador Dalí (1904–1989) und die deutsche Fußballnationalelf ablichten. Außerdem publizierte sie Bildbände über Italien („Italia mia“, 1973) und die Philippinen („Le Filippine“), drehte einen Fernsehfilm über Fidel Castro, der 1974 gesendet wurde, und war als Modefotografin für die Zeitschrift „Vogue“ tätig. Ein Wiedersehen mit Gina Lollobrigida auf der Leinwand gab es in den Filmen „Him, Her, Male and Female“ (1984) und „The Bocce Showdown“ (1990). Bald darauf beklagte sie sich darüber, es gäbe für sie keine interessanten Rollen mehr. Gina Lollobrigida erhielt vier Mal den „Bambi“ des Burda-Verlages als beliebteste ausländische Filmschauspielerin und zahlreiche ausländische Auszeichnungen. 1961 verlieh man ihr den „Golden Globe“, und 1985 nahm sie aus der Hand des französischen Kulturministers Jack Lang das „Offizierskreuz für Kunst und Wissenschaft“ entgegen. 1990 lernte Gina Lollobrigida bei Giacomo Manzù die Bildhauerei. Bald schuf bald eigene Kunstwerke wie die riesige Plastik „Fliegende Putte“, die 1992 bei der Weltausstellung in Sevilla im italienischen Pavillon gezeigt wurde und negative Schlagzeilen machte. Politiker meinten, diese Plastik habe auf einer renommierten Schau nichts zu suchen. 1994 erschien ihr Bildband „Wonder of Innocence“. Die künstlerische Laufbahn von Gina Lollobrigida erfuhr 1997 durch die Aufnahme in die 1563 gegründete Kunstakademie von Florenz ihre Krönung. Zu ihrem 70. Geburtstag wurde sie in die Enzyklopädie berühmter Italiener aufgenommen. Ihre Popularität ging ihr eher auf die Nerven: „Diejenigen, die mir gratulieren wollen, sind so zahlreich, dass ich am liebsten verschwände“, sagte sie. Vom gegenwärtigen Kino hält Gina Lollobrigida nicht viel. Sie erkärte: „Heute brauchen die Regisseure reichlich Blut, Special Effects und Gewalt. Ich bevorzuge es, die alten Filme im Fernsehen zu sehen als neue im Kino.“ * Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: www.buch-shop-mainz.de www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928 Sun, 20 Jan 2008 10:04:00 +0100 Video: "Towards the light 1" bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=_T-siVeJmqY Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: Der erste große Star im frühen deutschen Film war die dänische Schauspielerin Asta Nielsen (1881–1972), geborene Asta Sofie Amalie Nielsen. Nach Ansicht von Experten ist sie die erste Schauspielerin der Welt gewesen, die durch eine ernste dramatische Leistung den Film aus dem Niveau der Farce zum künstlerischen Schauspiel erhob. Nach ihr sind einst sogar Kinos benannt worden. Asta Sofie Amalie Nielsen kam am 11. September 1881 als zweite und jüngste Tochter eines Arbeiters und einer Waschfrau in Kopenhagen zur Welt. Ihre Mutter musste noch am Tag der Geburt arbeiten, um das Geld für die Hebamme zu verdienen. Ihr Vater war Maurer von Beruf, konnte jedoch nach einem Unfall nur noch leichtere Tätigkeiten ausführen. Die Eltern zogen von Dänemark nach Malmö in Schweden, wo sie auf ein besseres Leben hofften. Als Asta neun Jahre alt war, starb ihr Onkel in Dänemark, der eine Brauerei besaß, und ihr Vater sollte sich als einziger Erbe melden. Zum Leidwesen der Familie bestand die erhoffte reiche Hinterlassenschaft nur