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Wed, 28 Jan 2009 09:34:00 +0100 Die Bundesregierung denkt nach Angaben von Reuters über die Enteignung der Aktionäre der Hypo Real Estate nach. Die Bank wird bereits mit Finanzhilfen von 92 Milliarden Euro vom Staat gestützt. Die Regierung will die angeschlagene Bank komplett übernehmen, um eine grundlegende Sanierung einleiten zu können.
Größter Einzelaktionär neben dem Staat ist der amerikanische Finanzinvestor J.C. Flowers, der 24,9 Prozent der Anteile hält. Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz.
Thu, 22 Jan 2009 14:56:00 +0100 Der Vorstandschef der Royal Bank of Scotland teilte am Montag mit, dass das Institut für 2008 vermutlich einen Verlust von über 28 Milliarden Pfund erwirtschaftet hat. Am gleichen Tag beschloss die britische Regierung ein zweites Banken-Rettungspaket. Zusätzlich wurde der staatliche Anteil an der RBS auf 70 Prozent erhöht und das Institut damit vor dem Zusammenbruch bewahrt.
Gerüchte über eine vollständige Verstaatlichung der Bank wurden heute aber von dem zuständigen Staatssekretär des Finanzministeriums, Paul Myners, dementiert. „Unser Ziel ist es, die Wirtschaft zu unterstützen, indem wir die Hürden gegen die Kreditvergabe abbauen und ein effektives in Privatbesitz befindliches Geschäftsbankensystem wiederherstellen“, schrieb Myners in der Financial Times.
Thu, 08 Jan 2009 17:59:00 +0100 Die Commerzbank benötigt weitere 10 Mrd. Euro aus dem staatlichen Rettungsfonds. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte die Bank 8,2 Mrd. Euro aus dem Fonds erhalten. Als Gegenleistung erhält der Bund Anteile an dem Institut. Mit 25 Prozent plus eine Aktie hält der Staat damit zukünftig eine Sperrminorität. Der Aktienkurs des Unternehmens sank zwischenzeitlich auf ein Rekordtief von 4,79 Euro.
Probleme bereitet dem Institut vor allem die geplante Übernahme der Dresdner Bank, in deren Büchern noch Milliardenrisiken durch ausfallgefährliche Wertpapiere vermutet werden. Mit dem Geld aus dem Rettungsfonds will die Commerzbank diese Risiken absichern.
Tue, 06 Jan 2009 11:50:00 +0100 Die Sparkassen galten bisher als Gewinner der Finanzkrise. Die Misere der Landesbanken wirkt sich aber zusehends auch auf die Sparkassen aus. In Kiel will die schleswig-holsteinische Landesregierung jetzt den Sparkassen unter die Arme greifen.
Die Sparkassen des Landes werden von den Verlusten der HSH Nordbank belastet. Sie sind mit rund 700 Mio. Euro an der Landesbank beteiligt. Die HSH musste bisher rund 2,7 Mrd. Euro abschreiben. Aus diesen Verlusten ergeben sich auch Abschreibungen für die Sparkassen, Beobachter rechnen mit 200-300 Mio. Euro. Das Land Schleswig-Holstein will den Sparkassen diesen Verlust ersparen und plant eine Garantie in Höhe der Abschreibungssumme.
Tue, 02 Dec 2008 14:59:00 +0100 Mehrere hundert Demonstranten stürmten am Montag die Zentralbank in Island. Nachdem mehrere Menschen gegen die Glastüren schlugen, wurde die Menge in das Foyer eingelassen. Die Menschen forderten lautstark den Rücktritt des isländischen Notenbankchefs, David Oddsson, und sangen Protestlieder.
Die weltweite Finanzkrise trifft den Inselstaat besonders hart. Seit der Zwangsverstaatlichung der drei größten Banken des Landes ist die Währung massiv eingebrochen und die Arbeitslosenquote hat sich verdoppelt.
Thu, 27 Nov 2008 16:55:00 +0100 Da war doch was? Ach ja, die Abgeltungssteuer. In den Wirren der Finanzmarktkrise ging das Thema "Abgeltungssteuer" fast unter. Dabei naht das neue Gesetz inzwischen mit großen Schritten. Was auf alle Anleger zukommt - bei uns erfahren Sie es.
Thu, 27 Nov 2008 16:54:00 +0100 Probleme, die passende Bank zu finden? Sie überlegen, welches das richtige Produkt für Sie ist? Mit dem neuen vergleich.de-Testsiegel geben wir einen unabhängigen Überblick über den Finanzmarkt und helfen Ihnen so, die richtige Entscheidung zu treffen.
Mon, 24 Nov 2008 15:12:00 +0100 Die US-Regierung übernimmt eine Bürgschaft von 306 Milliarden Euro für die Citigroup.