aus einem mit Büchern gefüllten Schreibtisch. Bis 1895 besuchte Asta die Schule in Malmö, danach sind die Eltern nach Dänemark zurückgekehrt. Bei der Lektüre des Dramas „Brand“ von Henrik Ibsen (1828–1906) reifte in Asta Nielsen der Wunsch, Schauspielerin zu werden. Sie las dieses Werk täglich und fing eines Tages an, die Agnes zu spielen. Wegen ihres hübschen Gesichts und ihrer schönen Altstimme nahm man sie bereits mit zwölf Jahren in den Chor des „Königlichen Theaters“ in Kopenhagen auf. Im Alter von 14 Jahren verlor sie ihren Vater, bald danach starb auch ihre Mutter. Mit 16 Jahren gehörte Asta Nielsen als Elevin der Schauspielschule des „Königlichen Theaters“ in Kopenhagen an. Als 18-Jährige hatte sie ihren ersten Auftritt im Kopenhagener „Dagmar-Theater“. Da ihr eher tragische Rollen zusagten, kam sie dort zunächst kaum zum Einsatz. Später musste sie aber für eine Kollegin im Lustspielfach einspringen und konnte bald erste große Erfolge verbuchen. Danach wechselte sie an das „Neue Theater“, wo sie ernste Rollen spielte. Schon Asta Nielsens erster Film „Afgrunden“ (1910, deutsch: „Abgründe“), den der dänische Regisseur Urban Gad (1879–1947) mit ihr als Hauptdarstellerin drehte, wurde ein sensationeller Erfolg. Der auf primitivste Weise entstandene Streifen, ein schauerliches Melodram, ging von Kopenhagen aus rund um die Welt. Im Frühjahr 1911 wechselten Asta Nielsen und Urban Gad zum Berliner Filmstudio „Bioskop“, der Vorgängerin der „Universum-Film-AG“ („Ufa“). Später drehte Asta für die „Union“ und für die „PAGU“ in Neubabelsberg, ebenfalls eine Vorgängerin der „Ufa“. 1912 heiratete sie Urban Gad, von dem sie 1915 geschieden wurde. In den Filmen „Nachtfalter“ (1911), „Der fremde Vogel“ (1911) und „Die arme Jenny“ (1911/1912) verkörperte Asta Nielsen eindrucksvoll Frauen in dramatischen Konflikten, die ihr geordnetes Leben durch unstandesgemäße Liebschaften gefährden. Besonders erfolgreich war sie in dem Streifen „Engelein“ (1913), in dem sie eine 17-Jährige spielte, die vor ihrem Erbonkel aus den USA eine Zwölfjährige mimen musste und ihn am Ende sogar noch heiratete. Die schlanke und attraktive Asta Nielsen mit den großen, brennenden schwarzen Augen und der Pagenfrisur wurde bald zum Liebling des Kinopublikums. Es hieß, bei ihr sei nichts unmöglich. Mühelos verwandelte sie sich in alles nur Erdenkliche: in die Unwiderstehliche, Schöne, Dame, Häßliche, Grausame oder Verkommene. 1916 ging Asta Nielsen nach Dänemark zurück. 1920 steuerte sie mit dem Reeder Ferdinand Wingårdh (gest. 1964) zum zweiten Mal den Hafen der Ehe an. Im selben Jahr gründete sie die „Art“-Film, die mit ihr „Hamlet“ (1920), „Fräulein Julie“ (1921) und „Der Absturz“ (1922) drehte, aber 1923 während der Inflation einging. „Der Absturz“ handelte von der Liebe einer alternden Frau zu einem jüngeren Mann. Dritter Ehemann von Asta Nielsen wurde 1923 der russische Schauspieler Gregorij Chmara (1886–1970), der in den frühen 1930-er Jahren in etlichen Filmen zu sehen war. Einer seiner bekanntesten Streifen heißt „Peter Voß, der Millionendieb“ (1932). Zu Asta Nielsens letzten Filmen zählten „Die freudlose Gasse“ (1925) von Georg Wilhelm Pabst (1885–1967) zusammen mit Greta Garbo (1905–1990), „Dirnentragödie“ (1926), „Das gefährliche Alter“ (1927), „Die Büchse der Pandora“ (1928) und ihr einziger Tonfilm „Unmögliche Liebe“ (1932), der erfolglos blieb. Der Durchbruch des Tonfilms beendete Asta Nielsens Karriere, weil sie eine persönliche Abneigung gegen dieses „photographierte Theater“ hatte und vielleicht auch ihr dänischer Akzent eine Rolle spielte. Andererseits meinen Experten, die vielseitige Schauspielerin mit ihrer viel gerühmten Altstimme und dem „bronzenen Timbre“ hätte keineswegs vor dem aufkommenden Tonfilm kapitulieren müssen. Zur Zeit ihrer größten Erfolge lehnte Asta Nielsen verlockende Angebote aus London und Hollywood ab. Man bezeichnete sie damals als „Duse des Films“. Eleonora Duse (1858–1924) war eine der gefeiertsten Theaterschauspielerinen der Welt. 1933 trat Asta Nielsen noch einmal in der Berliner „Scala“ auf. Mit ihrer eigenen Truppe spielte sie auf Tourneen die „Kameliendame“ und „Hedda Gabler“. Auf Angebote der Nationalsozialisten für ein Comeback auf der Leinwand ging sie nicht ein. Im September 1937 kehrte sie nach Kopenhagen zurück, wobei sie wegen des Devisenausfuhrverbotes einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens in Deutschland verlor. Ihr Berliner Haus wurde während des Zweiten Weltkrieges durch Bombenabwürfe zerstört. Nach Kriegsende wurde Asta Nielsen von ihren Landsleuten als „Kollaborateurin“ betrachtet. Ab 1947 musste sie jahrelang vergeblich um die Erteilung einer Lizenz für ein eigenes Kino in Kopenhagen kämpfen. Danach lebte sie sehr zurückgezogen. 1948 sprach sie anlässlich eines Galaabends in der „Königlichen Oper“ in Kopenhagen einen Prolog. 1945/1946 erschienen Asta Nielsens zweibändige Memoiren „Den tiende Muse“ (deutsch: „Die schweigende Muse“, 1961). Darin schilderte sie unter anderem ihre Begegnungen mit dem Kritiker Julius Bab (1880–1955), dem Tenor Enrico Caruso (1873–1921), dem Maler Erich Heckel (1883–1970), den Schauspielern Greta Garbo, Albert Bassermann (1867–1952) und Paul Wegener (1874–1948) sowie den Dichtern Gerhart Hauptmann (1862–1946) und Joachim Ringelnatz (1883–1934). Für ihr langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film erhielt Asta Nielsen 1963 das „Filmband in Gold“. Ein Jahr später – 1964 – starb ihr zweiter Mann und wenige Monate später nahm sich ihre Tochter Jesna aus der Ehe mit Urban Gad das Leben. Ein 1966 über Asta Nielsen gedrehter Dokumentarfilm blieb unaufgeführt, weil sie ihn ablehnte. 1968 wurde ihr in eigener Regie hergestellter autobiographischer Dokumentarfilm „Asta Nielsen“ in Berlin ausgezeichnet. Neuen Lebensmut fand Asta Nielsen mit 85 Jahren durch die Freundschaft mit dem Galeristen Christian Anders Theede (1899–1988). Nach einem überstandenen Herzinfarkt heiratete Asta im Januar 1970 den merklich jüngeren Mann. Am 25. Mai 1972 starb Asta Nielsen im Alter von 90 Jahren. Sie erlag in einem Kopenhagener Krankenhaus an den Folgen der Verletzungen, die sie bei einem Sturz im Badezimmer erlitten hatte. Asta wird von deutschen Cineasten sehr verehrt. Ihr Ruhm ist heute wieder größer als vor 50 Jahren. 