Außerdem erhält die Bank weitere 20 Mrd. Dollar Kapital. Bereits im Oktober hatte das Institut eine Finanzspritze des Staates über 25 Mrd. Dollar in Anspruch genommen.
Die Rettungsaktion ist der Versuch, die Bank vor dem Kollaps zu bewahren. Bei einem Zusammenbruch eines Institutes dieser Größe muss mit einem weltweiten Finanzchaos gerechnet werden.
Thu, 20 Nov 2008 16:56:00 +0100 Das nahe am Staatsbankrott stehende Island bekommt Gelder in Höhe von 10,2 Mrd. Euro. Die Gelder werden von den skandinavischen Ländern, Großbritannien und den Niederlanden zur Verfügung gestellt. Seit der Verstaatlichung der drei größten Banken des Landes ist Island praktisch zahlungsunfähig.
Auch die 30000 betroffenen deutschen Kaupthing-Anleger können wieder hoffen. Die isländische Regierung hat am Wochenende versichert die deutschen Sparer bis zur Höhe des isländischen Einlagensicherungsfonds entschädigen zu wollen.
Fri, 14 Nov 2008 11:00:00 +0100 Die Sparkassenverbände haben sich darauf geeinigt, die Zahl der Landesbanken zu reduzieren. Die bisher sieben Institute sollen zu nur noch drei Banken – eine im Norden, eine in der Mitte und eine im Süden Deutschlands – zusammengefasst werden.
Bisher waren Fusionspläne immer an den Interessen der Landespolitik gescheitert. Die Länder sind neben den Sparkassen Haupteigentümer der Banken. Im Zuge der Bankenkrise und der anhaltenden Probleme der Landesbanken geraten die Länder aber immer mehr unter Druck, in die Fusion einzuwilligen.
Tue, 11 Nov 2008 10:07:00 +0100 Der Kreditkartenkonzern American Express wird zur Bank. Die amerikanische Notenbank hat den Antrag in einem Eilverfahren genehmigt. Als Hauptgrund für die Umstrukturierung des Konzerns gilt das amerikanische Rettungspaket. Nur Geschäftsbanken haben Aussicht auf Staatsgelder.
Die Auswirkungen der Finanzkrise treffen den Konzern stark. Kreditkartenfirmen müssen, wenn sie sich Geld leihen, aufgrund der Kreditklemme höhere Zinsen bezahlen. Hinzu kommt die steigende Kreditausfallrate, da viele Amerikaner ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können.
Mon, 10 Nov 2008 09:38:00 +0100 Die lettische Regierung hat am Wochenende das zweitgrößte Bankinstitut des Landes, die Parex-Bank, verstaatlicht. Für den symbolischen Preis von drei Euro hat der Staat 51% der Bank übernommen. Laut Aussage der Regierung sei dieser Schritt nötig gewesen, um das Institut vor der drohenden Pleite zu bewahren.
Die Parex-Bank hatte ebenso wie die isländische Kaupthing in Deutschland Kunden mit hohen Tages- und Festgeldzinsen geworben. Im Gegensatz zu dem isländischen Institut gehören die Parex-Filialen aber dem deutschen Einlagensicherungsfonds an, durch den die Einlagen bis zu 20.000 Euro abgesichert sind.
Mon, 10 Nov 2008 09:36:00 +0100 Im dritten Quartal dieses Jahres hat die Allianz einen Verlust von 2 Mrd. Euro eingefahren. Der Umsatz des Konzerns sank auf 21,1 Mrd. Euro. Vor allem die ehemalige Allianz-Tochter Dresdener Bank belastete das Ergebnis.
Auch die Sparten Lebensversicherungen und Vermögensverwaltung stecken in der Krise. Das größte Geschäftssegment des Konzerns, die Schaden- und Unfallversicherung, hat sich hingegen als widerstandsfähig gegen die allgemeine Finanzkrise gezeigt.
Wed, 05 Nov 2008 18:07:00 +0100 Im Fall der isländischen Kaupthing-Bank hat die isländische Finanzaufsicht endlich den Entschädigungsfall festgestellt. Damit ist der Weg für Betroffene frei, Geld bei der isländischen Einlagensicherung zu beantragen. Alleine in Deutschland sind ca. 30.000 Kunden betroffen.
Ob deutsche Kunden tatsächlich Geld aus dem Fonds erhalten, bleibt aber weiterhin fraglich. Der isländische Fonds umfasst lediglich 100 Mio. Euro – eine Summe, die alleine die Einlagen deutscher Sparer nur zu 30% deckt. Hoffnungen auf eine politische Lösung, wie sie von anderen europäischen Staaten ausgehandelt wurde, haben sich nicht erfüllt.
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