1997 erschien das von Bärbel Dalichow und Allan O. Hagedorf herausgegebene Buch „Liebe mit achtzig. Asta Nielsen – Christian Thede. Briefe“. * Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928 Sun, 20 Jan 2008 10:01:00 +0100 Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst Der faszinierendste Star der Filmgeschichte war die amerikanische Schauspielerin Marilyn Monroe (1926–1962), eigentlich Norma Jean Mortenson. Ihre Wirkung auf der Leinwand beruhte auf leuchtend blonden Locken, malerischen Kurven, einer tiefen, rauchigen Stimme und ihrem verletzlichen Gebaren. Zur Bildung von Legenden trug vor allem der frühe Tod des Sexidols der 1950-er Jahre bei. Norma Jean Mortenson schlug am 1. Juni 1926 in Los Angeles (Kalifornien) erstmals ihre Augen auf. Wer ihr Vater war, weiß man nicht genau. Ihre Mutter Gladys Pearl Baker heiratete zwar am 11. Oktober 1924 den Gasgebührenableser Edward Mortenson, doch schon am 26. Mai 1925 reichte ihr Mann die Scheidung ein, weil ihn seine Gattin grundlos verlassen hatte. Die Mutter gab Norma Jean am 13. Juni 1926 bei dem Postboten Albert Bolender und seiner Frau Ida im Stadtteil Hawthorne von Los Angeles zur Pflege. Das Ehepaar hatte einen eigenen Sohn und nahm zusätzlich Pflegekinder auf, um sein Einkommen aufzubessern. Für die frommen Bolenders galten Kino, Tanzen, Rauchen und Kartenspiele als Werk des Teufels. Ab September 1932 besuchte Norma Jean die „Washington Street School“ in Hawthorne. Ende 1933 erschoss ein Nachbar der Pflegeeltern mit der Schrotflinte den bellenden kleinen Hund „Tippy“ der Siebenjährigen. Dies stürzte das Mädchen in so tiefe Trauer, dass die Bolenders die Mutter alarmierten, die ihre Tochter mit zu sich in ihre Wohnung nach Hollywood nahm. Im August 1933 bezogen Mutter und Tochter ein möbliertes Haus in Los Angeles. Um das Darlehen hierfür abzahlen zu können, verpachtete die Mutter das Haus an eine dreiköpfige Familie und mietete von diesem ein Schlafzimmer für sich und ihre Tochter zurück. Wohnzimmer, Bad und Küche wurden miteinander geteilt. Da die Mutter als Cutterin in einem Filmlabor arbeitete und die Familienmitglieder in Filmen auftraten, sprach man in diesem Haus viel über Filme. Eine wichtige Rolle im Leben von Norma Jean Mortenson spielte Grace McKee, die Freundin ihrer Mutter. Sie erhielt 1935 die Vormundschaft für das Mädchen, nachdem dessen Mutter wegen angeblicher Geisteskrankheit für unzurechnungsfähig erklärt wurde. Grace McKee, die selbst von einer Filmkarriere träumte und als Aufseherin in einem Filmlabor arbeitete, hatte beschlossen, dass Norma Jean ein Filmstar werden sollte. Am 13. November 1935 lieferte Grace McKee auf Drängen ihres frischgebackenen Ehemannes Erwin Silliman Goddard schweren Herzens die neunjährige Norma Jean in einem Waisenhaus von Los Angeles ab. Doch sie hielt ihr Versprechen, das Mädchen wieder zu sich zu holen: Am 7. Juni 1937 kehrte die Elfjährige in das Haus der Goddards zurück, verließ dieses aber schon im November jenes Jahres wieder, nachdem sie von dem betrunkenen Goddard sexuell bedrängt wurde. Von November 1937 bis August 1938 lebte Norma Jean zusammen mit einem Cousin und zwei Cousinen bei einer Großtante in Compton (Kalifornien). Der Cousin zwang sie im Juni 1938 zu sexuellen Handlungen. Im August 1938 nahm eine Tante von Grace McKee die zwölfjährige Norma Jean bei sich auf. Sie war der erste Mensch, den die Kleine wirklich liebte und der auch sie mochte. Kurz nach ihrem 16. Geburtstag heiratete Norma Jean am 19. Juni 1942 den 21-jährigen James E. Dougherty, der damals bei den Lockheed-Flugzeugwerken arbeitete und „Jim“ genannt wurde. Ab April 1944 verdiente sie ihren Lebensunterhalt bei einer Rüstungsfirma, wo sie zunächst Lack auf Flugzeugrumpfteile sprühen und später Fallschirme überprüfen musste. Bei letzterer Tätigkeit fiel sie Ende 1944 Fotografen der 1. Filmeinheit der Armee auf, die Frauen bei der Arbeit fotografierten. Nach vielen weiteren Aufnahmen galt Norma Jean Dougherty im Frühjahr 1945 bereits als Traum vieler Fotografen. Ihnen kam es vor, als würde sie mit der Kamera flirten und mit anonymen Bewunderern Kontakt aufnehmen. Von August bis Herbst 1945 ließ sie sich in Hollywood zum Fotomodell und Mannequin ausbilden. Damals war sie 1,66 Meter groß, wog 107 Pfund, hatte die Maße 91, 61, 86 und Kleidergröße 38. Ihre Haare sind mittelblond und – nach Ansicht ihrer Agentur – „zu lockig“ gewesen, weswegen man ihr Bleichen und Dauerwelle empfahl. Es folgten Auftritte als Hostess, Modellstehen für einen Bekleidungskatalog, eine Modenschau in Hollywood und zahlreiche Fototermine. Bis zum Frühjahr 1946 sah man Norma Jean Dougherty bereits auf 33 Titelblättern von Zeitschriften. Als ihr Mann forderte, sie solle sich zwischen ihm und ihrer Karriere entscheiden, kam es am 13. September 1946 zur Scheidung. Vor den Kulissen für den Film „Mother Wore Tighs“ machte Norma Jean am 19. Juli 1946 Probeaufnahmen mit dem berühmten Kameramann Leon Shamroy (1901–1974), der bereits mehrere „Oscars“ erhalten hatte. Kurz danach gab ihr das Studio „Twentieth Century Fox“ einen Vertrag über ein halbes Jahr, der einen Wochenlohn von 75 US-Dollar garantierte. Den Kontrakt musste ihr Vormund Grace McKee unterzeichnen, da Norma Jean mit 20 Jahren noch als minderjährig galt. Ab August 1946 nannte sie sich „Marilyn Monroe“, da nach Ansicht des Fox-Talentsuchers Ben Lyon niemand wisse, wie man ihren Namen Dougherty aussprechen solle. Im Februar 1947 wurde der Vertrag mit Marilyn Monroe um ein halbes Jahr verlängert. Einige Tage später mimte sie in ihrem ersten Film „Scudda-Hoo! Scudda-Hay!“ in zwei Szenen, von denen eine später entfiel, ein High-School-Mädchen. Man sah sie in diesem Streifen nur eine Sekunde lang. Im Mai 1947 wirkte sie in drei kurzen Einstellungen von „Dangerous Years“ („Gefährliche Jahre“) mit. Im August 1947 verlängerte man den Vertrag mit ihr nicht mehr. In der Folgezeit gab sie ihr ganzes Geld für Schauspielunterricht, Miete und Auto aus. Das Geld für ihr Essen verdiente sich – nach eigener Aussage – als Callgirl. Im Juli 1948 stand Marilyn Monroe für den Streifen „Ladies of the Chorus“ („Die Damen vom Ballett“), der in zehn Tagen gedreht wurde, vor der Kamera. Ihr Auftritt in ihrem vierten Film „Love Happy“ („Glücklich verliebt“, 1949) dauerte 60 Sekunden. Im Frühjahr 1949 posierte sie nackt für einen kunstvoll gestalteten Aktkalender. Der Fotograf kassierte dafür 500 US-Dollar, von denen er Marilyn nur 50 abtrat. Den Durchbruch brachte erst der Streifen „The Asphalt Jungle“ („Asphalt Dschungel“, 1950), in dem die Monroe in drei Szenen die Rolle der jungen Geliebten eines älteren betrügerischen Anwalts spielte. „In The Asphalt Jungle“ entwickelte sich Marilyn von einem Filmsternchen zu einer ernsthaften Schauspielerin“, schrieb der Autor Donald Spoto in seiner Biographie „Marilyn Monroe“ (1993). Danach sah man sie in „All about Eva“ („Alles über Eva“, 1950) und „Monkey Business“ („Liebling, ich werde jünger“, 1952). 1952 lernte Marilyn Monroe den früheren Baseballspieler Joe DiMaggio (1914–1999) kennen. Der 39 Jahre alte Ex-Sportler wurde am 14. Januar 1954 der zweite Ehemann der 27-Jährigen. Marilyn war zu jener Zeit auf dem Weg, ein Star zu werden, Joe hatte sich gerade als Sportler zur Ruhe gesetzt. Ab 16. Februar 1954 trat Marilyn an vier Tagen in einer improvisierten Show vor Tausenden amerikanischer Soldaten in Korea auf. Nachher fragte sie ihren Mann: „Joe, hast du jemals erlebt, dass 10000 Menschen von ihren Plätzen aufspringen und dir applaudieren?“ Die Anwort des ehemaligen Baseballspielers: „Bei mir waren es 75000“. Die zweite Ehe mit DiMaggio, dessen Leben vor allem aus Bier und Fernsehen bestand, ist am 31. Oktober 1955 geschieden worden. Zum Jahresanfang 1955 gründete Marilyn Monroe zusammen mit dem Mode- und Porträtfotografen Milton Greene (1922–1985) die Filmgesellschaft „Marilyn Monroe Inc.“. Davon versprach sich die Schauspielerin auch anspruchsvollere Rollen für sich selbst. Ihren Vertrag mit „Twentieth Century Fox“ verlängerte sie nicht mehr. Am 29. Juni 1956 ließen sich Marilyn Monroe und der amerikanische Schriftsteller Arthur Miller standesamtlich und am 1. Juli 1956 nach jüdischem Ritus trauen. Vor dem religiösen Ritus hatte die Braut unter Tränen erklärt, sie wolle das nicht zu Ende bringen, dann aber aus Mitleid mit dem Bräutigam doch in die Zeremonie eingewilligt. Am 24. Januar 1961 endete die dritte Ehe mit der Scheidung in Mexiko. Zu Marilyn Monroes bekanntesten Streifen gehörten „Niagare“ (1953), „How to Marry a Millionaire“ („Wie angelt man sich einen Millionär?“, 1953), „Gentlemen Prefer Blondes“ („Blondinen bevorzugt“, 1953), „Some Like It Hot“ („Manche mögen’s heiß“, 1959), „The Seven Year Itch“ („Das verflixte siebente Jahr“, 1955), „Bus Stop“ (1956), „Let’s Make Love“ („Machen wir’s in Liebe“, 1960) und „The Misfits“ („Nicht gesellschaftsfähig“, 1961). Der Film „Manche mögens’s heiß“ gilt als beliebteste Komödie. Es ist die witzige Story von zwei Musikern, die 1929 in Chicago Zeugen eines Massakers wurden, daraufhin in Frauenkleidern vor Gangstern flüchteten und sich einer weiblichen Jazzband anschlossen, die sie im Zug nach Florida trafen. Trotz knisternder Szenen zwischen Tony Curtis und Marilyn Monroe, meinte Curtis hinterher ungalant, dass das Küssen mit Marilyn wie Knutschen mit Hitler sei. Auf der Leinwand trat Marilyn Monroe stets strahlend auf, im Privatleben dagegen war sie innerlich zerstört und unsicher. Die Vermarktung ihres Körpers kommentierte sie mit den Worten: „Ein Sexsymbol ist ein Ding, und ich hasse es, ein Ding zu sein.“ Ihre Liebhaber nannte sie meistens „Daddy“. Als ein Gärtner einmal während ihrer Abwesenheit den Rasen mähte, schrie sie bei der Rückkehr, als wäre sie verwundet und steckte die geköpften Blumen zurück in die Erde, damit sie weiterleben könnten. Am 5. August 1962 fand man Marilyn Monroe tot im Bett auf. Neben ihr lag ein leeres Röhrchen Schlaftabletten. Als Todesursache werden eine Überdosis und Selbstmord diskutiert. Der Polizist, der ihr Apartment nach ihrem Tod durchsuchen musste, war ihr erster Mann „Jim“ Dougherty. Spätere Gerüchte über Affären der Monroe mit dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963) und seinem Bruder Robert (1925–1968) ließen sogar den Verdacht über eine Intrige aufkommen. In Wirklichkeit hatte Marilyn nur eine einzige Nacht zusammen mit John F. Kennedy verbracht. Mit Robert Kennedy lag sie nie im selben Bett. * Bestellungen der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&n=301928 Sun, 20 Jan 2008 09:59:00 +0100 Leseprobe aus dem Taschenbuch "Superfrauen 7 - Film und Theater" bzw. der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" von Ernst Probst: Zu den berühmtesten weiblichen Stummfilm-Stars gehörte die kanadische Schauspielerin Mary Pickford (1893–1979), eigentlich Gladys Mary Smith. Der blonde Lockenkopf mit dem süßen Engelsgesicht und dem bezaubernden Lächeln galt als „Königin des Stummfilms“, „Sweetheart of America“ („süßes Herz Amerikas“) und „Engel der Nächstenliebe“. Die clevere Mary spielte schätzungsweise in 200 Filmen mit und war eine der vier Gründer des Filmstudios „United Artists“. Gladys Mary Smith kam am 8. April 1893 in Toronto (Kanada) zur Welt. Ihr Vater John Smith war ein Seemann und starb bereits 1897. Im Alter von fünf Jahren wurde Gladys von der „Valentine Stock Company of Toronto“ für das Stück „Bootl’s Baby“ engagiert. Zusammen mit ihrer Mutter Charlotte, dem Bruder Jack und der Schwester Lottie trat sie mit mehreren Schauspieltruppen und Theatergesellschaften auf. Das Mädchen mit den weichen, goldenen Locken überredete schon als 14-Jährige den erfolgreichen Theaterproduzenten David Belasco (1859–1931) dazu, ihm eine Hauptrolle zu geben: 1907 stand Gladys Mary in dem Stück „The Warrens of Virginia“ erstmals auf einer Bühne des Broadways in New York. Fortan trug sie das Pseudonym „Mary Pickford“. 1909 stellte sich Mary Pickford beim Filmstudio „Biograph Motion Picture Company“ vor und brachte den amerikanischen Filmpionier David Wark Griffith (1875–1948) dazu, sie einzustellen. Ihr Debütfilm hieß „Pippa Passes“ (1909). Anfangs arbeitete sie noch anonym als Statistin, doch allmählich entwickelte sie sich zum Star. Von 1909 bis 1912 wirkte Mary Pickford in mehr als 140 kurzen Filmen mit, darunter waren Melodramen, Western und Literatur-Adaptionen. Unter der Regie von David W. Griffith spielte sie neben Owen Moore (1886–1939) ihre erste Hauptrolle in „The Violin Maker of Cremona“ („Der Geiger von Cremona“, 1909). Moore wurde am 7. Januar 1911 ihr erster Ehemann. Ihren ersten Erfolg feierte sie als „Little Mary“ in „The Little Teacher“ (1909). Nach dem Wechsel zum Filmstudio „Indepedent Motion Picture Company“ (IMP) von Carl Laemmle (1867–1939) verdiente sie wöchentlich 175 US-Dollar. Ab 1912 arbeitete Mary Pickford für das von Adolph Zukor (1873–1976) gegründete Filmstudio „The Famous Players Film Company“. 1914 hatte sie mit „Hearts Adrift“ einen überwältigenden Erfolg. 1918 gelangen ihr beim Filmstudio „First National“ mit „Daddy long legs“ („Mein lieber, süßer Onkel Langbein“) und „Pollyanna“ („Sonne im Herzen“) zwei große Publikumserfolge. 1919 gründete Mary Pickford zusammen mit David W. Griffith, Charlie Chaplin (1889–1977) und Douglas Fairbanks sen. (1883–1939) das Filmstudio „United Artists Corporation“. Am 28. März 1920 schloss Mary Pickford ihre zweite Ehe mit Douglas Fairbanks sen. und unternahm eine Hochzeitsreise nach Europa. Nach der Rückkehr ließ sich das Paar in dem Landhaus „Pickfair“ in Beverly Hills nieder. Auch in den 1920-er und 1930-er Jahren spielte Mary Pickford noch Kleinmädchen-Rollen wie „Little Lord Fauntleroy“ („Der kleine Lord“, 1921) und „Little Annie Rooney“ („Die kleine Annemarie“, 1925). Eine erwachsene Frau mimte sie erstmals in dem Film „Rosita“ (1923), den sie mit dem 1922 aus Deutschland nach Hollywood geholten Regisseur Ernst Lubitsch (1892–1947) drehte und der ein Misserfolg wurde. Während der 1920-er Jahre war auch ihr Bruder Jack Pickford (1896–1933) ein bekannter Schauspieler. Für ihren ersten Tonfilm „Coquette“ (1929), in dem sie eine verführerische, junge Frau darstellte, erhielt Mary Pickford einen „Oscar“ als beste Schauspielerin. Keinen Erfolg hatte dagegen ihr Film „The Taming of the Shrew“ („Der widerspenstigen Zähmung“, 1929). Eine ihrer letzten Filmrollen spielte Mary in dem Streifen „Secrets“ (1932/1933). Im Januar 1936 wurde die Ehe Mary Pickfords mit dem „Filmkavalier Nr. 1“, Douglas Fairbanks sen., geschieden. 1936 gründeten Mary Pickford und Jesse L. Lasky (1880–1958) die „Pickford-Lasky-Producing Company“. Im selben Jahr fungierte Mary als Produzentin von „The Gay Desperado“. 1937 hob die geschäftstüchtige Schauspielerin die „Mary Pickford Cosmetic Company“ aus der Taufe. Ihre dritte Ehe schloss Mary Pickford am 26. Juni 1937 mit dem bedeutend jüngeren Schauspieler und Orchesterdirigenten Charles Edward „Buddy“ Rogers (1905–1999), mit dem sie 1927 in dem Streifen „My Best Girl“ aufgetreten war: Mary und der gut aussehende, schwarzgelockte „Buddy“ gaben sich einen langen Filmkuss. Kurz nach der Ehe adoptierte das „glücklichste Ehepaar von Hollywood“ die Kinder Ronnie und Roxanne. 1945 entstanden die „Pickford-Productions“. In „Gaslight Follies“ (1955) sah man Mary noch einmal auf der Leinwand. 1957 verkauften Mary Pickford und Charlie Chaplin ihre letzten Anteile an „United Artists“. Mary Pickford schrieb auch mehrere Bücher. Von ihr stammen unter anderem „Pickfordisms for Success“ (1922), „Why not try God“ (1934), „My Rendezvous with Life“ (1935), und die Memoiren „Sunshine and Shadow“ (1955, deutsch: „Sonnenschein und Schatten“). 1975 erhielt sie einen Spezial-„Oscar“. In Hollywood galt Mary Pickford auch als „Engel der Nächstenliebe“, weil sie einen großen Teil ihres Vermögens für die Errichtung von Krankenhäusern, Altersheimen und Schulen spendete. Am 28. Mai 1979 erlag sie im Alter von 86 Jahren in Santa Monica (Kalifornien) den Folgen einer Gehirnblutung. * Bestellungen des Taschenbuches "Superfrauen 7 - Film und Theater" bzw. der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" bei: http://www.buch-shop-mainz.de http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919 |